Weser – ähm – Wasser marsch!

Heute hatte ich mal wieder etwa eine Stunde Zeit zu überbrücken, die ich für einen Spaziergang am Weserradweg nutzen wollte. Von der Schachtschleuse in Minden ging ich also guten Mutes weserabwärts los und freute mich, dass die Weser nach den wasserarmen Sommermonaten letztes Jahr mal wieder reichlich Wasser hat.
Leider sorgte das auch dafür, dass ich schneller als gedacht den Rückweg antreten musste, weil ich nicht das passende Schuhwerk trug. Genossen habe ich den Spaziergang trotzdem und ein paar „Beweisfotos“ gemacht, für die nächste Trockenphase, die auch bestimmt wieder kommen wird…

Fotoprojekt „Der Herbst“ IV

Hier geht es zum Projekt. Diese Woche ist die Frage:
„Was gibt es oft im Herbst?“
Danke, Roland, für die Inspiration, denn bis vor einer halben Stunde wusste ich noch nicht, was ich heute kochen würde. Und irgendwie haben mich die vielen Kastanien zum um die Ecke denken gebracht😅.

Ich präsentiere also hungrig und gespannt:

Unschwer zu erkennen, es wird Kürbissuppe geben. Heute die etwas schärfere Variante mit Chili. Inzwischen habe ich mehrere Rezepte, nur mit der oft empfohlenen Kokosmilch kann ich mich nicht so recht anfreunden. Mitunter koche ich sogar ungefähr 10 Liter auf einmal für Veranstaltungen. So auch demnächst am 31. Oktober.

Wo Vergänglichkeit auf die Ewigkeit trifft

Die Friedhofskapelle des Nordfriedhofes Minden

Zu Friedhöfen habe ich ein zwiespältiges Verhältnis, das sich seit Jahrzehnten zwar immer etwas wandelt, aber der Zwiespalt an sich bleibt. Als Kind begleitete ich meine Mutter mindestens einmal im Monat zu den Friedhöfen, bei uns im Dorf, wo ihre Eltern begraben waren und nach Minden auf den Südfriedhof zu den Gräbern meiner Großeltern väterlicherseits. Ja, ich hatte nicht lange in meinem Leben Großeltern, da ich das spätgeborene Kind einer Mutter war, die selbst auch schon die Jüngste in ihrer Familie war.

Alte Familiengruft auf dem Nordfriedhof

Also wurden die Gräber gepflegt, es wurde gejätet, geschnitten, geharkt, gegossen, Mama hatte extra eine „kleine Friedhofsharke“ (die übrigens immer noch existiert), mit der am Ende die Furchen schön parallel in der dunklen Erde gezogen wurden. Wie auf allen anderen Gräbern in der Umgebung auch. Und zweimal im Jahr, vor Ostern und vor Totensonntag, gab es Großeinsätze. Dann wurden auch zu groß gewordene Koniferen ausgetauscht. Die Großen nahmen wir mit nach Hause und pflanzten sie im Garten ein, dafür wurden kleine Pflanzen nachgekauft, bei denen sich das Spiel nach ein paar Jahren wiederholte. Zu Ostern gab es außerdem zum Abschluss Tulpen, im November einen Kranz als Winterschmuck. Überflüssig zu erwähnen, dass gerade diese großen Aktionen für ein Kind schnell langweilig wurden.

Vor vier Wochen lief hier noch Wasser, gerade in diesem Jahr Inbegriff des Lebens

Schon damals, vor fast einem halben Jahrhundert, machte ich mich also auf den Weg, während meine Mutter an den Gräbern hingebungsvoll arbeitete, und erkundete den Friedhof. Bei uns im Dorf war das übersichtlich und recht schnell geschehen, ich balancierte auf Grabumrandungen (sorry, so mit ungefähr fünf Jahren macht man sich noch keine Gedanken, ob das „schicklich“ ist), bewunderte alte Familiengruften der Landwirtsfamilien, sammelte je nach Jahreszeit Blumen, Kiefernzapfen oder Kastanien und Eicheln. In Minden war der Friedhof ungleich viel größer, mit „uralten“ Bereichen, die total zugewachsen waren mit sehr großen Eiben, hohen und dicken Lebensbäumen, schiefen und verwitterten Sandsteingrabsteinen. Da konnte sich ein Dötz schon mal verlaufen.

Prächtige Gruft mit Sarkophag. Heute eher unüblich.

