Gartenträume

Immer, wenn ich viel Zeit habe (also immer dann, wenn ich körperlich nicht so kann wie ich will), verwende ich viel Energie, zumindest in meiner Vorstellung den Garten zu gestalten.

Dummerweise stehen in puncto praktischer Arbeit das aktuelle und auch das vergangene Jahr unter keinem guten Stern, aber ich hoffe, es geht ab jetzt wieder aufwärts mit der körperlichen Belastbarkeit. Immerhin versuche ich augenblicklich, unseren Garten ausdrücklich positiv wahrzunehmen: nach eineinhalb Jahren Wildnis kann ich ziemlich genau die Bodeneigenschaften benennen anhand der Pflanzen, die freiwillig jede verfügbare Fläche erobern.

Haufenweise stehen mir Holz und verschiedenste Steine zur Verfügung, um Strukturen und Rückzugsorte zu schaffen, eine breite Palette an unterschiedlichen Tieren fühlt sich bereits wohl bei uns, was ich total schön finde, auch wenn mindestens die Hälfte der Erdbeeren von Igel, Mäusen und Ameisen verputzt wird. Seit zwei Wochen höre ich auch die Buchfinken wieder, ich hatte schon befürchtet, dass sie uns verlassen haben.

Eine Empfehlung am Rande sind die Gartenbücher aus dem Pala-Verlag (meine höchst persönliche Einschätzung, ich werde nicht vom Verlag unterstützt). Vor allem, wenn man nicht den 08-15 Standardgarten anstrebt.

Fotografisch ist es für mich gerade am einfachsten, meine Ideen für einen gezähmten Wildgarten mit romantischem Flair einzufangen. Es begeistert mich, dass die edle Austin-Rose sich so gut mit den Brennnesseln versteht und das kleine Grashüpferchen dort Zuflucht vor der heißen Sonne sucht. Ich gönne mir einige gefüllte Rosen, da ich ihr Unvermögen, Insektenhunger zu stillen, durch viele Wildstauden ausgleiche und sie andererseits die Meisen ernähren, die dort oft viele Blattlaus-Leckerbissen finden.

Eben habe ich mir noch bei „Nordstory“ im NDR zusätzlich Inspiration eingeholt in einem Beitrag über „offene Pforte“-Gärten rund um Hannover.

Und sonst so? Lese ich viel, höre Podcasts und mache mir Gedanken über die Zukunft unserer Gesellschaft. Ich stelle zunehmend fest, dass mich Identitätspolitik aufregt, weil ich zwar die Anliegen der Betroffenen sehr gut nachfühlen kann, aber fürchte, statt uns zusammenzuraufen, werden wir zu einem deutschlandweiten Kleinteilemagazin mit unheimlich vielen einzelnen Schubladen… Doch das wird ein eigener Beitrag, wenn ich wieder ordentlich am PC schreiben kann.

Ich wünsche euch, dass ihr wettertechnisch jetzt einfach mal Luft holen könnt und nicht den Keller auspumpen müsst🙂.

Dorfhase

Obwohl wir mitten im Dorf wohnen, bekommen wir seit letztem Jahr immer wieder Besuch von diesem kapitalen Feldhasen.

Vermutlich findet er bei uns viele leckere Wildkräuter in appetitlicher und essbarer Höhe. Und fühlt sich trotz der Hunde wohl auf unserem Hof. Weil ich sowieso viel Zeit zum Beobachten habe, sehe ich ihm eine ganze Weile zu, wie er gelassen, würdevoll und aufrecht auf dem Weg und dann im Gras sitzt.

Nur als er sich irgendwann wieder auf den Weg nach was-weiß-ich-wohin aufmacht, stockt mir bange der Atem: LKWS, Schulbusse, Landmaschinen sind reichlich unterwegs, dazu der Autoverkehr… wobei: bisher hat er es ja immer geschafft.

Ach ja, ich entschuldige mich für das pixelige Foto, mit dem Handy rangezoomt, mehr ist einhändig nicht drin. Alles ist soweit gut gelaufen, und jetzt bei dem Wetter gibt es täglich Unterarm im eigenen Saft 😅

See you…

So, Leute, nun wird es ernst. Ich mache mal ein paar Tage Pause, lege mich ins Krankenhaus und lasse meine Schulter reparieren. Das Uralt-IPad nehme ich mit, aufgeladen mit einem guten Dutzend eBooks, dafür taugt es noch (und für Solitär und Sudokus…). Das hat den Vorteil, dass ich nicht beide Hände brauche und umblättern muss, sondern antippen kann. Denn ich kann mir momentan noch nicht so ganz vorstellen, wie das funktioniert so als einarmige Banditin auf Zeit. Wir werden sehen und dann schlauer sein.

