Music

„Mit Musik geht alles besser“. In den letzten zwei Jahren habe ich das leider zu oft vernachlässigt. Irgendwann bin ich zum News-Junkie geworden, statt meinen Wohlfühlzustand mit den unterschiedlichsten Musikstilen zu erreichen, habe ich mir Nachrichten, Wissen und Philosophie reingezogen.

Heute habe ich mir mal wieder eine Playlist mit All-Time-Favorites angehört, und genau der Song „Music“ hat mich sehr eindrücklich daran erinnert, was ich eigentlich viel lieber höre und was auch in schwierigen Situationen viel heilsamer ist als sich mit Krisenberichten vollzudröhnen!

„Music“ gibt ein Lebensgefühl wieder, das ich gut nachvollziehen kann, obwohl mein Musiklehrer es nie geschafft hat, mir mehr als die C-Dur-Tonleiter beizubringen. Ich hörte alles mögliche von Rockabilly bis KISS, von Marillion über YELLO bis „Kuschelrock“; außer Volksmusik und Heino war kaum etwas sicher vor mir.

Symphonischer Bombast-Rock, Gospel, lateinamerikanische Tanzmusik, Adriano Celentano, Rondo Veneziano, Smetana oder Neue Deutsche Welle, Time Warp oder Motown: ich war relativ wahllos, Hauptsache, es riss mich mit. Für jede Stimmung der passende Soundtrack.

Es wird Zeit, dass ich da wieder hinkomme!

Nichts halbes und nichts ganzes?

Oder auch: Übergang. Wir sind noch im Winter, aber der Frühling schickt schon erste Grüße, mehr oder weniger zaghaft.

In der Pandemie stehen die stärksten Lockerungen seit zwei Jahren vor der Tür, aber ob wir uns trauen (und ob es sinnvoll ist), hindurchzugehen, wissen wir nicht.

Es herrscht ein Krieg – in Europa, nicht weit weg in anderen Erdteilen. Wir sind unsicher, wir möchten gern an ein baldiges Ende glauben, aber haben gleichzeitig Angst vor zu viel Optimismus.

Wir haben Informationsquellen in einer Fülle wie noch nie in der Menschheitsgeschichte, aber wissen nicht so recht, welchen wir vertrauen können oder wollen.

Wir haben das verfügbare Wissen der Welt in Datenbanken angehäuft, in einer immer schnelleren Geschwindigkeit, und fühlen uns doch ohnmächtig.

Wir haben Erkenntnisse, aber was wir uns wünschen, sind Gewissheiten. Wir haben Fragen und wollen Antworten.

Wir leben in einer Zwischenzeit. Musikalisch passend dazu ein Passionslied:

Zauber…

Eine neue Woche mit dem Fotoprojekt von Wortman. Das Wort lautet ZAUBER. Das erste, was mir einfiel, war die erste Zeile „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ des Gedichtes Stufen von Hermann Hesse. Aber es gibt ja auch noch ganz andere zauberhafte Momente.

Ganz persönlich erlebe ich immer wieder eine Art von Zauber, wenn ich mitten in der freien Natur unterwegs bin. Ein Zauber, der vom Staunen und der Ehrfurcht herrührt: So unglaublich vielfältig, bunt, formenreich, winzig klein oder riesig groß ist unsere Welt! Daher habe ich für diese Woche ein paar Fotos aus dem Müritz-Nationalpark herausgesucht, die ich für geeignet halte, dieses Staunen ein wenig zu illustrieren.

Der erste Frühjahrs-Vollmond, also der Vollmond vor Ostern, über dem Useriner See hat mich immer wieder fasziniert.
Die Morgensonne, die verheißend den neuen Tag ankündigt, voller Entfaltungsmöglichkeiten.
Die Havel zwischen Ziegenwinkel und Görtowsee im Herbst. Aus der Perspektive im Kajak ist der Mensch ganz klein und in die Landschaft eingebettet. Ruhe, nur von Vogelgezwitscher und den leisen Geräuschen der eintauchenden Paddel unterbrochen (wenn man nicht gerade in den Sommerferien unterwegs ist). Der Geruch nach Waldboden, Wasser und Pilzen. Dann und wann ein Tier, das dich genauso neugierig beäugt wie umgekehrt.

