Überraschung!

Ich habe einen Adventskalender bekommen! Und zwar nicht irgendeinen, sondern es ist ein bible art journaling-Adventskalender, von Daniela selbstgemacht. Obwohl sie auch schon im letzten Jahr so eine Aktion für unsere kleine, aber begeisterte Gruppe von „in-der-Bibel-Herummalerinnen“ ausgedacht hatte, habe ich überhaupt nicht damit gerechnet, dass sie die Aktion wiederholt. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, aber ich werde ihn erst morgen aufmachen, und auch erst dann, wenn ich ein bisschen Zeit und keine Hektik habe, also eher zum Abend hin.

Dann und wann werde ich euch teilhaben lassen, was aus den Anregungen entsteht, die Daniela uns gibt. Wenn euch das interessiert, schaut in den nächsten vier Wochen dann und wann in den Menüpunkt bible art journaling hinein.

Tag 25 – Das Weihnachtsdorf

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Der heutige Tipp hat mir die Adventszeit im Jahr 2019 versüßt. Ich hatte da schon zwei andere Romane gelesen, die im „Genießerdorf“ spielten und diesen auch schon im Herbst gekauft, aber sehr diszipliniert bis zum ersten Advent liegen gelassen. Ehrlich gesagt ist es vermutlich auch besser, wenn du als erstes die „Kräuter der Provinz“ liest, weil du dich dann in Maierhofen und seinen Bewohnern schon ein bisschen auskennst.

Die Story ist einfach gute Unterhaltung, ein kleines Dorf, das gerade erst durch ein großes Kräuterfestival zu einem Zusammenhalt gefunden hat, will dieses Gefühl durch den Winter retten. Was liegt da näher, als aus dem gesamten Dorf ein Weihnachtsevent zu machen. Gesagt – getan? Wenn es denn so einfach wäre. Es gibt Querschüsse aus teilweise nicht erahnten Richtungen, Missverständnisse, Neid. Und nicht alle haben dieselben Vorstellungen davon, was ein gelungenes Weihnachtsfest ausmacht. Wie das Leben so spielt, auch in der tiefsten Provinz…

Wenn du keine hochintellektuelle Lektüre suchst, sondern eine Möglichkeit, einfach mal abzuschalten vom stressigen Vorweihnachtstrubel, vielleicht sogar genießerisch in der Badewanne, dann kann ich dir das Buch empfehlen. Es kann sehr entspannend sein, sich ausnahmsweise nur über fiktive Probleme und erfundene … merkwürdige … Menschen aufzuregen😉.

Was mir übrigens am besten gefallen hat, sind umfangreiche Rezeptvorschläge, auch für Geschenke aus der Küche. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Bücher mit Rezepten liebe (nicht nur als Kochbücher!)

Bibliografische Angaben: Petra Durst-Benning, Das Weihnachtsdorf, Blanvalet, ISBN 978-3-7341-0602-6, € 8,99 (Österreich €9,30)

Tag 26 – Teufelskrone

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Eins meiner persönlichen Highlights: Der sechste Band aus der Saga um die Familie Waringham, die über Jahrhunderte hinweg mit der Geschichte der englischen Königshäuser verwoben ist. Zugleich ist es in der chronologischen Reihenfolge der früheste Band und er spielt in einer Zeit, über die ich auch schon andere Romane gelesen habe: Zur Herrschaftszeit der Familie Plantagenet. König Richard Löwenherz und sein Bruder Johann Ohneland sind wohl allen bekannt, ihre Mutter Eleonore von Aquitanien fand ich schon von Katherine Hepburn dargestellt in dem Film „Der Löwe im Winter“ eine tolle Frau.

Auf der Seite der Familie Waringham gibt es Männer, die sich an Richard halten, aber auch solche, die John die Treue geschworen haben. Und weil nun mal nicht alles nur schwarz oder nur weiß ist, sind auch die Charaktere der beiden königlichen Brüder nicht so romantisch aufgeteilt in den tapferen König Richard und den listigen Prinz John (wie es am Rande der Robin Hood-Geschichten immer vorkommt). Beide Männer hatten sicherlich ihre guten und ihre schlechten Seiten.