Warum ich das erzähle? Weil ich vermute, mein innerer Zwiespalt rührt aus dieser Zeit. Ich weiß um die Stärke und Wichtigkeit von Ritualen, sie können heilen helfen in Zeiten der Trauer. Ich habe auch früher immer gesagt, es ist gut, einen konkreten Ort zu haben, an dem man gedenken kann. Ein Teil von mir sieht das heute noch so. Ich möchte jedenfalls niemandem die rituelle Grabpflege madig machen, weil es oft ein tiefes Bedürfnis ist, aber ich musste leider auch häufig beobachten, dass sie nur aus dem Grund betrieben wurde, „die Leute“ könnten ein schlechtes Bild bekommen. Und diese Motivation fühlt sich für mich falsch an.
Inzwischen habe ich noch ein anderes Verständnis dazugewonnen: Das Gedenken findet bei mir persönlich eher in Alltagssituationen statt. Zum Beispiel hier auf dem Blog, wenn ich kleine Anekdoten aufschreibe. Oder bei der Gartenarbeit, wenn mir in den Sinn kommt, wie Mama mich als Kind angeleitet hat (und ich trotzdem sehr vieles heute anders mache😉, weil mir neben Traditionen auch neue Herangehensweisen wichtig sind). Wenn ich den Rotkohl grundsätzlich nach ihrem Rezept „frei Schnauze“ koche, aber ein paar Kleinigkeiten verändere, die es zu meinem ganz eigenen machen.

Friedhöfe liebe ich nach wie vor. Als Orte der Stille (auch, wenn ich heute früh leider in der Zeitung lesen musste, dass auf dem Nordfriedhof neuerdings eine Gruppe Leute säuft und randaliert, was ist mit manchen Menschen bloß los?), der Besinnung, der Erinnerung. Als ich gestern über den alten Teil des Friedhofes geschlendert bin, habe ich einige der alten Familiengruften fotografiert, weil sie Geschichten erzählen. Ganz bewusst habe ich alte Grabstellen ausgewählt, wo die letzte Bestattung schon lange zurückliegt und darauf geachtet, dass möglichst keine persönlichen Angaben lesbar sind. Die Geschichten, die hier erzählt werden, handeln von familiärer Identität über Generationen hinweg. Von Honoratioren der Stadtgeschichte, deren Wichtigkeit und Wert noch nach ihrem Tod in Stein gemeißelt wurde. Grabstätten mit Sandsteinbänken, eine sogar mit einem relativ modernen Gartenstuhl, die davon zeugen, dass Menschen die Nähe ihrer Vorfahren such(t)en, als Trost, als Bestätigung der Bindung oder als Ruhepunkt im unbeständigen Leben.
Andere Geschichten handeln von unerfüllten Hoffnungen, wie der Grabstein eines Fliegers aus dem ersten Weltkrieg. Die Eltern des jungen Mannes hatten sogar auf den Grabstein schreiben lassen, in welcher Berufsausbildung sich ihr Sohn befand, als er brutal aus dem Leben gerissen wurde.
Sehr berührend und wegen der Aktualität natürlich ohne Fotos ist das Sternenkindergrabfeld. Bunte Windspiele, Kuscheltiere, Laternchen, Spielzeugautos und viele kleine persönliche Statements zeigen anschaulich, dass die Trauer um ein Baby, das nicht leben konnte, nicht in einer bestimmten Zeit „abgearbeitet“ werden kann, wie es von der Gesellschaft mehr oder weniger unterschwellig aber oft erwartet wird. Werten will ich nichts davon.

Besonders empfinde ich auf Friedhöfen immer den Geruch, nach vielen Pflanzen, großen Bäumen und kleinen Stauden, im Herbst gern auch etwas modrig, nach Vergehen. Die Vögel singen zu fast jeder Jahreszeit, weil sich hier viele Nistplätze finden. Auf dem Nordfriedhof gibt es auch eine große Saatkrähenkolonie. Menschen werkeln an den Gräbern, erholen sich auf Sitzbänken am Wegesrand, führen ihren Hund spazieren oder schlendern einfach herum, so wie ich. Keine hundert Meter entfernt ist eine große Ausfallstraße mit viel Verkehr, auf der anderen Seite liegt die Weser und die Kanalschleusen, gegenüber der Weser beginnt das Industriegebiet. Aber hier ist von Alltag, Hektik und Lärm nichts spürbar. Ein bisschen wie ein Kokon, in dem die Zeit eine untergeordnete Rolle spielt.

Friedhöfe sind Orte der Trauer, keine Frage. Aber sie sind auch Orte der Besinnung, des Luftholens und der Hoffnung. Ob es nun die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod ist, die Gewissheit, dass Schmerzen und Leid ein Ende finden oder schlicht und einfach ein Ort, der ein innehalten in der Hektik ermöglicht. Sie können dadurch ebenso Kraftorte sein. Alles das hat seine Berechtigung.