Wenn ich mich wieder hier zu Wort melde, habe ich einige Bücher vorzustellen und ich werde auch die Kolumne „Glaubste?“ wieder etwas mehr bespielen. (Natürlich wird meine

mich ins KH begleiten.) In den letzten Monaten haben mich gesellschaftliche Entwicklungen außerhalb des Glaubensthemas so sehr in Beschlag genommen, dass ich sie aus den Augen verloren habe. Es war halt „dran“, sich mit anderem zu beschäftigen.

Unter den Büchern werden allerdings auch wieder gesellschaftlich relevante Themen dabei sein: So habe ich mir von Frank Schätzing „Was, wenn wir einfach die Welt retten“ ebenso gesichert wie „Flucht – Eine Menschheitsgeschichte“ von Andreas Kossert. Mit Fränzi Kühne gehe ich diesem spannenden Phänomen auf den Grund: „Was Männer nie gefragt werden – Ich frage trotzdem mal.“

Als Ausgleich gibt es leichte literarische Kost, das muss dann einfach sein zwischendurch. Als Beispiel habe ich von Ewald Arenz „Der große Sommer“ im Gepäck und hoffe, dass es mir ebenso gut gefällt wie „Alte Sorten“. Da ich den Ostsee-Segelurlaub für mich canceln musste, begebe ich mich eben lesend nach Italien und besuche „Die kleine Eismanufaktur in Amalfi“ von Roberta Gregorio, obwohl ich Buchtitel mit dem Adjektiv „kleine“ eigentlich inzwischen als ein No-Go empfinde. Von Italien geht es über die Côte d’Azur („Intrigen an der Côte d’Azur“ von Christine Cazon, das dritte Buch von ihr, das ich lese) und die Côte Vermeille („Die Frauen von der Purpurküste – Claires Schicksal“ von Silke Ziegler) zurück an die deutschen Küsten. „Das Stranddistelhaus“ von Lina Behrens spielt auf Spiekeroog, „Apfelkuchen am Meer“ von Anne Barns auf Juist.

Auch einige analoge Titel liegen bereit, aber die werde ich dann in Angriff nehmen, wenn ich mich zuhause wieder gemütlich eingerichtet habe, mit Lesesessel oder Terrassenbank, Tee und bequemer Unterlage.

Also, ich bin bestens versorgt, literarisch und familiär sowieso. Bis demnächst auf diesem Medium. Habt einen schönen Sommer und bleibt gesund.

Projektwoche

Gibt es die eigentlich noch? In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es sie jährlich bei uns an der Schule, ebenso wie den „Weihnachtsbasar“ im Advent. Die ersten davon waren thematisch ziemlich frei, so habe ich meine erste Hose während eines Nähkurses bei meiner Englisch-Lehrerin genäht. Ob man es nun mehr mit sportlichen Themen hatte, die im Unterricht nicht so wirklich vorkamen (Tennis und Reiten), gerne kochte oder backte, journalistisch arbeiten wollte oder was auch immer, eine Woche im Jahr tobten sich Lehrer und Schüler gemeinsam mit „schulfremden“ Inhalten aus und stärkten so auch die Schulgemeinschaft. Später war es Pflicht, dass sich ein thematischer roter Faden durch die Woche zog (z.B. Ostwestfalen in der NS-Zeit) und noch später wurde die Woche zu einzelnen Projekttagen verkürzt. Das war sehr schade, weil es meist die motivierteste Woche im Schuljahr bei allen Beteiligten war.

Ebenso gab es den Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung. Für jedes Jahr wurden einige Themenkomplexe zur Auswahl gestellt, mit denen sich einzelne Klassen jeweils altersgemäß beschäftigen konnten, die Ausarbeitungen wurden eingereicht und auch prämiert. Unsere Klasse gewann dabei einmal mit einer Ausarbeitung zum Thema Verteidigungspolitik einen Besuch beim Pionierbataillon 130 in Minden, wo wir außer einer Führung durch die Kaserne und den Maschinenpark auch ein Mittagessen mit den Soldaten „genießen“ durften (unser Eindruck: man versuchte damals nicht unbedingt, die Leute durch die herausragende Qualität des Essens zu motivieren) sowie einen Brückenschlag auf der Weser miterleben. Obwohl ich kein Militärfan bin, eine bleibende Erinnerung!

Zurück zur Projektwoche. Unsere beiden älteren Töchter hatten zumindest ab und zu Projekttage, wenn ich mich da richtig erinnere, oder waren es AGs? Die Jüngste hatte in der Kita mindestens einmal eine naturwissenschaftliche Projektwoche, da kam eigens eine besonders geschulte Erzieherin in die Kita. Eine „Forscherwoche“ war das. Von der Grundschule her ist mir aktuell nichts in Erinnerung, auf dem Gymnasium gibt es natürlich AGs und Projekttage mit „Methodentraining“. Und es gibt einzelne thematische Projekte, die aber nicht im Block, sondern eher nebenbei laufen.