Rebecca Gablé schafft es immer wieder, die englische Historie gleichermaßen genau wiederzugeben und dabei spannende Geschichten zu erzählen, ich wünschte, ich hätte früher Geschichtslehrer gehabt, die solchen Spaß an historischen Themen vermitteln. Dazu ist sie übrigens eine sehr sympathische Frau; vor vielen Jahren habe ich eine Lesung mit ihr organisiert und war im Vorfeld mit ihr zum Essen, sie ist bodenständig und schafft es, ihr Publikum mit auf ausgedehnte Reisen in die Vergangenheit zu nehmen.

Im Frühjahr, als ich wegen meiner Sehnenrisse nicht mobil war, habe ich es übrigens geschafft, die bisherigen Bände alle der Reihe nach noch einmal durchzulesen, so als Mittelalter im Schnelldurchgang. Hat Spaß gemacht!

Bibliografische Angaben (TB, seit 27.11. im Handel ): Rebecca Gablé, Teufelskrone, Bastei Lübbe, ISBN  978-3-404-18306-7, € 14,- (Österreich € 14,40) Ebenfalls Lieferbar als Hardcover, eBook, Hörbuch-CD und Hörbuch-Download

Tag 27 – Einfach nachhaltig: Weihnachten

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Müll produzieren wir in diesem Jahr 2020 mal wieder reichlich, da es in vielen Supermärkten zeitweise nicht möglich war oder ist, eigene Dosen für Fleisch, Käse und Fisch mitzubringen. Weil wir dann vielleicht auch verstärkt zu vorverpackten Produkten greifen. Oder weil wir Einmal-Masken benutzen, Desinfektionstücher oder andere Hygieneprodukte. Aber auch, weil wir eventuell doch wieder unsere Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, damit sie nicht dicht gedrängt im Schulbus stehen. Oder, oder, oder. Da hilft es dann auch nur bedingt, dass der Urlaub ohne Flugreise stattfand.

Es ist auch klar, das Ruder herumreißen, das schaffen wir vor Weihnachten auch nicht mehr wirklich. Wenn ich im Moment so oft in der Radiowerbung höre, dass „die Geschenke dieses Jahr ein >bisschen< größer ausfallen dürfen“, quasi als Entschädigung für das verkorkste Jahr, dann denke ich: Aber (die Entschädigung besteht) nicht für die Kinder, sondern für die Geschäfte. Ja, ich weiß, diese Meinung ist kontraproduktiv, wenn man im Einzelhandel arbeitet. Aber Bücher gehen eben immer😉. die kann man nie genug haben. – Nein, im Ernst, klar ist es für viele Händler sehr wichtig, dieses Jahr noch mit einem profitablen Weihnachtsgeschäft abzuschließen, das ist unbestritten und das kann ich total nachvollziehen.

Der Mensch in mir, der aber schon lange unter der Last des Überflusses ächzt, der möchte laut rufen: „Schaltet doch mal einen Gang zurück!“ und feiert dieses Buch, das ich euch heute zeige. Schon allein das Vorwort, auf dem Foto oben rechts zu lesen, zeigt ganz gut, worauf es abzielt. Das Buch ist nicht dafür gedacht, dass man es von vorn bis hinten durchziehen muss (schadet aber auch nix, wenn man es tut), aber es sind viele schöne Tipps darin, wie man ohne großen Aufwand beispielsweise schöne Deko aus vorhandenen Materialien basteln kann, wie man sein Weihnachtsessen ohne tierische Produkte zelebrieren kann, oder auch, wie man dem Stress entfliehen kann (den man sich meist ja selbst macht) und statt dessen mit der Kernfamilie die Ruhe und Besinnlichkeit von Weihnachten (neu) entdecken kann. Nichts davon mit erhobenem Zeigefinger, aber mit Liebe und praktischen Informationen (zum Beispiel zum Thema fair gehandelte Weihnachtsbäume).