Ich höre jetzt mal besser auf, bekomme gerade einen akuten Anfall von Sehnsucht gepaart mit Augenpipi…

Regenpause

Vor langer Zeit bedeutete das Wort „Regenpause“, dass wir nicht auf den Schulhof mussten, sondern im Klassenzimmer oder auf den Fluren sitzen und dort Karten spielen, lesen oder stricken durften. Heute heißt es, dass ich meiner Schulter, die nach Monaten des Besserns seit einiger Zeit wieder Zicken macht, einen Tag Ruhe gönne.

Das sonnige Wetter der letzten Tag hatte dafür gesorgt, dass ich mich eifrig auf die ersten Gartenarbeiten des Jahres stürzte: Schneiden, Holz aufsammeln, das noch von den Stürmen herumlag, vertrocknete Brennnesseln des letzten Jahres zusammenharken… Und ungeachtet der Tatsache, dass manche Bewegung nicht so durchführbar war, wie ich es wollte, war ich glücklich und zufrieden damit, draußen herumzuwerkeln.

Naja, also Pause heute. Aber als ich am Morgen aus der Haustür trat und den unvergleichlichen Duft in die Nase bekam, den einsetzender Regen auf trockenen Böden verursacht, da spürte ich auch einen Glücksmoment. Ich konnte ihn schnuppernd genießen, denn Freude und Glück kann sich in sehr gegensätzlichen Situationen zeigen. Das rufe ich mir gerade jetzt in Erinnerung, wo in der Außenwelt Pandemie mit wieder einmal steigenden Inzidenzzahlen einerseits und ein näher rückender Krieg andererseits herrschen. Denn wann können wir zufriedene, ja glückliche Momente besser gebrauchen als in solchen Situationen? Sie erscheinen uns kostbar, vielleicht genießen wir sie sogar aus lauter schlechtem Gewissen (dass es uns persönlich noch gut geht) nur sehr vorsichtig, aber gleichzeitig auch viel intensiver als in sowieso schon überschwänglichen Zeiten.

Nur mal so beim Krautsalat schnippeln in den Montagmorgen gedacht.

Herausforderung

Wortman hat für sein Fotoprojekt ein neues Stichwort: Ordnung.

Uff! Ich habe ja viele Fotos auf der Platte und möglicherweise, wenn ich die vielen Ordner in Ruhe durchsehe, finde ich bestimmt auch ein Paradebeispiel für Ordnung.

Ich habe mich aber entschieden, mich ein kleines bisschen zu outen, denn ich kriege es augenblicklich nicht gebacken, auf meinem Schreibtisch für Ordnung zu sorgen, der Kipppunkt (hm, sieht merkwürdig aus mit dem ppp) ist noch nicht erreicht. Leider entspricht der Zustand des Schreibtisches aktuell dem Zustand meines Gehirninhaltes, aber ich kann mich nicht aufraffen, dieses zu ändern.

Die Abwesenheit von Ordnung funktioniert so lange, wie ich noch einigermaßen geradeaus denken kann😔

Da ist es zumindest gut zu wissen, wenn es mich dann packt, dann wird es hinterher fast akribisch sauber und genau sein. Ich schätze mal, mein Problem ist, dass ich mir vorgenommen habe, das Büro grundlegend neu zu organisieren, ein neues Ablagesystem einzuführen und ich den Anfang von dem Knäuel nicht finde.
Also: Ordnung ist ausverkauft, kommt demnächst wieder rein. Möglicherweise könnte ich auf einen Schlag die Papierknappheit beseitigen?

Naja, niemand ist perfekt…

Per Pedes

Zur Schreibeinladung von Christiane geht es hier. Ich brauchte etwas Ruhepause, musste Gedanken sortieren und so, daher habe ich zwischenzeitlich ausgesetzt. Aber jetzt:

Die Sonne schien auf den Platz am Marktbrunnen, als ich die Buchhandlung abgeschlossen hatte und auf die Straße trat. Heute war ich ohne Auto hier, also blieben mir die Möglichkeiten Bus fahren oder laufen. Bus nach der sechsten Schulstunde bedeutete viele wuselnde Schüler, Geschubse und viel Lautstärke; laufen hieße, an der vielbefahrenen Bundesstraße entlang zu marschieren.

Da ich die letzten drei Stunden mit FFP2-Maske verbracht hatte und keine Lust mehr darauf hatte, entschied ich mich trotz allem für den Fußweg. Ich hatte Glück: Obwohl die Luft noch ziemlich rau war, vor allem dort, wo die Sonne nicht hinkam, blitzten an manchen Stellen  im Gesträuch die ersten Forsythienknospen hervor, als ich den Zubringer zur Bundesstraße entlangging. Es dauert vermutlich nicht mehr lange, dann blühen sie auch. Aufhalten lässt sich der Frühling nicht mehr durch den Frost!