Fotoprojekt Herbst Teil 3

Für die dritte Woche von Rolands Fotoprojekt brauchte ich etwas länger, denn obwohl sich die Blätter schön bunt färben (kalte Nächte und relativ warme, sonnige Tage sind hilfreich), bleiben sie zum großen Teil noch hängen.

Es ist also noch nicht so einfach mit dem Motto „Spaziergänge durch raschelndes Herbstlaub“. Hm. Aber heute hatte ich wieder meine Mittwochs-Auszeit und machte mich auf die Suche. Wo gibt es in einer Stadt mehr Bäume als auf einem alten, gut eingewachsenen Friedhof? In Minden zumindest im Glacis, aber das war mir fußläufig zu weit weg. Also Nordfriedhof.

Nun ist es aber auch so, dass auf Friedhöfen fleißige Friedhofsgärtner unterwegs sind. Aber ich hatte beobachtet, dass die Linden zurzeit am meisten Laub abwerfen, also auf zu einer Lindenallee auf dem Friedhof:

Naja, wie gesagt, fleißige Gärtner und so. Aber geraschelt hat es, ich schwöre. Zumindest, wenn die Vögel im Laub herumgehüpft sind😀.

Aber der kurze Spaziergang hat mich auch noch zu einigen anderen Fotos und Gedanken inspiriert, auf die ich demnächst ein wenig ausführlicher eingehen werde.

Fotoprojekt „Der Herbst“ Woche zwei

Zum Fotoprojekt von Roland geht es hier. Seine heutige Aufgabe lautet „Was ist typisch für den Herbst?“

Da fällt mir eine ganze Menge ein. Aber auch dieses Foto, das ich gestern ganz spontan nach einem recht schnell durchziehenden Gewitter aufgenommen habe, dem ein Versprechen vom goldenen Oktober auf dem Fuß folgte.
Eine ausgeklügelte Wetterdramaturgie ist etwas, was ich total herbsttypisch finde und einen gewissen Gemütlichkeitsfaktor kann man nicht leugnen.

Der Blick geht Richtung Westen, nach Nordost ziehen noch die schweren, dramatisch anmutenden Wolken fort. In den nächsten Tagen ist aber eine recht stabile Wetterlage angekündigt, auf die ich mich nach einigen nassen Tagen auch wieder freuen kann.

Herbst am Kanal

Wieder hatte ich ein halbes Stündchen, zum Warten, zur freien Verfügung. Weil ich sowieso in der Nähe war und das Wetter lockte, zog es mich mal wieder zum Wasserstraßenkreuz.

Heute waren beide Schleusen offen, vom Kanal aus gesehen, das sehe ich nicht oft. Aber auf dem linken Foto gibt es ein Detail, das ich noch länger so nicht gesehen habe. Der Kühlturm in der Bildmitte dampft wieder.

Das Steinkohlekraftwerk in Lahde an der Weser wurde im Sommer 2021 vom Netz genommen, aber noch nicht endgültig stillgelegt. Bis Ende September 2022 sollte es als Reserve zur Verfügung stehen. Seit Ende August wird dort nun wieder Strom produziert.

Wunderschön und im Gegensatz zum Sommer auch mit grünem Rasen ist der kleine Park an der alten Schachtschleuse anzusehen, das tut Augen und Gemüt gut.

Zum Schluss stelle ich euch noch ein paar Häuser vor, die in unmittelbarer Nähe zum Wasserstraßenkreuz stehen, Häuser, die ich schon öfter bewundert habe.

Wieder einmal denke ich mir: Wenn ich in Minden wohnen wollte, wäre hier möglicherweise meine bevorzugte Wohnlage. Nah am Wasser, an der Natur, am Stadtrand, am Weserradweg… und die Architektur dieser Häuser gefällt mir sehr gut.
Wahrscheinlicher Wermutstropfen: im Sommerhalbjahr wimmelt es an dieser Straße von Autos, Reisebussen, Motorrädern und Wohnmobilen, deren Nutzer Parkplätze suchen, um eine Fahrt mit der Fahrgastschifffahrt zu unternehmen oder sich die beiden so unterschiedlichen Schleusen aus zwei Jahrhunderten anzusehen, die hier so einträchtig nebeneinander liegen. Und möglicherweise merkwürdige Gerüche von den chemischen und anderen Werken, die auf der gegenüberliegenden Weserseite angesiedelt sind, aber das nur bei Ostwind.

Fotoprojekt -Der Herbst (ist da)

Ich liebe den Herbst (und alle anderen Jahreszeiten normalerweise auch, aber der Herbst gibt fotografisch und kulinarisch einfach so viel her). Deswegen klinke ich mich spontan in das neue Fotoprojekt von Royusch ein.