So sehr ich auch verstehen kann, weshalb gerade in diesem Jahr der Wunsch besteht, sich selbst zu belohnen, indem man sich vor dem Jahresendspurt einfach nochmal etwas schönes neues „gönnt“: dieser Ansatz des Innehaltens vor dem Fest, das für viele das schönste des ganzen Jahres ist, der gefällt mir sehr gut. (Ganz davon abgesehen, dass sich für sehr viele Familien überhaupt nicht die Frage stellt, ob es „etwas mehr sein“ darf, weil Kurzarbeit, mangelnde berufliche Perspektive oder die drohende Firmeninsolvenz im Raum steht.)

Bibliografische Angaben: Anna Brachetti, Einfach nachhaltig – Weihnachten, Verlag EMF, ISBN 9783-7459-0083-5, € 14,99 (Österreich € 15,50)

Tag 28 – Escape Adventures Adventskalender

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Heute stelle ich euch etwas vor, das ich selbst noch nicht kenne, jedenfalls nicht inhaltlich. Wäre ja auch zu doof, denn der 1. Dezember ist ja schließlich erst nächsten Dienstag, aber ihr sollt noch Zeit haben, euch diesen oder einen anderen Escape-Adventskalender zu besorgen (oder schenken zu lassen😉).

Also nur ganz kurz: Bei diesem vorgestellten Exemplar geht es um die Geschehnisse auf einer mittelalterlichen Burg. Wenn das nicht so ganz euer Thema ist, gibt es aber auch noch andere Themen. In derselben Aufmachung wie der vorgestellte ist auch noch der mystische Express zu bekommen, in Buchform kann man sich 24 Tage lang mit Dracula oder Sherlock Holmes beschäftigen. Das Prinzip ist immer dasselbe: erst wenn ein Rätsel gelöst ist, bekommt man mit der Lösung den Hinweis, wo es weitergeht.

Bibliografische Angaben: Adventskalender Escape Adventures – Die geheimnisvolle Burg, Frech Verlag, EAN 4007742180560, € 29,99

Tag 29 – Alle behindert

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Wenn du meinst, alle Behinderungen zu kennen, die in diesem Buch vorgestellt werden, dann kann ich dir versprechen: Du wirst überrascht sein. Oder wärst du vorher auf die Idee gekommen, dass Schönheitswahn oder Angebertum „Behinderungen“ sein könnten? Nein? Und warum eigentlich nicht? Denn wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, sind Menschen, die davon betroffen sind, in ihren Möglichkeiten oft genauso eingeschränkt als wenn sie im Rollstuhl sitzen, nur eben auf eine andere Art, die aber erstens oft nicht als Beeinträchtigung wahrgenommen wird und irgendwie gesellschaftlich akzeptiert zu sein scheint.

Die Botschaft des Buches ist ganz klar: Nicht nur Spastik, Trisomie 23 oder Blindheit stehen uns im Weg, wenn wir davon betroffen sind, ja, es kann sogar passieren, dass jemand durch eine „ganz alltägliche Macke“ sich selbst und anderen viel mehr im Weg steht.

Übrigens sind die einzelnen „Behinderungen“ sehr wertschätzend beschrieben, nicht nur auf Beeinträchtigungen reduziert, sondern auch besondere Begabungen werden vorgestellt. Ganz wichtig: Es werden immer die Menschen porträtiert, nicht die Behinderung an sich.

Bibliografische Angaben: Horst Klein/Monika Osberghaus, Alle behindert, Klett Kinderbuch, ISBN 978-3-95470-217-6, € 14,40 (Österreich € 14,40)

Tag 30 – Gier

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Kaum zu glauben, ich stelle euch heute ein Buch vor, bei dem mich auf den ersten Seiten der Story eine Gänsehaut überkam, so prophetisch kam es mir vor.