Ich muss sagen, ich finde es sehr schade, dass es anscheinend die geballte Ladung „Projektwoche“ nicht mehr so gibt. Die Gründe sind vielfältig: Unterrichtsverdichtung, immer stärkere Leistungsbetontheit der Schulen in den letzten Jahren, hohe Arbeitsbelastung beim Lehrpersonal, die kaum noch Platz für freiwilliges lässt… Trotzdem oder auch gerade deswegen bietet das Format aber so viel Zusatz“nutzen“: einen Gewinn an Gemeinsamkeit statt Gegeneinander, an gabenorientiertem Lernen statt Unterricht nach Vorschrift, an praxisrelevantem Anwendungswissen statt grauer Theorie, an Denkanregungen statt 08/15-Pauken. Und so edel und gut es ist, wenn sowohl Lehrer als auch Schüler in ihrer Freizeit bereit sind, sich mit ihrem Spezialgebiet einzubringen, so wichtig fände ich auch das Signal, das davon ausginge, wenn eine Woche im Jahr dieses kooperative Lernen Oberhand bekäme über dem Standard.

Aktuell bieten sich Themenkomplexe an, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden können:

Wohin wollen wir als Gesellschaft? Was machen Medien mit uns? Welche Konsequenzen hat der Klimawandel? Projekt Weltfrieden – Utopie oder Illusion? Für alle diese Themen (und noch mehr) gibt es naturwissenschaftliche, gesellschaftswissenschaftliche, medizinische, ökonomische Ansätze, sich anzunähern. Für jeden ist etwas dabei und es gibt sogar einige prominente Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, Journalisten, Mediziner…, die bereit sind, bei solchen Projekten mitzumachen.

Die Shitstorm-Republik

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Achtung, Triggerwarnung: Cybermobbing, virtuelle Gewalt

Auf das Buch gestoßen bin ich übers Netz. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, war es bei einer Insta-Live-Übertragung von Dunja Hayali (Ja, ich hab es eben mal nachgesucht, kommt hin), die ich mir nicht regelmäßig, aber doch öfter mal, abends beim Küche saubermachen anhöre. Weil da immer interessante, aber höchst unterschiedliche Leute dabei sind. Also um es gleich vorweg zu nehmen: Soziale Medien verbieten ist weder eine Option noch eine Lösung, denn es gibt auch unendlich viel inspirierendes dort zu finden. Unser (fast) aller Umgang damit ist halt noch sehr ausbaufähig.

Um jetzt sinnvoll meine Gedanken zum Buch zu sortieren, konsultiere ich meine Notizen. Zunächst mal zur Autorin: Nicole Diekmann ist 10 Jahre jünger als ich und stammt auch aus Ostwestfalen. Sie „studierte von 1997 bis 2004 Soziologie, Politikwissenschaften und Neuere und Neueste Geschichte in Münster und Hamburg. […] Im Anschluss absolvierte sie von 2004 bis 2005 eine Ausbildung zur Redakteurin an der Deutschen Journalistenschule in München.“ (Quelle: Wikipedia, abgerufen 6.6.2021) Medienprofi auf fast allen medialen Kanälen. Und als solche passiert ihr an Neujahr 2019 aus der Gemütlichkeit und Beschaulichkeit der ostwestfälischen Wohnzimmeridylle ihres Elternhauses ein klitzekleiner, aber folgenreicher Fehler: Sie postet einen ironischen Tweet, aber vergisst, ihn als Ironie zu kennzeichnen. Und tritt damit eine Lawine los, bekommt einen Shitstorm, der immer weitere Kreise zieht.

Solltest du auch Erfahrungen dieser Art (wenn auch vielleicht nicht in dem Ausmaß) haben, sage ich gleich an dieser Stelle: Vermutlich ist es zu spät, diese Art von Grausamkeit aus deiner Wohnung, deinem Wohnzimmer oder sogar Schlafraum herauszuhalten, aber es gibt Organisationen, die Hilfestellung geben, zum Beispiel Hate Aid. Zögere nicht, dich dorthin zu wenden!

