Alptraum

Symbolbild: Pixabay

Kennt ihr das, wenn man von einem Traum gefangen gehalten wird, zwischendurch aufwacht, denkt „So ein Schwachsinn“ und dann geht der Traum genau an der Stelle weiter, wo man wachgeworden ist? Als wenn man beim Video die Pausetaste gedrückt hätte. So einen Traum hatte ich letzte Nacht.

Ich war auf der Buchmesse und suchte erst einen bestimmten Verlag und zweitens meine Mitfahrgelegenheit nach Hause. Die Mitfahrgelegenheit war eine Betriebsberaterin (die es vor einem Vierteljahrhundert wirklich gab, bei der wir zu Messezeiten auch öfter übernachteten, die aber leider schon lange Jahre nicht mehr auf dieser Buchhändlerwelt weilt). Der Verlag versteckte sich vor mir, ich entdeckte massenhaft andere dafür, aber genau der gesuchte war nie dort, wo er laut Programmheft sein sollte. Dafür kämpfte ich mich durch Menschenmassen und riesige Stände, die eher wie ein Sammelsurium aus diversen Drogerieketten wirkten, auch von der Artikelauswahl her. Ich fand beim Marvel-Stand lebensgroße Pappfiguren der Avengers, mit denen man Selfies machen konnte (fragt lieber nicht, wieso DIE in diesem Traum auftauchten, ich habe keine Ahnung …).

Es gab zu wenige Toiletten (das ist tatsächlich oft so, gerade bei den Damen) und ich verlor meinen Begleiter, einen entfernten und irgendwie gesichtslosen Bekannten (wieso gerade so jemand dabei war, erschließt sich mir auch im Nachhinein nicht richtig), der mir noch einen Berg Kleingeld in die Hand drückte: ich solle mir ein Eis holen und dann verschwand wie ein Dschinn (aha, vermutlich deswegen: er war einfach unwichtig). Und dann irrte ich durch Parkhäuser und über den Innenhof des Messegeländes, wo ich aber nicht die üblichen fliegenden Händler fand, sondern über halb eingebuddelte, fruchtgummiweiche U-Bahn-Züge stolperte, die farblich gestaltet waren wie das Kostüm von Iron Man. Hilfe!

Glücklicherweise konnte ich meinen Mann anrufen, der zuhause auf mich wartete und über dessen telefonischen Support ich sehr erleichtert und dankbar war – bis ganz plötzlich mein Handy-Akku alle war und mir bewusst wurde, dass ich nun nicht mal mehr ein Zugticket würde kaufen können…

Glücklicherweise war es in diesem Augenblick 5:25 Uhr und mein Wecker ging an. Irgendein ständig im Radio gespieltes Lied katapultierte mich ins Hier und Jetzt. Erleichterung. Wer weiß, sonst irrte ich womöglich als Nervenbündel immer noch in Frankfurt herum und fragte „Haste mal ’n Euro?“

Autor: Annuschka

Ostwestfälisch beharrlich, meistens gut gelaunt, Buchhändlerin, Ehefrau, Mutter von drei tollen Töchtern, Hundemama, Jugendarbeiterin (in zeitlicher Reihenfolge des Auftretens). Mit vielen Interessen gesegnet oder geschlagen, je nach Sichtweise ;-)

5 Kommentare zu „Alptraum“

    1. In letzter Zeit habe ich viele wilde Träume, aber ich kann mich nicht immer so klar daran erinnern.
      Schlimmer waren die hellsichtigen Träume in meiner Jugend, da ist einige Male etwas eingetroffen, zum Beispiel der Tod meines Vaters und ein Unfall, den wir im Urlaub hatten. Danach wollte ich nicht mehr träumen… Aber diese Zeiten sind zum Glück vorbei.
      Viele Grüße zurück.

      Gefällt mir

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