Ein paar Hundert Meter weiter zückte ich sogar mein Handy für ein paar Fotos, ich kam nämlich am alten Stolleneingang vorbei. Dort wird seit einigen Jahren eine Dokumentationsstelle für die U-Verlagerungen während des zweiten Weltkrieges eingerichtet, vor der Pandemie gab es auch Führungen in den Berg hinein. Mir fiel auf, dass die Kälte, die dort früher selbst an den heißesten Sommertagen aus dem Berg strömte, fehlte. Na klar, man hatte ein massives Tor eingebaut, vermutlich, weil dort immer wieder mal unbefugt Leute ein Abenteuer suchten und dabei die Fledermäuse störten. Den Stollen will ich auf jeden Fall mal besichtigen, wenn es wieder möglich ist.

So wanderte ich also zu Fuß neben Bundesstraße und Bahnstrecke durch die Porta Westfalica, von der Südseite des Gebirges auf die Nordseite, freute mich, dass der Verkehr heute eher wenig war und kam nach einer guten halben Stunde zuhause an. Und war ganz froh darüber, meine drei Zylinder (Fiat 500) zur Abwechslung mal gegen eine AS (Anja-Stärke) getauscht zu haben.

(299 Wörter)

Ein paar Hintergrundinformationen über den Stollen habe ich auch parat:

Leider mit „Überkaro“: Die Infotafel.
Der ehemalige Stolleneingang, vermauert und mit massivem Tor. Oben rechts in der Mauer ist das Fledermaus-Flugloch zu erkennen (als schwarzer Punkt)

Die Abbruchkante des Gebirgszuges oberhalb des Tores.

Wir irren uns empor

So oder so ähnlich lautete ein Satz in dem Buch „Denkt mit!“ von Harald Lesch und Klaus Kamphausen, in dem es um Naturwissenschaft geht. Nach fast zwei Wochen Krieg „Spezialoperation“ in der Ukraine habe ich auf ganz vielen Gebieten das Gefühl, der Satz ist universell einsetzbar.

Beispiele gefällig? Okay, here we are (Fast ohne Wertung übrigens, einfach nur Beobachtungen):
Als ab 2015 syrische, afghanische und irakische Flüchtende nach Deutschland kamen, war auf der einen Seite die Hilfsbereitschaft groß, aber auf der anderen Seite wurden die Menschen in Heime/Auffanglager gesteckt und durften bis zur Klärung ihres Status nicht arbeiten, nicht zur Schule gehen, ihre Abschlüsse waren nichts wert, sie bekamen auch nicht unbedingt sofort Sprach- und Integrationskurse. Wenn jetzt Menschen aus der Ukraine kommen, dann bekommen sie das alles UND DAS IST GUT SO! Denn die Verantwortlichen haben gelernt. Natürlich ist es im Nachhinein noch schade, dass es vor 7 Jahren nicht so war, denn die allgemeine Akzeptanz der Neubürger wäre sicher später größer gewesen, wenn es nicht geheißen hätte „Die sind ins Sozialwesen eingewandert“. Oder in der heutigen, noch perfideren Sprechweise „Jetzt kommen wenigstens echte Flüchtlinge“, was mich echt auf die Palme bringt, denn ich mag es nicht, Menschen, die ihr Zuhause verlassen müssen, in solche Schubladen zu sortieren.
Allerdings erinnere ich mich an einige Äußerungen, die ich 2015 zu hören bekam, von Mitmenschen, die in den 1990er Jahren aus ehemaligen Sowjetrepubliken übergesiedelt sind und der Meinung waren, den Nahost-Flüchtlingen werde jetzt alles „in den Hintern geschoben“, sie hätten damals keine Kühlschränke und Waschmaschinen bekommen…
Auch hier muss man sagen: Ja, das war sicher nicht richtig durchdacht alles, aber immerhin hat man daraus gelernt. Denn eigentlich, wenn man es so richtig konsequent weiterdenkt, verläuft die gesamte Entwicklung des menschlichen Zusammenlebens so: etwas wird erfunden oder eingeführt, kommt einigen wenigen zugute, es bewährt sich, wird Standard, und der ganze Weg beginnt mit etwas Neuem wieder von vorne. Auf diese Weise sind wir dort gelandet, wo wir heute stehen. Und ehrlich gesagt, ob das alles immer nur positiv zu bewerten ist, das kann bei ziemlich vielen Standards, die wir heute haben, getrost hinterfragt werden.