Aus ihren eigenen Erfahrungen heraus hat sich Nicole Diekmann auf Recherche begeben, wie diese für nüchtern denkende Menschen unglaubliche Spirale verbaler Gewalt (bei der es leider nicht immer bleibt, wie wir inzwischen wissen) entstanden ist und den Weg in die Gesellschaft scheinbar wenig widerspruchslos geschafft hat. Ich kopiere hier einmal das Inhaltsverzeichnis hinein, um das breite Spektrum darzustellen, das zu dem Themenkomplex gehört:

Etwas, das sich durch das Buch zieht und ziemlich perfide ist: Das Bewusstsein, dass man mit seinem Hass durchkommt statt verfolgt zu werden, die Kalkulation, dass Opfer sich entweder selbst verantwortlich fühlen oder zu sehr schämen, ihr vermeintliches „Versagen“ (in der Digitalkompetenz) einzugestehen und auch ein immer noch männerlastiges Überlegenheitsgefühl sowie die Neigung zur „Rudelbildung“ (S.60) sorgen dafür, dass immer mehr Nutzer, die mit Empathie und Augenmaß im Netz (re)agieren, sich zurückziehen und die Netzwerke so den Rüpeln überlassen. In der Folge entsteht der Eindruck, dass diese in der Mehrheit sind und damit auch stellvertretend für die Mehrheitsgesellschaft. Dem ist so nicht! (Es fahren auch nicht alle Motorradfahrer zu schnell und mit aufgebohrtem Auspuff. Man hört die eben bloß lauter…)

So gern ich das Buch hier in Länge und Breite auswalzen würde, das geht erstens nicht und ist auch zweitens nicht Aufgabe dieses Beitrages, als Kernproblem stellt sich etwas heraus, das wohl so ziemlich jeder von uns im vergangenen Jahr in einem mehr oder weniger beliebigen Bereich festgestellt hat:

Fehlende Medien- und Digitalkompetenz! Nicht nur beim Durchschnittsnutzer, sondern vor allem bei hochrangigen Politikern, Strafverfolgungsbehörden, im Journalismus ebenso wie in der Bildung, beim Lokalpolitiker um die Ecke, bei Kirchens und ganz bestimmt auch immer noch bei uns hier im Bloggeruniversum. Vor allem bei allen, die in irgendeiner Form Verantwortung für eine irgendwie hergestellte Öffentlichkeit oder gesellschaftliche Gruppen haben, ist das ein riesiges Manko. Statt bereits in jeder Ausbildung Wert auf Medienkompetenz zu legen, wird es in diesem wichtigen Bereich immer noch jedem Akteur selbst überlassen, ob er/sie affin zu diesen Themen ist oder am liebsten gar nichts damit zu tun haben möchte. Aber die Büchse der Pandora ist nun einmal geöffnet, wir bekommen ihren Inhalt nicht wieder hinein.

Die Beschäftigung mit den Problemen ebenso wie mit den Lösungsansätzen, aber auch die detaillierte Darstellung der Entwicklung der sozialen Netzwerke machen das Buch zu einer spannenden Lektüre, gerade für die Angehörigen im weitesten Sinne meiner Generation.

Wenn ich mich zurückerinnere, war das Internet ein ganz netter Raum voller cooler Ideen. Als meine „großen“ Töchter noch klein waren, nutzte ich ebay, um mit gebrauchten Kinderklamotten zu dealen und meinerseits „neue gebrauchte“ einzukaufen. Da machte ebay auch noch Spaß, weil es ein reiner online-Flohmarkt war, ohne professionelle Händler, die inzwischen alles überwiegen. Auch der Konzern mit dem Daumen hoch, der damals noch kein Konzern war, machte einmal Spaß, wenn man ehemalige Mitschüler, die inzwischen in aller Welt verstreut waren, kontaktieren konnte. 9/11 (2001) war dann der Tag, an dem das Internet zusammenbrach, unter der Last der vielen Millionen Menschen, die virtuell Anteil nahmen an den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon. Ich weiß noch genau, wie meine Kollegin und ich während unseres Arbeitstages in der Buchhandlung immer wieder nachschauten, entsetzt darüber, was ideologieverblendete Menschen anderen antun können, und dann in dieser Dimension! Danach war vieles anders. Und gipfelte (vorläufig) im Livestream eines Terroranschlages, der über 50 Todesopfer forderte, der auf Facebook übertragen wurde und viral ging, ehe der Konzern auch nur ansatzweise einschreiten konnte.

Und selbst Instagram, das Medium mit den hübschen, gestylten und gephotoshopten Bildchen, das nur die Happy-Moments einfing, hat in zwischen seine Unschuld verloren, es wird in den Kommentarspalten beleidigt, zur Lynchjustiz angestachelt, niedergemacht.

Mein Fazit und meine Empfehlung:

Lies! Dieses! Buch! Egal ob gekauft oder ausgeliehen, analog oder digital. Wenn dir der Umgangston im virtuellen wie im realen Raum nicht egal ist, mach dir die Gedanken und versuche, in irgendeiner Form Einfluss zu nehmen, wie es für dich richtig und angemessen ist.

