Fragen über Fragen

Immer wieder neuer „Heißer Sch..ß“, der knapp wird. Heute ist es Kohlensäure und die Presse fragt, ob es demnächst „Stilles Bier“ gibt. Hopfensaft statt Hopfenbrause? Alles eine Sache der Gewöhnung. Ob die Mönche in den Klöstern vor 500 Jahren wohl verlässliche Kohlensäurelieferanten hatten? Außerdem: Heiß getrunken wurde es im Mittelalter auch, vor allem im Winter, und beim Erhitzen geht die Säure eh raus. Und wir hätten keine Halsschmerzen mehr.

Vor zwei Wochen brauchte ich einen neuen Flügelwäscheständer, weil ich diese Teile seit dem Sehnenriss in der Schulter gerne nutze und einer kaputtgegangen war. Das war eine Rennerei, überall leere Regale. Vermutlich weil elektrische Wäschetrockner zu viel Strom ziehen. Das taten sie auch schon die letzten Jahre, aber da war es den Leuten noch egal. Unser Wäschetrockner steht seit Jahren in der Waschküche und dient schon immer mehr als Ablagefläche. In den 10 Jahren, die ich ihn habe, ist er nicht häufiger gelaufen als bei vielen anderen in einem Jahr. Und noch etwas: In den Baumärkten werden Pyramiden aus Luftentfeuchter-Pülverchen und Tabletten gebaut. (Ich habe auch so ein Ding, frage mich aber beim Entleeren des Behälters oft bange, welche Chemikalien ich denn jetzt ins Klo kippe mit dem aufgenommenen Wasser. Aber an kühlen, feuchten Tagen reicht Lüften im Bad mitunter leider nicht aus.)
Wenn auch der Grund absolut bescheuert ist, das Auftauchen des Energiespargewissens an sich ist trotzdem positiv.

Die Nosferatuspinne breitet sich aus. Und der Boulevard ereifert sich mit Gefährdungsmeldungen. Ich finde übrigens, das gezeichnete Gesicht auf dem Körper der Spinne sieht eher wie die Aliens aus Independence Day aus. Und erinnere mich, dass vor ein paar Jahren in ähnlich alarmistischer Weise vor der Hauswinkelspinne gewarnt wurde. Da kräht heute kein Hahn mehr nach. Deutlich mehr Gefahr für heimisches Leben dürfte von der Wollhandkrabbe ausgehen, die sich in Rhein, Weser und Elbe ausbreitet, durch Schiffe aus Übersee eingeschleppt. Aber die ist ja für den gemeinen Bürger nicht sichtbar, da ärgern sich nur Berufsfischer und Freizeit-Angler. Ich bin gespannt, ob ich sie überhaupt wahrnehme, wenn sie hier mal auftaucht, denn in unserem Haus leben recht viele Spinnen und ich sehe auch nur in Ausnahmefällen einen Grund, sie an die frische Luft zu setzen, sind sie doch eher nützlich als zu schaden.

Diese Fragen, Unsicherheiten und Befindlichkeiten begleiten mich an diesem müden Donnerstagmorgen. Meine aktuelle Buchlektüre ist in den letzten eineinhalb Tagen in den Hintergrund getreten, weil unser Enkelkind es vorgestern Abend plötzlich ganz eilig hatte. Ab sofort schreibt hier nicht nur eine Mama, sondern auch eine stolze Oma😍.

Autor: Annuschka

Ostwestfälisch beharrlich, meistens gut gelaunt, Buchhändlerin, Ehefrau, Mutter von drei tollen Töchtern, Hundemama, Jugendarbeiterin (in zeitlicher Reihenfolge des Auftretens). Mit vielen Interessen gesegnet oder geschlagen, je nach Sichtweise ;-)

16 Kommentare zu „Fragen über Fragen“

  1. Na, dann zunächst mal: Herzlichen Glückwunsch, verbunden mit dem zusätzlichen Wunsch, dass sich alle Beteiligten wohlauf befinden.

    Was die Wollhandkrabbe angeht, so hat kürzlich jemand in deinem Nachbarlandkreis, den ich meine Heimat zu nennen das große Glück habe, so ein possierliches Tierchen überfahren. Ich muss gestehen, noch nie ein Exemplar in freier Wildbahn gesehen zu haben und hätte dementsprechend auch Sorgen gehabt, ob mich die Polizei nicht für volltrunken hält, wenn ich ihr mitteile, dass ich gerade einen, ich zitiere, „riesigen Krebs“ überfahren hätte … 🙂

    Ich sehe all dem, was derzeit als die neueste große Sorge präsentiert wird, ebenfalls relativ entspannt entgegen. Zumal es tatsächlich Dinge gibt, die wirklich wichtig sind und uns im dümmsten aller Fälle die Gasumlage als das geringste aller jemals auftauchenden Probleme betrachten lässt.

