Rückblick und Ausblick

Schon wieder geht ein Jahr zu Ende. Es kommt mir so vor, als hätte ich erst vorgestern hier gesessen und den Rückblick auf 2018 geschrieben. Und mir ist erst heute früh so richtig bewusst geworden, dass auch ein Jahrzehnt abgeschlossen ist.

Willkommen, Zwanziger Jahre. Werdet ihr wohl auch so ein Tanz auf dem Vulkan wie die Zwanziger des letzten Jahrhunderts? Auf der einen Seite Freizügigkeit, Party, Lebensfreude, neue Errungenschaften, Musik und Kunst aus dem Ausland erobern Deutschland. Aber auf der anderen halt Arbeitslosigkeit, zunehmender Nationalismus, Börsencrash…

Ich weiß es nicht, aber eins ist sicher: Es wird, was wir alle daraus machen. Entpuppen sich Filme wie „Mad Max“, „Minority Report“, „Inception“, „Mississipi Burning“ oder „Gattaca“ als immer wahrscheinlicher? Das wäre allerdings eine gruselige Vorstellung.

Sollten wir das mit dem Klimawandel vergeigen, dann braucht es sicher mehr als einen DeLorean, um „Zurück in die Zukunft“ die Welt zu retten.

Schwarzweiß

Ich wünsche mir da eher, dass Menschen wie „Forrest Gump“ unsere Wege kreuzen und mit ihrer unschuldigen Art unser Leben bereichern. Ich wünsche mir Lehrer, die wie im „Club der toten Dichter“ ihren Schülern Lust auf das Lernen und das Leben gleichermaßen machen. Ich wünsche mir das Erwachen von Empathie in den Köpfen und Herzen vieler Menschen wie bei „Rain Man“. Das Nachdenken über den Wert des Andersartigen, Fremden wie bei „Madame Mallory und der Duft von Curry“. Annahme des Nächsten wie bei „Ziemlich beste Freunde“.

Ich wünsche mir Lebensfreude und Leichtigkeit wie bei „Findet Nemo“ oder „Ice Age“. Und natürlich Mut und Heldentum wie im Marvel-Universum 😉 .

So. Kurze Filmografie. Du weißt jetzt so grob, welche Art von Filmen ich mag, und welche ich eher zwiespältig (an)sehe.

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Was mich außer dem teils bangen, teils optimistischen Blick in die Zukunft beschäftigt? Beispielsweise das Nachdenken darüber, wie weit ich zukünftig gehen werde, wenn es um das Selbermachen statt kaufen geht. Ich habe 2019 vieles ausprobiert, manches ist gelungen, anderes ist vollkommen daneben gegangen, wieder anderes braucht wohl einfach Übung. Kleine Kostprobe gefällig?

An der Nähmaschine bekomme ich einiges hin. Keine Kleidung, aber ich kann aus zerschlissener Kleidung und alten Handtüchern etc. neue Dinge schaffen: Putzlappen, Taschentüchertäschchen, Bettüberwürfe, Sitzkissen…

In der Küche klappt das Kochen auf Vorrat inzwischen ganz gut, so dass ich kaum auf Fertig- oder Halbfertigmahlzeiten angewiesen bin, wenn mal keine Zeit zum frischen Zubereiten ist. Marmelade und Gelee sowieso. Joghurt haut inzwischen auch ganz ordentlich hin, aber beim eigenen Quark bin ich an die Grenzen gestoßen. 48 Stunden bei Raumtemperatur, das impliziert, dass diese Temperatur recht konstant ist. Aber unsere Heizung schaltet sich nachts runter. 48 Stunden im Backofen bei 30 Grad verbraucht aber Strom und ist auch nicht ganz zuverlässig zu halten. Omas alte Kochkiste kommt mir in den Sinn, so eine Konstruktion wäre dafür vermutlich hilfreich. Mal sehen, ob ich im Winter die Kühlbox umfunktionieren kann…

Mein bisher größter Reinfall ist vermutlich das Sauerkraut. Zumindest mit dem meisten Kraftaufwand verbunden. Ich bin noch nicht ganz sicher, es riecht noch ganz ordentlich, aber ich fürchte, es schimmelt. Und wenn sich dieser Verdacht als richtig entpuppt, bin ich selbst schuld, denn ich habe nicht penibel darauf geachtet, dass die ganzen Kohlblätter, die zum Abdecken oben drauf kommen, ebenfalls komplett mit Lake bedeckt sind. Zur Strafe darf ich dann den Gärtopf vermutlich lange und gründlich mit Essig bearbeiten, um die Schimmelsporen zu killen. Und dann starte ich einen neuen Versuch.