Bibliographische Angaben:

Nicole Diekmann, Die Shitstorm-Republik, Kiepenheuer & Witsch, Buch: ISBN 978-3-462-00080-1, 12 €; eBook (EPUB): ISBN 978-3-462-30240-0, 9,99 €

Ach übrigens: Wir können, sollen und müssen nicht alle einer Meinung sein. Wir dürfen leidenschaftlich streiten über bessere Wege, zum Beispiel aus der Pandemie, für die Lösung der Klimakrise, für so viel anderes auch. Aber bitte immer mit der Maßgabe: Respekt (wichtiger als Toleranz, finde ich) für die Ansichten unseres Gegenübers, im Ton stets so bleiben, wie wir auch mit einem uns real gegenüber stehenden Menschen reden würden, im Endeffekt einfach so, wie wir uns auch wünschen, angesprochen zu werden. Ich kenne niemanden, der es toll findet, angepöbelt zu werden.

Es dräut

Dicke Luft herrscht schon fast den ganzen Tag, Unwetterwarnungen wabern in Abständen über das Handydisplay. Aber außer ein paar Wolken am Horizont passierte nichts. Die Sonne schien, die Atmosphäre legte den Aufenthaltsort „Gewächshaus“ nahe.

Aus dem Waschen wurde so schnell nichts, weil mir die Wäsche (sowie diverse Wäschekörbe) aus der ersten Etage fehlte. Deswegen und schulterschmerzbedingt ging ich den Tag also recht gelassen an, am meisten Energie ging dafür drauf, den Plan für das Vorkochen und Einfrieren aufzustellen. Trotzdem schmorte ich schon mittags im eigenen Saft.

„Gewitter reinigen die Luft“ gilt nicht nur im übertragenen Sinn für Konflikte, sondern auch ganz real. Bitte, bitte, ich möchte jetzt mal so ein richtig schönes Sommergewitter, damit die Luft wieder klar ist. Damit ich besser denken kann.

Langsam bereite ich mich mental auf das Krankenhaus vor, am Dienstag ist Aufnahmebürokratie, PCR-Test, Narkosegespräch und Voruntersuchung, eine Menge Papierkram muss ich ausfüllen. Ich hasse Narkoseaufklärungsbögen. Gefühlt oder tatsächlich werde ich mit allem konfrontiert, was da so schiefgehen kann. Muss ich tatsächlich die Kopie meiner Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht mitnehmen? Der Eingriff soll doch nur eine halbe Stunde dauern, was soll da groß passieren? Eigentlich bin ich keine Bangebüxen, was das angeht, aber in den letzten Monaten sind Menschen, die mir nicht unbekannt waren oder sind, durch sehr beunruhigende Situationen gegangen in Krankenhäusern.

Ich habe mich schon versorgt mit den verordneten Schmerzmitteln, habe mein Abduktionskissen abgeholt, seit zwei Wochen das Rheumamedikament abgesetzt (es stört die Wundheilung), habe mir leicht anziehbare Klamotten organisiert. Die Familie ist in der Lage, für sich zu sorgen und auch für mich die ersten Tage „danach“. Alles wird gut. Wenn es bloß nicht so lange dauern würde…

Das Grummeln ist weitergezogen, außer ein paar dicken Tropfen und etwas Hintergrundgrummeln nichts gewesen. Ich glaube, ich sagte schon, dass ich mir ein Gewitter wünsche.

Einfach Sonntag

Heute früh, kurz nach Sechs. Diesig und verwunschen liegt meine häusliche Wildnis noch in ziemlicher Ruhe, bis auf die Vogeleltern, die schon ihren nimmersatten Nachwuchs füttern müssen. Bei uns in der Hausgemeinschaft kräht zum Glück noch niemand nach dem Frühstück, gut so, denn ich habe gestern Abend vergessen, Brötchenteig anzurühren. Der Bäcker macht aber erst um Sieben auf.

Gute Laune kam auf, als ich meinen Email-Eingang auf dem Handy sah:

Na gut, war noch niemand wach zum Abklatschen, aber eigentlich war mir das auch vollkommen wumpe. Da mache ich mir gerade Gedanken, ob der Zeitpunkt richtig war, um den Shop zu eröffnen, weil ich gezwungenermaßen ein paar Wochen Nähpause einlegen muss, und dann Peng! Verkauf. Also verplane ich die nächsten Abende, noch ein paar Erdbeerkörbchen und Topflappen zu erzeugen, damit ich den Shop weiter ausbauen kann. Etwas maritime Deko kommt auch noch dazu.

Nach dem Duschen höre ich aufgeregtes Gezwitscher von draußen, bei den jungen Spatzen stehen Löwenzahnknospen und Baden auf dem Programm, und obwohl sie das mit dem Picken schon sehr gut hinbekommen, muss Mama zwischendurch auch immer mal wieder ran.

