Unberechenbar – 10.1.2021

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Die Themen des Tages sind: Probieren und studieren. Die Wörter des Tages: Spiel, Experiment, Ausprobieren, Entdecken, Risiko und Spekulation. Letztere nicht im Sinn von Börsenspekulation, sondern eher im Sinn von ergebnisoffenem „Spielen mit Gedanken und Ideen“ (S. 155).

Im Spiel lernen wir (hoffentlich), dass Ausprobieren und Experimentieren wichtig ist (z.B. beim Schach, wie wirken sich unterschiedliche Spielzüge auf den Fortgang des Spieles aus?), aber auch, dass die Bereitschaft zum Spiel automatisch auch das Risiko des Verlierens mit sich bringt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt ja sogar berühmt-berüchtigte Spieler, die ständig mitten im Spiel betrügen, manipulieren und sogar die Spielregeln ändern wollen…

Vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus diesem Kapitel ist für mich der berühmte Satz eines „Fußballphilosophen“ (Vereinstrainers), Dragoslav Stepanovich: „Das Lebbe geht weider.“ (S. 157) Falls du wie ich zu den Menschen gehörst, die nicht mit umfassendem und jahrzehntelangem Fußballwissen aufwarten können: 1992 war die Eintracht Frankfurt, die er trainierte, Titelanwärter auf die deutsche Meisterschaft. Doch ausgerechnet im entscheidenden Spiel gegen den Absteiger Hansa Rostock verlor die Mannschaft. Deutscher Meister wurde dann der VFB Stuttgart, dem Stepanovich sehr fair gratulierte und im Anschluss diesen weisen Satz sprach. Der orange Mann (irgendwie komme ich um den in den letzten Tagen nicht so recht herum) sieht das offensichtlich anders.

Also: ob Fußball oder andere „Spiele“, wir brauchen diese Erfahrungen, dass manches klappt und anderes nicht. Und dass das Leben trotzdem weitergeht, auch wenn manches anders abläuft, als wir bei der Planung dachten.

Kleine Anekdote am Rand: war bei mir heute auch so. Ich habe heute Vormittag sehr motiviert an meinem Sofakissen von gestern weitergearbeitet. Als ich dann schließlich die Rückseitenteile angenäht hatte (mit Overlockstich, um in einem Arbeitsgang auch zu versäubern) und das Kissen gewendet hatte, stellte ich fest: Ich hatte die Rückseite an die verkehrte Seite genäht. Beim Wenden offenbarte sich die Innenseite des Vorderteils außen, die schöne bunte Außenseite verschwand im Kisseninneren🙈🥺. Ich brauchte zum Auftrennen der Nähte die Hälfte von „Der Herr der Ringe – die zwei Türme“. Naja, das Lebbe geht weider…

Autor: Annuschka

Ostwestfälisch beharrlich, meistens gut gelaunt, Buchhändlerin, Ehefrau, Mutter von drei tollen Töchtern, Hundemama, Jugendarbeiterin (in zeitlicher Reihenfolge des Auftretens). Mit vielen Interessen gesegnet oder geschlagen, je nach Sichtweise ;-)

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