Jetzt geht es ans Eingemachte,…

… denn in den beiden letzten Kapiteln dreht es sich zunächst um das, was wir in den sozialen Medien auch dauernd tun: Reden (bzw. Schreiben) und noch wichtiger: Zuhören (bzw. Lesen)! Ersteres auf jeden Fall, beim zweiten hoffe ich es zumindest. Und dann in Kapitel 12 wird aus der Kommunikation die Tat. Nur durch Anpacken wird aus der ganzen grauen Theorie auch praktisches Handeln.

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Bevor es aber praktisch wird, kommen erst noch ein paar teils unangenehme Fragen, zum Beispiel, warum es so schwierig ist, den inneren Schweinehund zu überwinden. Oder sein Verhalten zu ändern. Warum wir eigentlich immer geneigt sind, zu sagen: „Aber XY ist viel schlimmer als ich. Soll der/die doch anfangen…“

Ein Grund ist möglicherweise, dass zu häufig „Klimawandel“ gesagt wird. Es wird doch, gerade in der Zeit vor der Bundestagswahl, immer davon gesprochen, dass einige sich „wandeln“ sollen. Und nun ist das auch wieder nicht richtig? Krise oder Katastrophe, diese Ausdrücke, die viel besser beschreiben, was vor unseren Augen passiert, werden lieber umgangen, denn das klingt so apokalyptisch. So ähnlich wie bei „global“, das hat was von „weit weg, jedenfalls nicht hier“.

Ein anderer Grund ist, dass wir zum Understatement neigen: „Was kann ich kleiner, einzelner Mensch denn tun? Ich bin doch nur ein Rädchen im Getriebe…“ Diese Denkweise kaschiert an sich nur unsere Trägheit, Faulheit, unser Bedenkenträgertum. Wir können genau das tun, was ein Mensch tun kann. Und wenn wir genügend kleine Rädchen mit genügend Sand im Getriebe sind, dann läuft die große Maschinerie eben nicht mehr wie geschmiert.

Es folgen einige Ansätze, wie man beginnen kann, bewusster mit Ressourcen aller Art umzugehen. Dieses Vorgehen vereinfacht die Sache: Beginne mit etwas, das dir wichtig ist. Egal was. Ob plastikfreieres Leben, mehr Fahrrad und weniger Auto, öfter selber kochen, beim Biobauern einkaufen… egal. Hauptsache anfangen. Der Rest kommt dann.

Ich muss gestehen, ich bin gerade ein bisschen überfordert, alles wiederzugeben, was mir wichtig erscheint, aber andererseits geht es darum ja auch nicht. Ich hoffe, euch „Appetit“ auf das Buch zu machen. Und ein ganz kleines bisschen hoffe ich auch, dass ihr es noch vor dem 26. September lest und euch ganz genau überlegt, wem ihr das Wohl unserer Zukunft am ehesten anvertrauen wollt.

Und noch einmal der Verweis auf den Beginn des Lesetagebuches, wer hier Quereinsteiger ist, kann von dort an nochmal alle Kapitel verfolgen.

Autor: Annuschka

Ostwestfälisch beharrlich, meistens gut gelaunt, Buchhändlerin, Ehefrau, Mutter von drei tollen Töchtern, Hundemama, Jugendarbeiterin (in zeitlicher Reihenfolge des Auftretens). Mit vielen Interessen gesegnet oder geschlagen, je nach Sichtweise ;-)

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