Aber der Reihe nach… Marc Elsberg ist bekannt für realistische, gut recherchierte und geplottete Wissenschafts- und Technik-Thriller. Es hätte mich also nicht so sehr überraschen sollen, dass er zu Beginn des Buches gleich so richtig einen raushaut. Ganz kurz schildere ich euch die Szene: Journalisten berichten von einer Demo in Berlin. Eigentlich geht es um Gerechtigkeit, um Geld für Menschen statt für wirtschaftliche Branchen, die nicht für ihre Solidarität mit einfachen Leuten bekannt sind. Aber die Demo geht im Chaos unter, es werden Molotowcocktails geworfen. Und dann taucht ein neuer Block an Demonstranten auf: Schlägertypen, die „Ausländer raus! Deutschland zuerst! Wir sind das Volk!“ krakeelen.

Rechtsextreme kapern Demonstrationen von ganz normalen Familien, denen das Einkommen wegbricht, „besorgten Bürgern“ und Antikapitalisten. Von Corona weit und breit noch keine Spur, und doch ersinnt der Autor ein Szenario, das wir in anderen Zusammenhängen inzwischen kennen. Daher das prophetische Gruseln…

Ich habe noch ein paar Seiten weitergelesen, in die Story hinein, die mit einem Wahnsinnstempo startet, aber ich habe es dann erstmal an die Seite gelegt. Nicht, weil ich es langweilig fand, im Gegenteil. Ich habe nur den Verdacht, dass mein Nervenkostüm für dieses Buch augenblicklich zu dünn ist, daher wandert das Buch auf den immer höher werdenden SUB.

Warum ich mich entschlossen habe, es trotzdem zu diesem Zeitpunkt in die Besprechungen aufzunehmen? Ganz klar: es hat ja nicht jede/r von euch so schwache Nerven, und eventuell werden auch noch ein paar Weihnachtsgeschenke für hartgesottene Thriller-LeserInnen gesucht. Die Thematik ist brandaktuell, es ist packend geschrieben und in allen gängigen Editionsformen erhältlich. Gebunden, Taschenbuch, Hörbuch-CD und Hörbuch-Download, eBook.

Ich bin mir sicher, die Zeit für ein ausführliches Stelldichein mit dem Buch wird auch bei mir noch kommen.

Bibliografische Angaben (TB): Marc Elsberg, Gier, Blanvalet Verlag, ISBN 978-3-7341-0558-6, € 12,- (Österreich € 12,40)

Tag 31 – Jesus klingelt

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Das Buch, das ich euch heute vorstelle, habe ich letztes Jahr von Sandra zu Weihnachten bekommen, mit dem freundlichen Hinweis „Vielleicht kannst du es nächstes Jahr für etwas gebrauchen“. Nun hat sie ja nicht ahnen können, dass in diesem Jahr fast die ganze Jugendarbeit mehr oder weniger brachliegt oder zumindest ganz anders abläuft als „normal“.

Aber doch, ich kann das Buch sehr gut gebrauchen, um damit ein bisschen schrägen evangelischen Humor und menschelnde Nachdenklichkeit in die Zeit der Dunkelheit zu bringen und natürlich, um es euch heute ans Herz zu legen.

Es beginnt schon schräg, wenn Gott meint, dass er eine Frau braucht und die Engel (wenn es denn unbedingt sein muss…) offensichtlich ganz andere Vorstellungen von der passenden Kandidatin haben als der Höchste selbst. Es geht weiter mit den unkonventionellen Ideen, wenn Gott der gesamten Welt die Energiezufuhr abdreht, damit die Menschen mal wieder zur Ruhe kommen und endet noch längst nicht mit dem „Brausefabrikanten“, der einen Mann im roten Mantel durch die Kamine schickt, aber die Besorgung der Geschenke an die Eltern der Kinder delegiert.

Lauter unkonventionelle Geschichten rund um das Thema Weihnachten mit allen möglichen Fragen, die Gott hypothetisch haben könnte zu der Art und Weise, wie wir heute meinen, dass Weihnachten so und nicht anders gefeiert werden müsste. Aber auch sehr nachdenkliche Impulse gibt das Buch, zum Beispiel in der Geschichte „Jakob lächelt“, in der es um das Verhältnis von Leben und dem Schmerz geht, der zum Leben nun mal dazugehört.