Später weiß auch die Amsel das kühle Nass zu schätzen, aber in beiden Situationen habe ich leider nur die Handykamera zur Hand, und rangezoomt ist nicht so optimal. Außerdem wollten sich beide nicht im Bad, sondern nur nach dem Bad fotografieren lassen.

Und sonst so? Kurz vor der OP bringe ich mir noch selbst das Mähen mit der althergebrachten Handsense bei (die Sehne ist sowieso ab, was soll da noch kaputtgehen?), muss mir aber im Herbst einen Dengelhammer und -amboss besorgen, das Sensenblatt hat doch einige Scharten, und die werden nicht weggewetzt, sondern weggedengelt, soviel weiß ich schon. Wichtig ist auch, morgens zu mähen oder nach einem leichten Regen, denn trockenes Gras ist widerspenstiger. Ein Schwiegersohn würde gern mal mit der Motorsense mähen, aber obwohl das dann ratzfatz geht, reizt es mich nicht. Ich entdecke die langsame Handarbeit für mich.

Beim Lesen bekomme ich eine Gänsehaut nach der anderen und frage mich ernsthaft, was mit vielen Menschen los ist. Die Lektüre: „Die Shitstormrepublik“ von Nicole Diekmann. Ich werde beizeiten berichten, noch habe ich viel Buch vor mir…

Einen gesegneten Restsonntag und eine gute Woche wünsche ich euch.

Unter Druck – Eindringliche Leseempfehlung

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Ein kleines, aber wichtiges Detail vorweg: Das Buch ist Corona-frei, da die gebundene Ausgabe bereits 2019 erschienen ist, aktuell ist die Taschenbuchausgabe herausgekommen.

Die Autorin Jana Simon, in der DDR geboren und aufgewachsen, Enkeltochter des Schriftsteller-Ehepaares Christa und Gerhard Wolf, arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin. Für dieses Buch hat sie einige Menschen in Deutschland über einen Zeitraum von fünf (!) Jahren immer wieder getroffen und ein Stück begleitet, Interviews geführt, Beobachtungen angestellt. Ganz unterschiedliche Menschen wie Alexander Gauland (der eine Schlüsselfigur darstellt, denn sein Weg in der AfD in die zunehmende Radikalisierung, die ihm anscheinend manchmal im Vorübergehen passiert, berührt irgendwann jeden der anderen Menschen) oder Jörg Asmussen, im Laufe seiner Karriere war er Finanzstaatssekretär, Vorstandsmitglied bei der EZB, Staatssekretär im Bundessozialministerium und schließlich nach dem Wechsel in die Privatwirtschaft bei der Investmentbank Lazard für internationale Fusionen und Käufe als Berater tätig. Diese beiden Herren dürften einem breiten Publikum bekannt sein.

Vielleicht auch noch die Modebloggerin Lisa Banholzer, aber dann wird es privater. Eine engagierte gelernte Krankenschwester aus München, gebürtige Polin, alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen, kämpft vor allem mit viel zu hohen Mieten und fehlender Anerkennung des Pflegeberufes. Ein Polizist aus Thüringen, der beim Staatsschutz arbeitet und unter anderem mit den NSU-Durchsuchungen zu tun hatte und immer wieder auf AfD und Rechtsextreme stößt, der bei seiner Arbeit oft mehr Fragen als Antworten hat und immer wieder über seine Grenzen hinausgehen muss. Sowie ein Ehepaar aus Norddeutschland, das für den Bosch-Job des Mannes nach Stuttgart gezogen ist und sich nach Jahren in einem ganz eigenen Hamsterrad wiederfindet, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint. Samt Burnout und Zweifeln am eigenen Lebensstil.

Auf den ersten Blick haben diese Menschen nicht sehr viel miteinander zu tun, aber alle offenbaren einen Blick hinter die Kulissen Deutschlands. In ihrem jeweiligen Metier erkennen sie bereits recht früh, dass vieles falsch läuft, dass die großen Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar und auch nicht wirksam sind. Das Gefühl von immens wachsendem Druck, dem wir nicht ausweichen können, der uns vor sich her treibt und uns immer schneller, immer höher, immer weiter peitscht, den kennen vermutlich die Meisten von uns. Das Leben nimmt, mal abgesehen vom vergangenen Jahr, nur noch an Geschwindigkeit zu. Und die Menschen, die von der Autorin begleitet werden, verkörpern alle eine wichtige Facette des Lebens im Deutschland der letzten acht Jahre.