Das Thema der ersten Woche lautet „Herbst beschreiben“. Oje, die Qual der Wahl. Aber weil ich eben schon im Text die Verbindung mit der Kulinarik hergestellt hatte und weil Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, habe ich für den Anfang dieses Bild herausgesucht:

Kartoffelacker vor der Ernte

Kartoffeln bauen unsere Nachbarn an und ihr solltet mal sehen, welche Autoschlangen sich bei uns durchs Dorf wälzen, wenn der Verkauf der Einkellerungskartoffeln startet. Wahnsinn. Kartoffeln essen wir in jeder Form auch sehr gern, aber dieses Jahr wird es wegen der Trockenheit im Sommer häufig Pellkartoffeln geben, denn die Feldfrüchte sind ziemlich klein ausgefallen, da schäle ich ungern noch was ab. Ein kleiner Vorgeschmack darauf, was mit zunehmendem Klimawandel auch auf uns hier im reichen Deutschland zukommt? Ich weiß es nicht, die Zeit wird es zeigen.

Dankbar bin ich allemal für alles, was unsere Böden hergeben und freue mich darauf, am kommenden Sonntag in der mit Erntegaben geschmückten Kirche diesen Dank auch feiern zu können. Die Gaben gehen dann übrigens am Montag an die örtliche Tafel.

Wasserstandsmeldung Weser

Gestern früh las ich in der Tageszeitung einen Artikel, dass der Weser langsam das Wasser ausgeht. Laut „Pegelonline“ war zu der Zeit am Pegel Porta noch ein Wasserstand von 126 cm. Auf der Oberweser war bereits der Schiffsverkehr eingestellt, bei uns hier profitieren wir (noch) von der Staustufe in Petershagen, der Rückstau sorgt unter anderem dafür, dass die Versorgung des Mittellandkanales aus der Weser noch gewährleistet ist (Ja, auch der Kanal verliert Wasser. Nicht so viel wie die Weser, aber auch dort findet Verdunstung statt.) In Hameln sah das schon ganz anders aus, dort waren es gestern früh 66 cm. Werra und Fulda, die Quellflüsse der Weser, sind schon ziemlich flach, aber auch die Diemel- und die Edertalsperre können nicht mehr viel Wasser abgeben.

Der Zeitungsartikel inspirierte mich, auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad einen Abstecher an die Kanueinsetzstelle am Porta Bahnhof zu machen. Es sieht noch nicht so spektakulär aus wie am Rhein, aber viel Wasser ist da definitiv nicht:

Bild 1: Blick auf die andere Weserseite nach Barkhausen. Kanuten haben dort schon Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen.
Bild 2 und 3: Der Schiffsanleger für die Fahrgastschifffahrt sieht noch gut versorgt aus, aber das täuscht. Bis hier kann die „weiße Flotte“ nicht mehr fahren, es ist zu flach.
Bild 4 und 5: Mein Standpunkt ist eine Kanueinsetzstelle. Normalerweise geht das Wasser mindestens bis an die unterste Stufe heran, manchmal sogar etwas mehr. Aktuell ist von der Oberkante des Brettes bis an die Wasseroberfläche mehr als ein halber Meter Platz, Kanus einsetzen klappt nicht, denn wie man auf Bild 6 und 7 sieht, ragen die Steine teilweise aus dem Wasser.

Jetzt, wo ich dieses schreibe, ist der Pegel Porta auf 107 cm gesunken. Nennenswerte Regenfälle werden uns nicht angekündigt. Und ich bin gerade ganz froh, dass ich in meinem Garten die Brennnesseln und Disteln stehengelassen habe. Nicht, dass diese Absicht dahintergestanden hätte, aber es ist hier immer noch relativ viel Grün zu sehen, weil der Boden fast flächendeckend beschattet wird. Wind und Sonne kommen jedenfalls nicht zum Zug. Und das, obwohl ich nur die Tomaten, Chilis und Paprika an der Hauswand relativ sparsam mit dem restlichen Regenwasser aus dem Tank versorge.

…Wasser…

Immerhin. Vier Liter Wasser auf den Quadratmeter in 24 Stunden. Das war gestern.
Heute haben wir eine Mädelstour mit Quoten“mann“ Kalle durchs Hiller Moor gemacht.

