abc.etüden Woche 12.13.20

Danke an Christiane für die Einladung zu https://365tageasatzaday.wordpress.com/2020/03/15/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-12-13-20-wortspende-von-elke-h-speidel/

Als blutige Anfängerin hoffe ich erstmal, alles soweit richtig zu machen und wenn nicht, weiß ich, dass Christiane mich ganz nett korrigieren wird.

Also los:

Gespräch am Frühstückstisch

„Schau mal, die Forsythien blühen.“ sagt sie, als sie gedankenverloren den Tee umrührt. Er sieht von der Zeitung auf, nur mäßig interessiert. „Ja, und?“ “ Das heißt, ich müsste jetzt die Rosen zurückschneiden…“ Den Satz lässt sie bedeutungsschwer ausklingen. – „Ja, und?“ fragt er nach, immer noch in Gedanken bei den Börsennachrichten. „Es ist noch so früh im Jahr. Fast drei Wochen früher als sonst.“ „Ist doch schön.“ gibt er etwas genervt zurück. Sie guckt etwas pikiert. „Dir ist es offensichtlich egal, ob die frischen Rosentriebe dann später erfrieren, wenn es nochmal Frost gibt, oder? Du hast ja auch nicht die Arbeit damit!“ Damit stand sie auf und fing energisch an, den Tisch abzuräumen. „Mach dich nicht lächerlich!“ knurrte er, nahm seine Zeitung und die Kaffeetasse und verließ die Küche. Rosen! Forsythien! Was sie nur immer hatte mit diesem ganzen Grünzeug.

141 Wörter

Dieses Gespräch ist übrigens rein fiktiv. Ginge es bei uns so zu am Frühstückstisch, wären wir vermutlich schon beide voller Magengeschwüre oder in entgegengesetzte Richtungen geflohen 😉 Das einzige, was stimmt: bei uns steht eine Forsythie in Sichtweite des Küchenfensters. Damit ich weiß, wann es Zeit ist, die Rosen zu schneiden…