    Heißes Bier allerdings, so viel muss ein dieser Stelle gesagt sein, ist ein Akt reiner Barbarei, ein Grund für Barrikaden, Bürgerkrieg, Weltrevolution! Mindestens! 🙂

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    1. Danke für die Glückwünsche und es geht allen Beteiligten soweit gut.
      Der Vorfall mit der überfahrenen Krabbe stand auch bei uns in der Zeitung.
      Und das heiße Bier wäre zwar auch nicht meins, aber ich hab ja auch nur geschrieben, dass es keine Neuerung wäre. War alles schon mal da. Und wenn es noch Schaumburger Pils gäbe, wäre es sowieso nur Hopfentee😁 (ja, ja, is‘ schon gut, war ein Scherz). Oder wird das noch gebraut?

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      1. Also, zunächst mal konnte man das gute, alte Schaumburger Pils sowieso ganz unabhängig von seiner Temperatur nie wirklich trinken. Und wenn, dann knapp oberhalb des Gefrierpunktes. 😉

        Abgesehen davon: Natürlich wird das noch gebraut! Nur nicht mehr in Schaumburg … Zwei findige Getränkegroßhändler aus der Nähe haben sich vor ein paar Jahren die Namens- bzw. Markenrechte gesichert, und die Plörre, ähm, ich meine … dieses Aushängeschild heimischer Braukunst wird jetzt in Westheim, irgendwo südöstlich von Paderborn, oder so, gebraut.

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      2. Ah, das wusste ich nicht. Ist also nach OWL ausgewandert. In den 80er Jahren gab es das hier in der Gegend ja auf jedem Schützenfest. Im Nachhinein denke ich, die Verantwortlichen hatten die Hoffnung, dass die vielen Jugendlichen sich bei ihrem ersten Bierkonsum damit nicht ganz so schnell die Kante geben…

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  2. Herzlichen Glückwunsch zum Enkelchen! Ich freue mich sehr mit euch!
    Ich habe vor allem meinen digitalen Nachrichtenkonsum vor einer Weile schon auf das Allernötigste eingeschränkt, deshalb erreichen mit die neuesten kursierenden Schreckensmeldungen eigentlich nur am Rande.
    Meine frisch gewaschene Wäsche trockne ich seit vielen Jahren schon in der Wohnung. Sobald das Zimmer halbwegs groß ist und gut durchlüftet, kann da meiner Meinung nach nichts passieren. Ich hatte noch nie auch nur den leisesten Anflug von Schimmel in der Bude.
    Warmes Bier hilft übrigens ganz ausgezeichnet bei Erkältungen. 😉
    Nur nicht bange machen lassen! Gut möglich, dass alles zum Glück nur ein Bruchteil so schlimm wird wie angekündigt.

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    1. Dankeschön.
      Naja, ich bin seit ich denken kann begeisterte Tageszeitungsleserin. da bekommt man ja auch schon einiges mit. Statt Nachrichten höre ich aber seit mehreren Wochen auf Spotify nur noch Hörbücher und Musik, ab und zu mal eine Wissenssendung. Und das tut mir gut.
      Was die Wäsche angeht: Im Garten steht eine Wäschespinne, die ich aber zurzeit nur selten nutze, weil ich die Arme immer noch nicht wider so lange hochbekomme, wie das Aufhängen von Socken und anderen Kleinteilen dauert. Und wir haben einen großen Dachboden, da kann ich bei Regenwetter die Wäscheständer genauso gut aufbauen wie auf der Terrasse.
      Zur Bierfrage: Geht eigentlich auch warmes alkoholfreies Hefeweizen? Das würde ich ja glatt mal ausprobieren😅. Sonst bleibe ich lieber beim Ingwerwasser, das wärmt außen und innen auch außerordentlich gut.
      Meine bevorzugte Wolldealerin hat gerade eine Rabattaktion für Winterwolle. Da habe ich mächtig zugeschlagen und werde die Familie mit Socken, Ponchos und Pullovern versorgen, ein paar warme Steppdecken sollen auch noch genäht werden. Das wird hoffentlich eine Win-Win-Situation: ich mache mehr mit den Händen als an irgendwelchen elektronischen Spielzeugen, konsumiere weniger Social Media und erde mich wieder besser.

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      1. Bisher ist die industriell genutzte Kohlensäure eher ein Abfallprodukt der Düngerproduktion. Aber ich hatte auch schon mal in die Richtung überlegt.
        Aber wenn da noch niemand vom Fach drauf gekommen ist…

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