Insgesamt würde ich aber sagen: 2020 werde ich mir bereits im Vorfeld öfter mal genau überlegen, ob das, was ich selbst machen möchte, wirklich sinnvoll ist, weil ich

alles, was ich mache auch tatsächlich gebrauchen kann (oder Leute kenne, die mir einen Teil davon abnehmen)

mich vorher umfassend informieren kann, um Fehlschläge zumindest zu minimieren

relativ sicher bin, dass meine Bemühungen nicht irgendwie doch umwelttechnisch schlechter in der Bilanz ausfallen, als wenn ich das Produkt kaufe.

    Wenn der Drang zum Selbermachen dazu führt, dass ich Lebensmittel entsorgen muss, weil etwas schiefgegangen ist, nicht schmeckt oder zu viel ist, dann ist das auch keine Lösung. Und wenn der Energieverbrauch zu hoch wird, lohnt es sich auch eigentlich nur, um einmal zu lernen, wie bestimmte Lebensmittel entstehen, um hoffentlich mehr Wertschätzung dafür zu bekommen.

Was alles andere angeht:

Eins ist sicher (nein, nicht die Rente, tut mir leid, Herr Blüm)  – es gibt genug Baustellen, es gibt jede Menge Unsicherheiten, es gibt Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit, Unglauben und Unfrieden.

Aber es gibt auch Glauben, Hoffnung, Liebe und viele Menschen, die sich im Kleinen oder Großen für die Beseitigung der „UNs“ einsetzen. Solange es das gibt, ist noch nicht alles verloren. Darin lege ich meine Hoffnung.

Ein gutes, ein gesundes, ein hoffnungsvolles neues Jahr(zehnt) wünsche ich uns allen.

Ziel

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Genauso könnte die Frage auch nach dem Christkind gestellt werden. Natürlich wissen nicht erst wir aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhunderts, dass es sich bei beiden um mythische Gestalten handelt.

Der dicke gemütliche alte Mann mit rotem Mantel und Rauschebart, der mit seinem Rentierschlitten durch die Nacht saust und durch die Schornsteine schlüpft, für den es nichts schöneres gibt als den Kindern der Welt eine Freude zu machen. Oder das blondgelockte (!) Kind (in allen Städten, die einen Christkindlesmarkt haben, durch ein Mädchen dargestellt, so viel zur christlichen Authentizität …), das am Weihnachtsabend die Geschenke mit Ochs und Esel bringt.

Aber trotzdem haben beide die ultimative Daseinsberechtigung, denn sie bringen Licht und Hoffnung, Freude in den Augen der Kinder, Rührung bei den Eltern und Großeltern, Staunen bei allen, die dies alles erleben. Ich denke immer gern an die Zeit zurück, als dieser Zauber auch bei uns in der Familie zu sehen war. (Also mit kleinen Kindern, die noch nicht alles hinterfragen, und mit den seligen Omas dabei…). Heute ist der Zauber ein anderer, der Zauber, mich vom Weihnachtsbaum überraschen zu lassen, den unsere Tochter geschmückt hat 🙂

Ich wünsche mir, jenseits von Unterhaltungstechnik, Gutscheingewitter und kalorienreichen Futterschlachten zu Weihnachten, dass jeder von uns innehält und bemerkt, dass der eigentliche Geist der Weihnacht im Unsichtbaren und Unverfügbaren liegt. Weihnachtsmann, Christkind, aber auch Jesus Christus, unsere Kraft und Hoffnung schöpfen wir aus dem, was wir nicht erfassen können. Kein Konsumgut der Welt kann das ersetzen.

Seit mehr als 100 Jahren wird immer wieder die Frage der achtjährigen Virginia aus New York an die renommierte New York Sun verbreitet. Sie zweifelte an der Existenz des Weihnachtsmannes und ihr Vater riet ihr, sich an die Sun zu wenden, denn was dort geschrieben stand, das zählte (echter Qualitätsjournalismus 😉 ).