Ganz anderes Thema: Nach dem Ende des kalten Krieges war nicht nur für viele Regierenden, sondern für sehr breite Bevölkerungsschichten doch nicht mehr denkbar, dass es auf europäischem Boden (und warum zum Henker denken wir Europäer eigentlich, wir wären der Nabel der Welt, gibt es doch an allen Ecken und Kanten der Welt immer wieder kriegerische Konflikte) so etwas wie Krieg geben könnte.
Man sonnte sich in dem Bestreben, Wandel durch Handel herbeizuführen und in der Hoffnung, das Weltkapital möge für prosperierendes Wachstum aller Orten sorgen. Jeder ist seines Glückes Schmied!
Die Umwelt? Ach ja, da war doch was, aber da kümmern wir uns später! Erstmal Wohlstand für (fast…) alle! Oder doch nicht?
Wir haben doch noch massig Zeit! Es reicht, wenn das unsere Kinder und Enkel irgendwann ausbaden, wir lassen es noch mal richtig krachen!

Und jetzt haben wir den Salat. Konnte doch keiner ahnen. Oder?

Schlagschrauber

Etwas verhalten, der Sonntagmorgen, es ist kalt (Kalle trinkt früh am Tag immer gern eine Portion Regenwasser aus einem Eimer, musste aber heute mal wieder mit Wassereis vorlieb nehmen😅) und die Sonne hat sich offensichtlich auch gedacht „Heute ist Sonntag, ich schlafe mal ein, zwei Stündchen länger“. Im alten Nussbaum, der schon ziemlich morsch ist, aber durch die windgeschützte Lage hinter dem Haus immer noch recht rüstig, ist der Specht aktiv.

Ich hatte ihn im Visier, leider nur mit der Handykamera, zu sehen in der Mitte des Fotos:

Ich hatte Bammel, dass er nicht so lange sitzen bleibt, bis ich den Fotoapparat geholt habe, der im Büro liegt. Also ist er zwar leider etwas unscharf, aber zumindest dokumentiert. Noch interessanter als das Bild, das er abgibt, finde ich die Geräuschkulisse, denn wenn er hämmert, hört er sich an wie ein Schlagschrauber, mit dem man Radmuttern anzieht. Und so schnell, wie er auf den Baum einkloppt, kann ich überhaupt nicht gucken. Auch so ein Wunderwerk der Schöpfung: Wir Menschen hätten bei solcher Essensbeschaffung ständig eine Gehirnerschütterung, wenn nicht mehr.

Und sonst so? Lese ich mal wieder zwei interessante Sachbücher gleichzeitig abwechselnd (und einen englischen Krimi abends zum Einschlafen), die auf den ersten Blick total gegensätzlich sind, sich aber tatsächlich unheimlich gut ergänzen:

Nicht nur, weil das eine ein ganz normales, raschelndes, anfass- und riechbares Buch und das andere ein eBook ist, sondern weil es um die so ziemlich gegensätzlichsten Fortbewegungsarten geht. Ich werde demnächst ausführlich berichten, möglicherweise auch wieder als Lesetagebuch. Mal sehen.

Einen schönen Sonntag euch allen.

Des Wahnsinns fette Beute

Es gab eine Zeit, da konnte ich einiges gut nachvollziehen, was in der Neuen Zürcher Zeitung zu lesen war. Seit einiger Zeit blicke ich da wesentlich differenzierter drauf, mitunter kommen mir die Berichte und Kommentare etwas reaktionär vor.

Aber heute gibt es folgenden Kommentar:

https://www.nzz.ch/meinung/springer-chef-mathias-doepfner-blaest-zum-angriff-ld.1673017?fbclid=IwAR3PRT0Ve8MJR9qDUiJBWlrxhlF2kzztSQ0tDKx3rykPTo1vZIZfmrs-CkA

und mir blieb im ersten Augenblick die Luft weg, im zweiten konnte ich nicht anders, als dem Schreiber des Kommentars zustimmen. Mir liegen ziemlich unanständige Ausdrücke auf der Zunge, die ich nicht verwenden will, aber ich kann nicht anders als mich zu fragen, wie lange wir eigentlich noch hinnehmen wollen, dass solche Menschen als „seriöse“ Journalisten bezeichnet werden!