„Großes Torfmoor und Altes Moor bilden mit der Bastauniederung wesentliche Kerngebiete im Biotopverbund zwischen Weserniederung und dem Bastau-Hunte-Korridor und sind diesbezüglich von herausragender Bedeutung. Für den Naturraum der DümmerGeest-Niederung stellt es den typischen Lebensraum eines Hochmoores dar, der neben den eigentlichen Hochmoorbereichen mit einem äußerst strukturreichen Vegetationskomplex auch noch Birken-Moorwald und ausgedehnte Feuchtheiden aufweist. Das Gebiet bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten – darunter viele seltene und gefährdete Arten, z. B. BekassineKrickente und Knäkente sowie Moorfrosch – einen Brut-, Nahrungs-, Durchzugs- und Siedlungsraum ersten Ranges. Sowohl ornithologisch als auch pflanzensoziologisch darf dieses Moor sicher in die Reihe der international wichtigsten Feuchtgebiete eingestuft werden. Aus diesem Grund wurde das Große Torfmoor 1980 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Kerngebiet, das eigentliche Hochmoorgebiet, umfasst eine Fläche von ca. 3,5 km², (davon 2,3 km² auf Lübbecker und 1,2 km² auf Hiller Stadt-/Gemeindegebiet). Das gesamte Naturschutzgebiet umfasst dagegen mittlerweile rund 20 km² Fläche. Zur Fauna gehört unter anderem auch der Weißstorch, der innerhalb Westfalens im Kreis Minden-Lübbecke seinen Verbreitungsschwerpunkt hat.

Nah beim Moor liegt bereits der Naturpark Wiehengebirge (im Süden), die Naturschutzgebiete Altes Moor und Freimoor (im Norden) und die entlang des Kanals gelegenen Naturschutzgebiete Gehlenbecker MaschRauhe Horst – SchäferwiesenEllerburger Wiesen und Bastauwiesen. Insgesamt liegt das Große Torfmoor daher in einem großräumigen Biotopverbund.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fes_Torfmoor

Wo letztes Jahr im Bruchwald noch Tümpel waren, in denen Enten herumplantschten, bekommen die Schwarzerlen augenblicklich trockene Füße und Brombeerhecken breiten sich aus.

Ein Moorteich, auf dem Teichrosen normalerweise schwimmen, sah ebenso traurig aus, die Blätter der Wasserpflanzen werden schon gelb und rollen sich ein.

Kalle fand trotzdem in einem unaufmerksamen Augenblick den einzigen Pfuhl mit brackigem Wasser direkt am Weg, in den er mit einem lauten „Platsch“ einen Köpper machte…

Den Modder an seinen Beinen kann man aus der Perspektive nur vage erahnen…

Ein größerer Moorsee war immerhin noch nicht ausgetrocknet, so dass Enten und Gänse sich noch wohlfühlen können, aber der Wasserstand ist deutlich niedriger als sonst. Auch die Heideblüte ist farblich leicht ausgeblichen und eher verhalten.

Immerhin freuen die Wildbienen und Hummeln sich über die ausgiebige Distelblütenpracht. Immerhin etwas…

Insgesamt waren nur wenige Menschen im Moor unterwegs, auch die Schafe der Moorschäferei haben wir nicht gesehen.
Aber etwas hat mich so geschockt, dass ich es gar nicht erst fotografiert habe:
Es gibt eine Moortretanlage, ähnlich wie ein Kneippbecken, wo man seine Runden durch den Mutt drehen kann und dann die Beine unter einer Schwengelpumpe mit teebraunem Moorwasser wieder abwaschen. Was soll ich sagen: knochentrocken!

Ein solches Moor kann keine vernünftige CO2-Senke sein. Eher im Gegenteil. Und die moortypischen Pflanzen und Tiere verlieren ihren Lebensraum, der in den letzten 30 Jahren mit viel Geduld, Geld und Arbeitseinsatz renaturiert wurde und immer noch wird.

Himmelfahrt auf dem Berg

Für alle, die aus den „echten Bergen“ kommen, mag der Ausdruck vielleicht hochstaplerisch klingen, aber unser Jakobsberg stellt tatsächlich die Grenze zwischen Mittelgebirge und norddeutscher Tiefebene dar. Oben auf dem Jakobsberg steht der Fernsehturm, unten im Berg sind die Stollen der Nazis, die sie von Zwangsarbeitern graben ließen. Auf dem Wanderparkplatz am Fernsehturm findet seit Jahrzehnten immer an Christi Himmelfahrt morgens um 8 Uhr ein Open-Air-Gottesdienst unserer Kirchengemeinde statt. Mit Posaunenchor. Manchmal auch mit Regen, meist aber schafft Petrus es, dass es trocken ist. Heute war es auch trocken, obwohl es um 7 Uhr noch regnete.

Am Fuß des Fernsehturms gibt es einen Kiosk, der vom Bismarckbund betrieben wird, die Ehrenamtlichen, die sich darum kümmern, hatten extra auch schon frühzeitig geöffnet. Sehr nett, wir haben dann auch mit einigen Leuten nach dem Gottesdienst dort einen Kaffee getrunken. Und ich bin nach langer Zeit mal wieder auf die Aussichtsplattform des Fernsehturms gestiegen.