Das Buch ist für alle, die gern über den Tellerrand sehen, die sich auch mal ungewöhnliche Gedanken machen zu den Themen, die seit Jahrhunderten anscheinend in Stein gemeißelt sind oder die es einfach mögen, andere Blickwinkel einzunehmen. Ganz bestimmt nicht geeignet ist es dagegen für Menschen, die ihren Glauben absolut setzen, keine Abweichungen von Althergebrachtem dulden und zum Lachen in den tiefsten Keller gehen.

Bibliografische Angaben: Susanne Niemeyer, Jesus klingelt, Herder Verlag, ISBN 978-3-451-03215-8, € 10,- (Österreich € 10,30)

Tag 32 – Backen mit Kids

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Wenn ich mir dieses Buch ansehe, wünsche ich mir wahlweise, 10-20 Jahre in der Zeit zurückzureisen oder Enkelkinder😀. (Keine Angst Mädels, das war kein Wink mit dem Zaunpfahl. Ich wäre ja keine begeisterte Buchhändlerin, wenn mir nicht eine dritte Möglichkeit einfallen würde.)

Beim Anschauen fällt mir als erstes die pfiffige Gestaltung mit modernen Illustrationen auf, die sich von Weihnachtsbackbüchern à la „Zwergenstübchen“ (obwohl ich das auch mag) sehr wohltuend abhebt. Als nächstes treffe ich auf Grundlagenwissen, das hier so toll aufbereitet ist, dass ich es mir in manchem Grundbackbuch für Erwachsene so liebevoll erklärt wünsche.

Und das dritte ist die Aufteilung des Registers, denn das ist sortiert nach Zutaten und Teigarten. Ich kann also überlegen, was ich denn noch mit meinen unterschiedlichen Nussvorräten anfangen könnte oder zielstrebig sagen: „Heute möchte ich etwas mit Streuselteig backen“ (Womit wir bei den tollen Crumble-Rezepten wären, lecker!)

Die Rezepte sind so ausgesucht, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist, sie aber ohne Minimengen von irgendwelchen exotischen Zutaten auskommen, die man hinterher nie wieder braucht. Außerdem ist für unterschiedliche Ausdauerstufen der kleinen und großen BäckerInnen gesorgt, auch die motorischen Fähigkeiten können mit dem Benutzen des Buches gemeinsam wachsen.

Mein Fazit: Wenn ihr und eure Kids in den nächsten Tagen oder Wochen noch in Quarantäne müsst oder einfach nur so Spaß am Backen habt, dann besorgt euch das Buch. Ich werde dann mal mit Kathrin ausprobieren, ob man den Titel erweitern könnte auf „Backen mit Kids, Teens und Eltern“.

Bibliografische Angaben: Backen mit Kids – Weihnachten, Verlag EMF, ISBN 978-3-96093-858-3, € 15,- (Österreich € 15,50)

Tag 33 – Die Welt neu denken

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Heute mute ich euch einen älteren Beitrag noch einmal neu zu. Auch mit dem Abstand eines halben Jahres hat sich meine Einschätzung nicht wesentlich geändert, das Buch ist nach wie vor ein wichtiger Impuls. Vor allem ein Impuls, nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Natürlich ist es in der derzeitigen Situation schwierig, sich auch noch auf andere drohende Katastrophen zu konzentrieren neben dem, was uns seit einem Dreivierteljahr in Geiselhaft nimmt. Aber es ist notwendig, denn sonst werden wir in ziemlich kurzer Zeit vom nächsten Szenario überrumpelt. Im Nachgang dessen, was ich im Mai geschrieben habe, möchte ich heute hinzufügen: Leider wird immer noch herumgetüftelt, wie Probleme am besten in den Griff zu bekommen sind. Und leider ist es in manchen Bereichen immer noch so, dass zu sehr auf die Wirtschaft, vor allem die Autoindustrie, geschielt wird, während in anderen Bereichen (alles, was das Leben angenehm macht: Reisen, Gastronomie, Kunst & Kultur) anscheinend relativ bedenkenlos Existenzen aufs Spiel gesetzt werden.