Der Chefredakteur nahm die Frage sehr ernst und ließ von seinem Kolumnisten (ein eigentlich ziemlich desillusionierter Bürgerkriegsveteran) eine Antwort verfassen, die in der Zeitung veröffentlicht wurde:

Liebe Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht Recht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschen Geist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, um die ganze Wahrheit und das ganze Wissen zu erfassen und zu begreifen.
Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Und Du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und Deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie düster wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Sie wäre so düster, als wenn es keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.
Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Da könntest Du ebenso gut nicht an Elfen glauben! Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, die in alle Kamine blicken, um den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von Ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so, aber das ist noch lange kein Zeichen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Die wirklichsten Dinge bleiben meistens unsichtbar, für Kinder und Erwachsene. Hast Du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen sehen? Natürlich nicht, aber das ist kein Beweis, dass sie nicht dort sind. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen –, das vermag nicht der Klügste auf der Welt.
Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können ihn lüften. Dann werden die übernatürliche Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. „Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Ach Virginia, nichts auf der Welt ist wahrer und beständiger.
Kein Weihnachtsmann! Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.
Frohe Weihnacht, Virginia.

– Quelle: https://www.svz.de/5269186 ©2019

Dem ist nichts hinzuzufügen. Gilt heute immer noch wie damals.

Frohe und gesegnete Weihnachten euch allen!

24. Dezember

Sie wird einen Sohn bekommen, den sollst du Jesus nennen. Denn er wird die Menschen seines Volkes von ihren Sünden befreien. (Matthäus 1,21)

Das sagt der Engel zu Josef im Traum. Josef hatte von der Schwangerschaft Marias erfahren. Wie es vermutlich auch heute noch fast jeder Mann tut, der weiß, dass eine Schwangerschaft nichts mit ihm zu tun haben kann, hatte er in Erwägung gezogen, seine Verlobung zu lösen. Er war allerdings Ehrenmann genug, Maria dabei nicht öffentlich demütigen zu wollen. Und so hörte er auf den Engel. Gott sei dank!

23. Dezember

Aber zu Bethlehem im Gebiet der Sippe Efrat sagte der Herr: „Du bist zwar eine der kleinsten Städte Judas, doch aus dir kommt der Mann, der mein Volk Israel führen wird. Sein Ursprung liegt weit zurück, in fernster Vergangenheit.“ (Micha 5,1)

Micha ist einer der sogenannten „kleinen Propheten“ des Alten Testaments. Diese Bücher sind sehr kurz, heute würde man sie eher als Broschüren oder sogar nur Flyer bezeichnen. Doch deswegen ist es nicht weniger wichtig, was hier geschrieben steht.

Es ist eine Zurechtweisung für Jerusalem und die Überheblichkeit der Jerusalemer, die vor dem Exil sich selbst für den Nabel der Welt hielten. Dass aus einem kleinen Ort wie Bethlehem jemand wichtiges kommen könnte, hielten sie für unmöglich. Wie du auf dem Beitragsbild erkennen kannst, ist Bethlehem heute auch schon „etwas“ größer.

Übersetzt auf Deutschland heute: Nicht (nur) aus Berlin, Hamburg oder München kommen die ordentlichen Politiker, nein, auch aus kleinen lippischen Dörfern 😉

22. Dezember

Heute mal wieder bei Jesaja:

Er spricht zu mir: Du sollst nicht nur die zwölf Stämme Israels wieder zu einem Volk vereinigen und die Überlebenden zurückbringen. Dafür allein habe ich dich nicht in meinen Dienst genommen, das wäre zu wenig. Nein – ich habe dich zum Licht für alle Völker gemacht, damit du der ganzen Welt die Rettung bringst, die von mir kommt! (Jesaja 49,6)

Spontan beim Lesen dieses Textabschnittes kam mir ein Songtext in den Sinn:

Light of the World
You stepped down into darkness
Open my eyes
Let me see …

Das ist der Beginn des Lobpreissongs „Here I am to worship“. Der erfüllt mich gerade so, dass kein anderer Gedanke mehr Platz hat. Bis Morgen…. 😉

 

21. Dezember

Nochmal Neues Testament:

Freut euch Tag für Tag, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch! Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren. Der Herr kommt bald! (Phil. 4,4-5)

Das setzt eigentlich den Gedanken von gestern fort: Wenn wir offenen Blickes in die Zukunft sehen, dann können wir das auch ruhig mit Güte und Freundlichkeit tun. Denn dadurch fühlen wir uns nicht nur selbst besser, sondern geben das auch weiter, so dass auch andere sich besser fühlen können.

Ein Lächeln von Herzen ist das einzige Schneeballsystem, bei dem am Ende niemand schlechter dasteht. Ein Lächeln, welches sich fortpflanzt und die Welt erobert, ist doch das Schönste überhaupt. Auch und gerade wir Christen müssen das dringend verinnerlichen: Das Lächeln weitergeben bewegt oft viel mehr als verbissen und missionarisch anderen Menschen unsere Überzeugung aufzudrängen.