Warum gerade 2013 der Startpunkt ist? Da zitiere ich die Autorin:

„Als ich im Sommer 2011 nach Deutschland zurückkehrte, wirkte das Leben in Berlin im Vergleich zu Los Angeles geradezu harmonisch entspannt. Ich dachte, wenn es stimmt, dass Entwicklungen aus den Vereinigten Staaten mit ein wenig Zeitverzögerung nach Europa kommen, kann man sich nur fürchten.Und sie kamen. Sichtbar wurden die Verschiebungen in Deutschland aber erst nach und nach. Ein Jahr ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben – 2013, das Ausgangsjahr dieses Buches, dem die Griechenlandrettung, die Eurokrise, der Kriegsausbruch in Syrien und die Entdeckung des rechtsextremen NSU-Terror-Trios vorausgegangen waren. Das Jahr, in dem der Ukraine-Konflikt eskaliert, der NSU-Prozess anfängt und sich die AfD gründet. In diesem Jahr treffe ich den fast achtzigjährigen Horst Wilde in seiner Berliner Wohnung, aus der er nach 41 Jahren ausziehen muss, weil die Miete nach einer »energetischen Sanierung« und den Modernisierungsmaßnahmen das Fünffache kostet. Ich spreche mit den Angehörigen eines NSU-Opfers, die jahrelang als Täter verdächtigt wurden. Polizeibeamte hatten sich bei den Befragungen der Familien als Journalisten und Privatdetektive ausgegeben. Erstmals ziehen deutsche Islamisten in den Syrienkrieg.“ (aus dem Vorwort, bei meinem eBook ist es die Seite 6)

Ach, ich könnte euch an dieser Stelle zig berührende Stellen aus dem Buch zitieren, so wie ich sie meinem Mann am Esstisch vorgelesen habe, aber stattdessen empfehle ich euch dringend, das Buch zu lesen. Manchem kann ich zustimmen, anderes sehe ich naturgemäß ganz anders, aber viele Strömungen und manche Meinungsbildungsprozesse macht das Buch sichtbar, wo ansonsten alles im Verborgenen geschieht, unter der Decke der Privatsphäre.

Jana Simon hält sich selbst dabei meist zurück, sie ist die Chronistin im Hintergrund, die mit einfühlsamen Fragen ihren Gesprächspartnern auf den Zahn fühlt. Bei Alexander Gauland wertet sie hin und wieder sparsam, was ich bei einer so kontroversen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens aber auch ok finde, da kann man kaum anders, als sich dazu zu äußern. Ihr unaufdringlicher, sachlicher Stil und immer von außen distanzierter Blick auf die Personen ist für mich wohltuend und beruhigend gewesen, denn: Manche Abschnitte im Buch ließen mich ratlos zurück, vor allem mit der Frage, ob wir als Gesellschaft „die Kurve kriegen“, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Lebens mit Anstand und Würde zu begegnen. Und ich bin auch ehrlich gesagt noch nicht sicher, wie ich mit meinen Erkenntnissen umgehen und sie in mein alltägliches Leben intergrieren soll.

Bibliographische Angaben: Jana Simon, Unter Druck, Fischer Taschenbuch, ISBN 978-3-596-70326-5, 12 €

Schubladen

Ich bin weiß, cis-Frau, heterosexuell, nicht mehr jung und noch nicht alt , westdeutsch, Mittelschicht, Provinznudel und Landei; seit drei Jahren Hausfrau und mithelfende Angehörige sowie Minijobberin und als solche von Altersarmut latent bedroht. Obwohl ich eine ordentliche und bürgerliche Ausbildung genossen habe. Gehöre gerade noch so am Rand zur Generation der Baby-Boomer, habe gemäßigt aufbegehrt in meinen Teenie-Jahren, jahrzehntelang als „U-Boot-Christin“ gelebt, aber seit einem guten Jahrzehnt verstärke ich ehrenamtlich die Jugendarbeit in der Gemeinde. Ich bin politisch durchschnittlich gebildet, mittig mit leichtem Schlag nach links (heute also nach Meinung einiger „links-grün-versifft“), aber nicht in einer Partei aktiv, weil ich eigentlich immer der Meinung war, im Endeffekt kann ich mit allen (bisherigen zumindest) Konstellationen einigermaßen unbehelligt mein Leben leben. Egal ob sozialliberal wie in den frühen 70ern, schwarz-gelb wie in Helmut Kohls Zeiten, rot-grün oder Groko. Ich bin weder weit genug „oben“ noch in gefährlich prekärer Lage, ich rutsche halt immer so durch. Und überhaupt hatte ich lange die Überzeugung, dass es immer die gesamte Gesellschaft braucht, um zu funktionieren (die habe ich auch immer noch, ich stelle nur leider fest, dass es gesellschaftliche Gruppen gibt, die kein Interesse mehr haben, dass das Gesamtgebilde funktioniert). Ach ja, und seit einigen Monaten bin ich angeblich auch noch Schlafschaf. Eigentlich also komplett unauffällig und durchschnittlich.

