Und tschüss…

Es ist wieder soweit, die Etüden sind (schon vor einer Woche) gestartet. Danke an Christiane, den Host der Etüden und an deren Erfinder Ludwig Zeidler für die herausfordernde Wortspende. Ob es an den Fluchtsiegern lag oder an der Tatsache, dass ich generell ein bisschen schlapp in das neue Jahr starte, eine Woche lang habe ich mit den Wörtern gerungen. Heute habe ich beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und außerdem die ganze Sache nicht zu ernst zu nehmen.

Here we go:

„Mama, wo bist du?“ schallte es aus dem Flur. „Hier“ rief ich, „In der Waschküche. Bin dabei, die Kätzchen zu füttern. Die fressen uns demnächst die Haare vom Kopf.“

Der Kopf meiner Tochter erschien in der halboffenen Tür. Grinsend meinte sie: „Ach wie wunderbar, dann sparen wir uns den Friseur. Obwohl, Haare sind bestimmt nicht besonders lecker. – Du, ich habe mal eine Frage. Ich habe eben schon gegoogelt, aber nichts gefunden, was irgendwie Sinn ergibt. Hast du schon mal das Wort ‚Fluchtsieger‘ gehört und wenn ja, was ist das?“

Ich richtete mich auf und tat, als ob ich konzentriert überlegte. „Nein,“ meinte ich dann. „Das habe ich in der Kombination auch noch nie gehört. Sieger, ja okay, das ist der oder die Erste. Aber was soll ein Fluchtsieger sein? Aus einer Gruppe Wegrennender der schnellste? Wie hier unser Mäxchen, der immer versucht wegzukriechen, wenn Minka ihm nach dem Essen das Bäuchlein massieren will?“

Sie sprang sofort darauf an und antwortete: „Oder Mama Minka selbst, wenn sie versucht, vor ihrer Vitaminpaste zu flüchten, sobald sie dich mit der Tube sieht?“ Ich flachste: „Oder du, wenn du im Kalender liest, dass du mit dem Abwasch dran bist?“

„Nein, Mama. Das siehst du falsch. Da ich ja die einzige bin, die wegläuft, kann ich auch nicht Sieger sein. Genauso wenig wie Verlierer übrigens.“  

„Soso. Du und deine Haarspaltereien. Wozu brauchst du überhaupt so ein merkwürdiges Wort?“
„Für den Deutschaufsatz. Wir haben mehrere Wörter als Vorgabe, die darin vorkommen sollen und dann sollen es mindestens drei Din A4-Seiten werden.“ „Na dann schreib mal schön. Viel Spaß dabei. Trotzdem ist es heute deine Sache, die Katzennäpfe abzu…. He, wo willst du so schnell hin???“

Autor: Annuschka

Ostwestfälisch beharrlich, meistens gut gelaunt, Buchhändlerin, Ehefrau, Mutter von drei tollen Töchtern, Hundemama, Jugendarbeiterin (in zeitlicher Reihenfolge des Auftretens). Mit vielen Interessen gesegnet oder geschlagen, je nach Sichtweise ;-)

12 Kommentare zu „Und tschüss…“

  1. Drei Seiten?!?!?! Ist das immer noch nicht aus der Mode gekommen? Ich muss sagen, da käme die Tochter bei den Etüden aber besser weg 🤔😉
    Ich kann dich gut verstehen. Bei mir fließt es auch noch nicht, es tröpfelt nicht mal …
    Sonntagnachmittagskaffeegrüße 🌬️⛅🛋️☕🍪

    Gefällt 1 Person

    1. Nee, ist es nicht. Und irgendwie ist meine Kreativität noch im Winterschlaf. Oder hat Long Covid. Ich denke, die nächsten Tage gibt es erstmal Rezensionen, denn gelesen habe ich über den Jahreswechsel. Trotzdem reicht die Motivation nicht mal dafür richtig.
      Naja, wird schon noch kommen.
      LG Anja

      Gefällt 1 Person

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