Nachdenklich und etwas beschämt…

… schreibe ich meinen 401. Artikel hier. Und wieder ist es

|Werbung, unbezahlt|

denn ich habe nach ein paar Tagen, an denen ich mich mit anderen Themen beschäftigt habe (das musste einfach mal sein, es wurde zu viel), die Lektüre an „Mensch, Erde“ wieder aufgenommen.

Puh, es ist teilweise heftig. Am Anfang dachte ich noch, da sind wir fein raus, denn wir halten alle nicht viel von „Fast Fashion“, selbst unsere Töchter trugen von Klein auf ihre Klamotten oft, bis ich sie ihnen wegnehmen musste. Nicht weil sie kaputt waren, sondern damit die Leute nicht meinten, wir könnten uns keine passende Kleidung für unsere Kinder leisten. Lieber fünf Lieblingsteile, die man unendlich waschen und anziehen kann als zehn Billigshirts, bei denen nach zwei Wäschen die Nähte auf Bauch und Rücken sitzen und sich nach weiteren drei Waschmaschinenrunden dieselben komplett auflösen.

Heftig schlucken musste ich aber, als es um das Thema Daten, Digitalisierung und vor allem Streaming ging. Denn ich muss gestehen: ich höre wahnsinnig gern Podcasts. Naja, dafür habe ich kein Netflix, aber ich blogge und ich lese andere Blogs. Alle diese Aktivitäten verbrauchen Unmengen an Strom, direkt für den Datenverkehr und indirekt für den Betrieb der immer größeren Serverfarmen, die alles verwalten müssen, was uns so wichtig erscheint. Ich war lange nicht so froh darüber, wenigstens meine zahlreichen Lieblingsfilme immer noch auf DVDs zu sammeln, die muss ich nicht immer wieder übers Netz liefern lassen. (Auf der anderen Seite hamstere ich dadurch natürlich auch wieder Dinge, die irgendwann einmal entsorgt werden müssen, wenn nicht von mir selbst, aber spätestens von meinen Erben…)

Coffee to go wenigstens vermeide ich und jedes Familienmitglied hat bereits seit langem sowohl eine Wasserflasche als auch einen Thermosbecher aus Edelstahl, wenn sich das Mitnehmen von Heiß- und Kaltgetränken als sinnvoll erweist. Und wir wohnen in einem (Teil-)Fachwerkhaus, einem alten Bauernkotten, der seit über 200 Jahren bei jedem Wind vor sich hin knarzt, immer noch viel Lehm und Stroh, Sandsteine und grobe Eichenbalken enthält (und wo das allein irgendwann nicht mehr hielt, schmierte meine Mutter bevorzugt Gips hin😅), Beton findet man hier nicht. Aber für alle ist das ja eher nicht die Lösung, so viele alte Katen gibt es nun mal nicht. Und nicht jeder kommt mit dem Geknarze zurecht (ich dagegen brauche es, es zeigt mir, dass unser Haus gewissermaßen „lebt“).

Das war’s für heute. Im Ausblick auf das nächste Kapitel fällt mein Blick auf das Stichwort „Lastenfahrrad“ und ich bin gespannt, ob Eckart von Hirschhausen dabei das „Rote Tuch“ in den Medien der letzten Tage schon vorhergesehen hat…

Und natürlich auch hier wieder der Hinweis, wie dieses Lesetagebuch begonnen hat.

Autor: Annuschka

Ostwestfälisch beharrlich, meistens gut gelaunt, Buchhändlerin, Ehefrau, Mutter von drei tollen Töchtern, Hundemama, Jugendarbeiterin (in zeitlicher Reihenfolge des Auftretens). Mit vielen Interessen gesegnet oder geschlagen, je nach Sichtweise ;-)

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