Egal, ob es um die Folgen der Klimakrise oder der Pandemie geht, die Lösung kann und darf nicht sein, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander abzuwägen oder gar auszuspielen. Probleme von heute dürfen einfach nicht mehr mit Lösungen von vorgestern angepackt werden. Das Wachstumsmantra funktioniert nicht (mehr).

Bibliografische Angaben im Mai-Beitrag.

Tag 34 – Kingsbridge, Der Morgen einer neuen Zeit

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Du hast viel Zeit? Und magst historische Romane? Dann darfst du diesen Wälzer nicht verpassen, egal, ob du die anderen Romane aus der Kingsbridge-Reihe bereits gelesen hast oder nicht. Das Schöne ist nämlich, dass jeder dieser Titel in einer anderen Zeit spielt, sodass es nicht notwendig ist, eine Reihenfolge einzuhalten.

Historienschmöker sind ja gerade vor Weihnachten immer wieder gefragt. Wenn sich dann zur spannenden Unterhaltung aber auch noch historisches Wissen und Detailtreue (also: umfangreiche Recherche) gesellt, ist für mich zumindest der Lesespaß garantiert. Bei Autoren wie Ken Follett (und auch Rebecca Gablé) begeistert es mich, dass sie es schaffen, eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, die stimmig für die jeweilige Zeit ist, reale Zeitgeschichte einwebt und darin eingebettet absolut tolle Geschichten zu erzählen.

„Der Morgen einer neuen Zeit“ spielt vor der ersten Jahrtausendwende, in einer Zeit, als in England Raubzüge von Wikingern Angst und Schrecken verbreiteten und erzählt die Geschichte eines jungen Bootsbauers, der mit ansehen muss, wie sein Heimatdorf und viele Menschen, darunter seine Geliebte, zerstört werden. Er schafft es zu fliehen und baut sich traumatisiert eine neue Existenz auf. Wie das Schicksal es will, verliebt er sich in eine Normannenprinzessin…

Übrigens ist auch das Hörbuch ein Genuss. Da ich nicht den ganzen Tag nur lesen kann, höre ich es mir aktuell beim Backen, Kochen, Bügeln, Nähen… an. Sonst bin ich ja eher die Vorleserin, hier darf ich einfach mal zuhören.

Bibliografische Angaben: Ken Follett, Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit, Lübbe, ISBN 978-3-7857-2700-3, € 36,- (Österreich € 36,-)

Tag 35 – Winterzauber und Weihnachtszeit

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Ein klassisches Coffee Table Book, auch wenn du passenderweise eher einen schönen Punsch dazu genießen könntest…

Auf der Szene auf dem Foto oben rechts, sehr schick, sehr weiß, kämen Lucys schwarze Haare sicher super zur Geltung, während Kalles leider vollkommen untergingen. Für unsere Familie käme dieses Wohnzimmer also nicht unbedingt in Frage, aber unten rechts die Laube im urigen Ranchhaus-Stil könnte mir in unserem Garten echt gut gefallen.

Es werden verschiedene Themen angerissen, Deko für Innen und Außen, Aktionen für die ganze Familie wie lange Spaziergänge (im Schnee, naja, dafür müssten wir erst ziemlich weit fahren…) oder Bastelnachmittage. Plätzchenbacken, Weihnachtspost (richtig schön per Hand auf edlem Papier, dafür könnte in diesem Jahr sogar die Zeit vorhanden sein) und Teezeremonie finden ebenso Platz.

Auch Weihnachtsmenüs und Silvesterköstlichkeiten lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen, dabei blicken die Autoren des Buches auch geografisch ein wenig über den Tellerrand.