Es gibt ein schönes (und rührseliges, TaschenTuch-Alarm…!) Video dazu auf Youtube:

20. Dezember

Heute werfen wir einen Blick ins Neue Testament:

Deshalb: Wenn sich dies alles ereignet, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenem Haupt! Denn eure Befreiung steht vor der Tür. (Lukas 21,28)

Dieser Vers ist ein Blick in die Zukunft, die auch uns noch bevorsteht, ein Blick auf die Apokalypse. Wir sind heute (wie auch viele Generationen vor uns zu unterschiedlichen Zeiten…) gern versucht, diese Endzeit vor uns stehen zu sehen. Was ja auch irgendwie nachvollziehbar ist.

Und wir reagieren ganz unterschiedlich, wie beim Thema Klimawandel: Manche mit Trotzreaktionen, andere mit Leugnung, wieder andere mit Rückzug in einen Kokon. Aber hilft uns das? Hilft es uns, was auch immer zu durchstehen, wenn wir sagen: Jetzt erst recht! Oder: Das gibt es alles überhaupt nicht! Oder: Wenn ich nicht hingucke, dann sieht mich auch nichts und niemand. Diese Reaktionen sind aber allesamt nicht hilfreich, denn sie ziehen uns in irgendeiner Weise runter.

Zuversichtlich, mit festem Blick und erhobenem Haupt – und dann tun, was getan werden muss. Egal wie die Zukunft aussieht, wenn ich ihr selbstbewusst und offen entgegentrete, ist das doch allemal besser, als wenn ich mich schlecht fühle, weil ich trotzig, verleumderisch oder verzagt bin. Denn ich bleibe ich und mache mich weder größer noch kleiner als ich bin.

Mit der Hoffnung, dass am Ende die Befreiung kommt. Ohne Hoffnung hat das Leben keinen Sinn.

Jakobsmuscheln – eine Kindheitserinnerung

Lange ehe ich wusste, dass Jakobsmuscheln die Kennzeichen der Jakobspilger sind, ja sogar lange ehe ich überhaupt wusste, dass diese hübschen Schalen einst von Lebewesen bewohnt wurden, waren sie Teil meiner Weihnachtswelt.

Ich weiß nicht, auf welchem Weg sie in den Schrank meiner Mutter kamen, ich weiß nur, dass sie in meiner Kindheit regelmäßig einmal im Jahr hervorgeholt wurden. Immer an Heiligabend.

Meine kinderlosen Tante und Onkel kamen immer zu Weihnachten und bis heute bin ich mir auch nicht sicher, ob diese Tradition auf Mama oder die Tante zurückgeht, aber es gab jedes Jahr Ragout Fin an Heiligabend und zwar nicht in Blätterteigpasteten wie in anderen Familien, sondern leicht überbacken in eben den Jakobsmuschelschalen.

Wegen der lebhaften Erinnerungen, die ich daran habe, gibt es die Muschelschalen heute noch und sie fristen ihr Dasein in meinem Sideboard. Aber da jede Familie ihre eigenen Traditionen entwickelt, eigentlich nur noch aus nostalgischen Gefühlen heraus, denn weder Kartoffelsalat noch Bockwurst passen so recht hinein.

Hast du auch Erinnerungen oder sogar Erinnerungsstücke an die Weihnachten deiner Kindheit? Schreib sie mir gern als Kommentar, denn ich fände es sehr schön, wenn solch ein Traditionsschatz erhalten bliebe, und wenn es nur als digitale Version ist…

19. Dezember

Er wird mir einen Tempel bauen, und ich werde seinem Königtum Bestand geben für alle Zeiten. 2. Sam 7,13

Samuel überbringt dem König David diese Botschaft. „ER“ ist hierbei bezogen auf einen der Söhne Davids, nämlich Salomo, der dann auch tatsächlich den Tempel in Jerusalem bauen ließ. Seinem Königtum verheißt Gott den ewigen Bestand.

18. Dezember

Juda, immer behältst du das Zepter in der Hand, Könige gehen aus deinem Stamm hervor – bis ein großer Herrscher kommt, dem alle Völker dienen. 1. Mose 49,10

Juda war einer der Söhne Jakobs. Als Jakob (ein Enkel Abrahams) im Sterben lag, segnete er alle seine Söhne, und Juda war es, dem er weissagte, aus seinem Stamm gehe der Größte aller Herrscher hervor.

Ganz ehrlich? Diese Verheißungen aus dem Mosebuch kann ich schwieriger fassen als die schrägsten der Propheten. Daher bin ich ganz froh, dass die nun abgeschlossen sind. Da fehlt mir doch noch einiges…