Warum ich das hier so ausbreite? Weil ich immer häufiger staune und schaudere, wie sehr wir Menschen doch einerseits auf unsere individuellen Eigenschaften pochen, so gern etwas besonderes darstellen möchten, etwas ganz einzigartiges, gerade in den „sozialen“ Medien; auf der anderen Seite aber nicht nur von uns selbst, sondern vor allem durch andere Teilnehmer der vielen Netzwerke, in diverse Schubladen sortiert werden. Es verwirrt mich. Welches ist denn meine „Hauptschublade“ und in welchen bin ich nur verschlagwortet? Oder werde ich scheibchenweise aufgeteilt?

Wer kann beurteilen, ob ich irgendwo in meiner Ahnenreihe doch noch ein Quäntchen „Migrationshintergrund“ habe?

Wer darf sich anmaßen, mich als Frau zu bewerten, weil ich als junge Mutter immer gearbeitet habe, meist sogar Vollzeit, und erst im reifen Alter von 50 Jahren festgestellt habe, dass nur Arbeiten auch nicht das ist, was ich vom Leben erwarte?

Wer darf mir den ganz nebenbei leider passierenden Alltagsrassismus vorwerfen, der bei mir ab und zu (zum Glück sehr selten und nicht laut, sodass ich in Ruhe mit mir schimpfen kann) durchscheint, einfach weil im Dorf meiner Kindheit keine sogenannten „Gastarbeiter“ lebten, weil ich in der synchronisierten amerikanischen Ausgabe der Sesamstraße zum ersten Mal ein Kind mit schwarzer Hautfarbe gesehen habe, weil ich meine erste Pizza im Kindesalter einfach nur als scheußlich empfunden habe und all das jahrelang mangels Erfahrung sehr exotisch für mich war?

Wer hat das Recht, meine Überzeugung vom Gelingen des politisch-gesellschaftlichen Lebens in einem gemeinsamen und Menschen verbindenden Projekt als sozialromantische Utopie und als naives Gutmenschentum abzukanzeln?

Und wer zum Henker will mir vorschreiben, dass ich als Buchhändlerin und Literaturvermittlerin nur die Werke von Friedenspreis- und Nobelpreisträgern zelebrieren darf, die deutschen und internationalen Klassiker rauf und runterbeten muss und mich nicht einfach mal mit einer romantischen Schmonzette entspannen kann?

Bei Twitter stünde jetzt noch: „…frage für einen Freund“

Vorfreude, neue Stoffe und ein Rückschlag

Um es gleich vorweg zu sagen: Unsere Erdbeeren sind natürlich noch nicht reif. Aber sie stehen dieses Jahr, dem regenreichen Frühling sei dank, wunderbar in Blüte. Und da ich beintechnisch letztes Jahr nur rudimentär im Garten etwas tun konnte, ist aus den Reihen fast so etwas wie eine Erdbeerwiese geworden. Auch an der Terrasse im Blumenbeet wachsen sie und unter der Magnolie finden sich unzählige Walderdbeeren. Ich freue mich schon wie Bolle auf die roten, saftigen Früchtchen.

Aber ich habe von der Familie Rhabarber bekommen, der wurde mit Hilfe von TK-Erdbeeren zu Erdbeer-Rhabarber-Marmelade verarbeitet, echt lecker. Und ich habe Stoffe eingekauft. Mit Erdbeeren, mit Pünktchen, mit anderen Früchten, in frischen, frühsommerlichen Farben. Klar habe ich mir beim Waschen der Stoffe schon Gedanken gemacht, was alles daraus werden kann.

Tja, bis Donnerstag währte die ungetrübte Freude. Bis ich erfuhr, dass ich demnächst erstmal für einige Wochen meinen rechten Arm nicht gebrauchen kann. Denn die Supraspinatussehne ist komplett ab und muss wieder angenäht werden. Kein Nähen, Garten nur mit links, und erst recht kein Segeln… Wieder zumindest ein halbes Jahr, das mir bei meinen Plänen fehlt. Aber hilft ja nichts, die Aussicht, stattdessen in einigen Jahren ein nagelneues Schultergelenk zu brauchen, ist auch nicht wirklich sexy.

Also werde ich mich dann vermehrt auf Buchrezensionen stürzen, ich habe mir schon einen ordentlichen Packen zusammengestellt. Eine Mischung aus Romanen, die von allem ablenken, was mich nervt (und zumindest Urlaub im Kopf möglich machen) und herausfordernden Sachbüchern, die sich mit verschiedenen Facetten der Gesellschaft und unserer Umwelt beschäftigen.

Bis zum 9. Juni hoffe ich allerdings, noch das eine oder andere Stück Stoff unter die Nähmaschine zu bekommen und so ein wenig auf Vorrat fertigzustellen.