Ich hatte schon bessere Sichtverhältnisse dort oben, aber vor allem bin ich erschrocken. Ich war einige Jahre nicht mehr aufgestiegen, weil ich Höhenangst habe. Heute war ich ein bisschen geschockt, weil in den Jahren so viel Landschaft versiegelt wurde.

Bild 1: Blick nach Norden, prominent in der Mitte das Logistikzentrum, das erst letztes Jahr direkt bei uns am Ortsrand gebaut wurde.
Bild 2: Der graublaue Bereich im Hintergrund ist Minden. Ich werde wohl demnächst nochmal mit der Kamera und dem Teleobjektiv hochsteigen, das Handy gibt nicht viel her.
Bild 3: Blick nach Westen, auf das Wiehengebirge mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Links die Weser, die hier an der Porta Westfalica ihren Durchbruch durch die beiden Gebirgsketten hat.
Bild 4: Nochmal der Blick nach Westen. Links vom Wiehengebirge ist Bad Oeynhausen im Hintergrund, rechts geht es nach Lübbecke. (Bei Handballfans und Biertrinkern bekannt)
Bild 5: Richtung Südwest. Im Tal ist Hausberge zu sehen, der Hauptort von Porta Westfalica
Bild 6 und 7: Süden. Immer noch etwas Hausberge, erschreckend viel kaputter Wald und der weite Blick ins Lipperland.
Bild 8: Nochmal nördliche Blickrichtung. Im Hintergrund die vielen Baggerseen von Petershagen.

Es fehlt (und ich dachte, ich hätte auch nach Osten fotografiert) der Blick nach Nordost und Ost. Aber das wirklich spannende, nämlich der Ausblick bis zum Steinhuder Meer und zu den Kalihalden in Wunstorf, lag heute sowieso im Dunst. Viel weiter als Bückeburg ging der Blick nicht.

Farbenfroh: der Sitzbereich des Kiosks. Dort kann man auch Kuchen oder Bratwurst essen.

Auf dem Parkplatz, wo der Gottesdienst stattfand, parkte ein Wohnmobil aus Leipzig. Das Ehepaar, das dazugehörte, war angenehm überrascht vom unverhofften Kulturprogramm, mit dem sie natürlich nicht gerechnet hatten. Sie meinten, wenn wir das jedes Jahr dort machen, könnten sie ja 2023 wiederkommen.

In den meisten Jahren wandere ich übrigens frühmorgens durch den Wald dorthin, dieses Jahr bin ich nur zu Fuß wieder nach Hause gegangen. Ich traue meinen Füßen nicht so ganz. Aber mein Waldspaziergang hat mir richtig gutgetan, vor allem meinen Blick wieder auf die schönen Details der Natur gerichtet, nach dem gestrigen Tag konnte ich das gut gebrauchen und habe es genossen.

Ich brauche dringend wieder mehr Natur und weniger Nachrichten. Heute geht es den Rest des Tages ruhig zu. Ich werde lesen, ein bisschen am Gemeindebrief weiterarbeiten und vermutlich noch Holunderblütensirup ansetzen. Ich hoffe, die Blüten sind nicht allzu ausgewaschen nach den letzten Tagen mit Regen und Wind. Einen gesegneten Feiertag wünsche ich allerseits.

Ereignisreiches Wochenende

NRW hat gewählt. Das will ich hier jetzt gar nicht weiter thematisieren, nur soviel: Gut, dass die AfD weniger Stimmen bekommen hat (wenn auch leider nicht wenig genug); und dass die FDP so abgestürzt ist, wundert mich auch nicht wirklich. Obwohl einiges der Ampel angekreidet wird, bin ich der Meinung, hier ist vor allem die Bildungspolitik abgestraft worden. Mit dem Rest kann (und werde, denn was soll ich sonst tun?) ich leben. Wir hatten unsere Stimmen bereits vorab per Briefwahl abgegeben, denn am Sonntag waren Edgar, Yvonne und ich in Hamburg.

Während Edgar lernte, mit dem Radarsystem umzugehen, welches auch auf der „Sterntaler“ an Bord ist, machten Yvonne und ich ein tagestouristenübliches Besichtigungsprogramm. Nachdem wir es von Billhorn bis in die Hafencity geschafft hatten, enterten wir zunächst die Elphi und genossen den Rundumblick:

Je nachdem, wohin wir blickten, bot sich eine andere Skyline: Über der Innenstadt diverse Kirchtürme, elbaufwärts in der Hafencity ganze 18 Baukräne, in Richtung Containerterminals (mit den Musicaltheatern im Vordergrund auf der gegenüberliegenden Elbseite) die großen Containerbrücken, vor uns in Richtung Landungsbrücken bot sich ein buntes Potpourri aus ganz unterschiedlichen Schiffstypen.