Es ist ein wunderschöner Bild- und Textband mit einigen konkreten Anregungen für alle, die so richtig Lust haben, den Advent zu zelebrieren und zu genießen. Beim Nachmachen unbedingt zu empfehlen: Erst überlegen, ob die Szenen kompatibel zu (Enkel-)Kindern und Haustieren sind😉. Im Zweifelsfall ist es stressfreier, das Buch öfter mal zur Hand zu nehmen statt selbst tätig zu werden.

Bibliografische Angaben: Wohnen & Garten (Hrsg.), Winterzauber & Weihnachtszeit, Callwey, ISBN 978-3-7667-2495-3, € 29,95 (Österreich € 30,80)

Tag 36 – Mein Jahr 2021

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Wir müssen auch mal über 2021 reden. Jenseits von allen Erwartungen, die wir an das nächste Jahr haben, Erwartungen von „Erstmal wird alles noch schlimmer, ehe es besser wird“ bis hin zu „es kann und muss ja nur noch besser werden“. Jenseits auch von allen Perspektiven, die sich für uns persönlich ergeben werden oder auch von einer drohenden Perspektivlosigkeit, die wir möglicherweise empfinden, eines ist sicher: Das Jahr wird kommen und es wird Termine mit sich bringen, die es zu verwalten gilt.

Ich selbst nutze unter anderem eine softwarebasierte Terminverwaltung, die sowohl Mails als auch Aufgaben, Projektmanagement und unterschiedliche Kalender unter einen Hut bringt und das Ganze dann an PC, Tablet und Handy zur Verfügung stellt. Das ist schon ziemlich komfortabel, aber es ergänzt die handgeschriebenen Notizen nur, weil ich weniger organisieren muss.

Was mir wichtig ist, trage ich nach wie vor am liebsten in ein Papierbuch ein, mit einem schön flüssig schreibenden Stift. Da ich auch kreativ bin, habe ich einiges ausprobiert: Das „Superbuch“, vor einigen Jahren das Nonplusultra, um alles auf die Reihe zu bekommen, das Bullet Journal, was sich für mich aber weniger als Kreativinstrument zum Zeitmanagement taugte als zum Zeitkiller (ich wurde unzufrieden damit, Zeit damit zu verbringen, meine Zeitplanung visuell zu gestalten), vorher nutzte ich auch konventionelle Terminplansysteme mit Ringbuch…

Sicher bin ich mir nur bei einer Sache: Wer schreibt, der bleibt. Heißt in meinem Fall, ich kann mir besser merken, was ich mit Hand aufgeschrieben habe, als etwas, das ich nur eingetippt habe, wo auch immer.

Für 2021 versuche ich es also mit dem Planer von Bianka Bleier, von der ich mir auch schon wertvolle Tipps zur Vereinfachung von Haushaltsabläufen geholt habe. Was mir daran gefällt? Zunächst die äußere Aufmachung, die wunderschön optimistisch gestaltet ist und Lust auf das neue Jahr macht. Aber auch die inneren Werte des Buchkalenders, der Platz bietet für vieles, was man auch im Bullet Journal unterbringt, praktische Listen für Verliehenes, Geschenkideen, Wünsche. Außerdem aber auch für Selbstreflektionen, Momente der Ermutigung, Gebetsanliegen. Jede Doppelseite enthält entweder ein schönes Foto für einen Augenblick der Meditation (ich liebe Bildmeditationen), ein Zitat oder einen Bibelvers. Sowie die ganz praktische und pragmatische Zeile „Wir essen heute…“. So ist für Körper und Seele gesorgt, beides gleichermaßen wichtig.

Mit diesem schönen Kalender- und Tagebuch nehme ich mir (mal wieder) vor, das Jahr auch tatsächlich jeden Tag schriftlich zu begleiten und zu durchleben, wohl wissend, dass es auch 2021 nicht immer gelingen wird. Sicher ist nur: ein so liebevoll gestaltetes Buch bietet mir mehr Anreiz als eine noch so schöne Kladde, in der ich selbst die Rahmenbedingungen erstellen muss . (Ich kann den Gedanken des Bullet Journaling gut nachvollziehen, habe eben nur im Selbstversuch festgestellt, „meins“ ist es nur sehr begrenzt).