Mittellandkanal

Das Wasserstraßenkreuz in Minden fasziniert mich seit meiner Kindheit. Mit etlichen Verwandten und Bekannten habe ich seitdem schon Fahrten mit einem Fahrgastschiff dort unternommen, mitsamt Schleusung in die Weser. Natürlich war es ganz besonders spannend, als ich selbst noch Kind war. Aber auch als Erwachsene, die ihren eigenen Kindern dieses technische Meisterwerk nahebringen wollte, fand ich es immer lohnenswert.

Am Mittwoch, den 2. März 2022 sind die Fotos oben entstanden. Ich hatte in Minden eine knappe Stunde Wartezeit und habe das wunderbare Wetter genutzt. Auf den ersten beiden sieht man die alte sogenannte „Schachtschleuse“ mit den imposanten Türmen aus Wesersandstein. Die neue, größere Schleuse ist direkt rechts daneben, fällt aber kaum auf bis auf den grünen Mast, der direkt an der neuen Schleusenkammer steht. Ab Bild 3 ist die Sicht in Richtung Osten, nach Hannover hin. Dort wird die Weser überquert, und zwar gibt es die „Alte Fahrt“ und stromabwärts (links) daneben die „Neue Fahrt“, die notwendig wurde, damit Europaschiffe passieren können (das war auch der Grund für die neue Schleuse). Sieht man auf den Bildern 3-5. Bild 6 zeigt das Frachtschiff, das aus Richtung Hannover kam und dann zur Schleuse abbiegt, weil es wahrscheinlich die Weser abwärts Richtung Nienburg oder Bremen befährt. Es ist zwar ein Schüttgutfrachter, aber etwas zu groß, um weseraufwärts zu fahren.

Auf dem 7. Foto sieht man die „Alte Fahrt“, die nur noch für die Fahrtgastschiffe genutzt wird und ansonsten Trainings- und Regattastrecke für den Bessel-Ruderclub und die Drachenboote der KSG ist. Deswegen ist auf dem kleinen Stichkanal (Bild 8), der zum Pumpwerk (Bild 9+10) führt, ein Sportbootanleger zu sehen. Das Pumpwerk (übrigens ein wunderschönes Industriedenkmal, oder?) sorgt über den Weserdurchstich (Bild 11) für einen gleichbleibenden Wasserstand im Kanal.

Die nächsten Fotos (12-14) zeigen die alte Kanalbrücke, die jetzt bereits seit über 100 Jahren steht und neben dem Kanal auch noch einen Fuß- und Radweg hat. Auf dieser Brücke stehe ich für die Fotos 15-20. Auf Bild 15 blicke ich weseraufwärts, 16 zeigt noch einmal das eigentliche Wasserstraßenkreuz, 17 ist ein Blick nach Süden auf die Porta Westfalica: links davon das Wesergebirge (zieht sich ungefähr bis Hameln) mit dem Fernsehturm, rechts das Wiehengebirge (bis Osnabrück) mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Die Porta Westfalica ist der Durchbruch durch diese beiden Mittelgebirgsketten, wo sich die Weser aus dem Mittelgebirge einen Weg in die norddeutsche Tiefebene bahnt.

Bild 18: Die Weser fließt hier von rechts nach links durchs Bild, der Wasserweg in der Mitte ist die Zufahrt zu den verzweigten Mindener Industriehäfen. 19 und 20 zeigen das Pumpwerk von der gegenüberliegenden Seite. Wunderschön und mit Schachtschleuse und Pumpwerk ein Gesamtbild liebevoller Baukultur ist der Brückenkopf (Bild 21), davon gibt es insgesamt vier Stück. Die Fotos 22 und 23 zeigen nochmals den Stichkanal und die Alte Fahrt, und Bild 24 ist die Ansicht des Ganzen von oben (Quelle: Google Earth).

Es macht Spaß, sich zur Abwechslung mal wieder mit der Geschichte der eigenen Umgebung zu beschäftigen, außerdem macht es mir einmal mehr bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, in Frieden und Freiheit über seine Zeit bestimmen zu können. Gerade in den letzten Tagen ruft es in mir große Dankbarkeit hervor und ich denke, wir alle, die wir den zweiten Weltkrieg nicht miterlebt haben und hier in Mitteleuropa von kriegerischen Auseinandersetzungen weitestgehend verschont blieben, wissen oft gar nicht so recht, was das wirklich wert ist.

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