Hamburg heißt auch: Fernsehkulissen. Ein Foto von der Haifischbar und dem danebenliegenden „Schellfischposten“ (die winzige Kneipe aus „Inas Nacht“) habe ich leider nicht, das war vom Wasser aus zu weit weg und außerdem hätte ich zu viele Köpfe fremder Menschen im Bild gehabt.
Dafür habe ich diese Impressionen:

Die Speicherstadt der „Pfefferkörner“, die Polizeiwache an der Kehrwiederspitze aus „Notruf Hafenkante“ und das Gebäude, das in derselben Serie als „EKH“ (Elbkrankenhaus) bekannt ist. Die Polizeiwache ist echt, das Krankenhaus nicht.

Nachdem wir von der Elphi wieder runter waren, sind wir Richtung Landungsbrücken marschiert und haben (danke für den Tipp, Martha) eine XXL-Hafenrundfahrt gemacht. Die war zwar nicht ganz billig, hat sich aber definitiv gelohnt. Ich habe mir hinterher mal auf Google Maps angesehen, wo wir da überall rumgeschippert sind, das war schon toll. Vor allem, wenn ich bedenke, wie das alles mal irgendwann gebaut wurde. Das meiste davon zu einer Zeit, als es die modernen Errungenschaften noch nicht gab, die uns heute so selbstverständlich das Bauen erleichtern…

Fotobeschreibungen: Fischauktionshalle (von solchen Bauten können sich heutige Logistiker gern eine Scheibe abschneiden), Kreuzfahrtschiff, Raddampfer vor dem Containerhafen, Elbstrand, Die Natur erobert sich überall ihren Platz, Größenunterschiede, Landungsbrücken mit Michel, Kurs auf die Elphi.

David zieht Goliath
Wer hier wohl vermisst wurde?

Die Speicherstadt finde ich total faszinierend. Und weil sie zum Weltkulturerbe gehört, wird sie gut geschützt. Auf dem rechten Foto sieht man das „Wasserschloss“ vom Fleet aus, später sind wir noch dort gewesen und haben draußen auf der Terrasse einen Latte Macchiato genossen. Das Gebäude ist von außen und von innen sehenswert, denn wenn man drin ist oder auf der Terrasse sitzt, sieht es so aus, als ob das Gebäude über eine bestehende Straße aus „Katzenköpfen“, mitsamt Bordsteinkanten, gebaut wurde.

Was mich an Hamburg total fasziniert, ist die Vielfalt. Kulturell und architektonisch, die abwechslungsreiche Melange aus Industrie, Handel, Kunst, Wohnen und Natur, Arbeit und Freizeitvergnügen, und das alles mitten in der Stadt.

Bewundernswert. Ich darf mir gar nicht vorstellen, so bei der Wärme die ganze Zeit still dazusitzen, dann juckt mir schon die Nase😅

Randvoll mit Eindrücken ging es abends zurück nach Hause. Und mit dem Versprechen an mich selbst, unbedingt wieder dort hinzufahren.

Entzückender Dieb

Diese kleine Szene, die ich eben „bewundern“ durfte, hat definitiv meinen Tag erhellt. Als ich in der Küche alle Sachen für den Abwasch bereitstellte und draußen eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahrnahm, schaute ich genauer hin und schnappte mir fix das Handy, denn die Kamera lag natürlich mal wieder im Büro.

Aber wer rechnet auch beim Abwasch mit einem hungrigen Eichhörnchen, das die Meisenknödel offensichtlich viel interessanter findet als die bereitgestellten Nüsse. Die Fotos sind zwar durch das starke Heranzoomen und den Blick durch das Fensterglas etwas unscharf, angesichts der Möglichkeit, die akrobatische Einlage für die Ewigkeit festzuhalten, war mir das aber ziemlich egal.

Auch wenn Eichhörnchen es mit den Eigentumsverhältnissen nicht immer so genau nehmen, ich mag die kleinen Räuber.

Weite pur

Ein paar Eindrücke vom Wochenende:

Wasser, Wind, Wellen. Das Gefühl von Weite und auch Freiheit, das ist es, was mich immer wieder ans Wasser zieht. Seit Edgar und ich zusammen sind, hat zwar immer mal das Ziel gewechselt: französische Atlantikküste – Mecklenburgische Seenplatte – Schleswig-Holstein – aber Wasser war immer ein Muss. Selbst wenn es mal in die Berge ging mit dem Wohnwagen, stets war ein See dabei: Keutschacher See, Natterer See, Hopfensee oder Pilsensee.