Bibliographische Angaben: Bianka Bleier, Mein Jahr 2021, SCM Verlag, ISBN 978-3-7751-5938-8, € 12,- (Österreich € 12,40)

Tag 37- Die Rache der Weihnachtsgurke

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Heute begeben wir uns in den Thüringer Wald. In ein Dorf, wo Weihnachten unter der strengen Regie eines sei über 40 Jahren amtierenden Bürgermeisters für alle Bewohner des Dorfes Pflicht ist.

Protagonist ist ein ausgesprochener Weihnachtshasser, der unversehens in die Rolle des Nikolaus gedrängt wird und mit dieser natürlich entsprechend hadert. Dummerweise wird zu Beginn der Weihnachtssaisoneröffnungsveranstaltung der Pfarrer tot aufgefunden, was dem Bürgermeister die Regiesuppe gründlich verhagelt. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel:

Das Buch ist sicher nicht so sehr geeignet für alle, für die Weihnachten eine bierernste Angelegenheit ist, deren Traditionen auf keinen Fall in Frage gestellt werden dürfen. Alle anderen, zumal wenn sie etwas schrägen Humor und Wortspielereien mögen, dürften ihren Spaß haben, denn es ist nicht nur locker flockig geschrieben, sondern stellt auch die eine oder andere Frage in Richtung des „Das war schon immer so und das muss auch so bleiben“. Natürlich ist es eine leichte Lektüre, aber es steht ja auch nirgends geschrieben, dass Weihnachtsbücher immer gehaltvoll, besinnlich und bedeutungsschwanger sein müssen. Psst, manchmal darf man auch einfach ein bisschen Spaß haben…

Bibliografische Angaben: Julia Bruns, Die Rache der Weihnachtsgurke, dtv, ISBN 978-3-423-21846-7, € 10,- (Österreich € 10,30)

Tag 38 – Roberta verliebt

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Bereits der erste Satz im Buch hatte mich. Direkt ins Geschehen hineingeworfen: „Seit ein paar Stunden bin ich verliebt.

Bingo, Blitzeinschlag, Himmel voll Geigen. Wer von uns Müttern oder Vätern hat nicht die Erinnerung daran tief im Herzen eingeschlossen; vorher war da nichts, aber jetzt, da weiß man ganz genau, dieses Gefühl, diese Achterbahn, es verändert alles! Und genauso geht es Roberta, von der wir erst später erfahren, dass sie „erst“ elf Jahre alt ist. Na und, gibt es für Liebe ein passendes oder ein unpassendes Alter?

Auf jeden Fall durchlebt Roberta alle Phasen der Unsicherheit, ob Felix, der Neue im Kunstunterricht, vielleicht einfach nur schüchtern ist oder ob er sie nicht mag, denn er dreht immer wieder den Kopf weg, wenn sie ihn anspricht. Was sie natürlich nicht immer ganz geschickt tut, obwohl sie immer die besten Absichten dabei hat. Und so gibt es ein Hin und Her mit kleinen Annäherungen, Rückschlägen, Liebeskummer, gut gemeinten Ratschlägen von Mama, Beratungen auf Augenhöhe mit der besten Freundin (die ihr Wissen aber auch nur aus einschlägigen Foren hat). Ich verrate euch nicht, wie die Geschichte ausgeht, nur, dass sie bis zur letzten Seite Spannung enthält, sehr einfühlsam und doch den Ton einer Elfjährigen treffend geschrieben ist. Und dass sie sehr ansprechend illustriert ist, man kann sich mit diesen Zeichnungen sehr gut in die jeweilige Situation hineinfühlen.

Bibliografische Angaben: Judith Burger, Roberta verliebt, Gerstenberg Verlag, ISBN 978-3-8369-6016-8, € 13,- (Österreich €13,40)

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