Ich mag auch die ostfriesischen Inseln sehr gern, aber zum Segeln ist die Ostsee etwas einfacher, weil man nicht ständig den Tidenkalender parat haben muss. Dafür hat sie andere Herausforderungen: viele militärische Übungsgebiete und sehr flaches Wasser zwischen den Inseln der dänischen Südsee (auf den Tiefgang achten!). Und reichlich Fährverkehr.

Bei diesem April-Aufenthalt zog das Wetter mal wieder sämtliche Register und machte seinem Namen alle Ehre, das ganze Wochenende herrschte heftiger Westwind. An diesem Wochenende fand auch das Frauen-Skippertraining statt, zu dem ich mich ursprünglich auch anmelden wollte. Wegen meiner Schulter bin ich froh, dass ich es nicht getan habe, ich bin aber ziemlich sicher, dass diese Frauen demnächst bei jedem Wetter mit den Booten klarkommen, denn sie hatten definitiv ein Schwerwettertraining mit im Paket😄.

Für mich war der Kurzurlaub zwar schon am Montagmorgen wieder beendet, während Edgar mit den Mädels noch ein paar Tage bleiben kann, aber ich zeige euch noch ein paar Eindrücke von unserer Wanderung am Sonntag und habe auch noch ein paar Bahnfahrt-Erlebnisse, die ich im nächsten Beitrag erzählen werde.

Die Steilküste zwischen Weissenhäuser Strand und Heiligenhafen ist schon spannend. An einigen Stellen haben bei starker Brandung Surfer ihren Spaß, aber in weiten Teilen ist weder Schwimmen noch Surfen angebracht, weil da einfach riesige Findlinge im Wasser herumliegen. Die Steilküste ist auch Steinküste. Und Brutgebiet für Wasservögel, daher teilweise abgesperrt, damit die Leute nicht die Gelege der Strandbrüter zertrampeln. Dafür haben wir ein bisschen Alm-Feeling bekommen, weil ein Wander- und Radweg mitten über eine Galloway-Weide führt. Sehr hübsche Rinder, sie erinnerten mich an ein Bilderbuch mit dem Titel „Hello, my Name is Betty“ (über eine Highland-Kuh, die auf einen norddeutschen Bauernhof kommt).

Gleich werde ich erstmal ein paar Stunden in der Buchhandlung eckige Ostereier an die Menschheit bringen, den Rest erzähle ich später.

P10 Themenwort W#09: Vergänglichkeit

Nachdem ich einmal ausgesetzt habe, weil mir in Woche 8 einfach mal nichts einfiel, bin ich heute ganz schnell fündig geworden und kann Wortmans Neugierde bezüglich unserer Ideen prompt befriedigen.

Sinnigerweise flogen mir die Motive nur so zu, bei meiner sonntäglichen Gartenbuddelei, und so kann ich nun in einem Abwasch kreativ sein und Pause machen. Praktisch.

Mein selbstgebauter Rosenbogen, sturmzerzaust und von den Resten der letztjährigen Brennnessel“plantage“ umwuchert…

Wenn du in meinem Blog etwas nach unten scrollst, siehst du an der rechten Seite ein Foto von vor einigen Jahren, als ich den Rosenbogen aufbaute. Die Rosen wuchsen erst ganz wunderbar und umrankten den Bogen malerisch, aber entweder waren die Trockensommer 2018 und 2019 nicht gut für sie oder wir hatten eine ganz besonders hungrige Wühlmausbande, die von unten alles abgeknabbert hat. Letztes Jahr waren sie einfach weg. Außerdem haben die beiden letzten Jahre, als ich aus gesundheitlichen Gründen das Grundstück sehr vernachlässigt habe, auch deutlich sichtbare Spuren hinterlassen… Mal sehen, ob ich den Bogen wieder in Schuss bekomme.

Die Schilfmatten müssen dieses Jahr auch ersetzt werden…

Kalle ist ein kleiner Houdini. Er entfesselt sich zwar nicht, aber sein Freiheitsdrang lässt ihn Maschendrahtzäune aufbördeln. Und dann entwischt er mir durch das beharrlich vergrößerte Loch und geht in der Nachbarschaft spazieren. Um das zu verhindern, habe ich vor einigen Jahren Weidenmatten vor dem Zaun befestigt. Aber der Zahn der Zeit nagt ganz kräftig und erinnert mich an die Vergänglichkeit dieses Materials. Dieses Jahr habe ich reichlich Schnittgut von jungen, wild wuchernden Ahörnern, daraus flechte ich jetzt peu à peu neue Zäune, die ich dann im Sommer mit Wicken beranken lassen will.

Vergehen heißt auch: da kommt Neues

Und zuletzt werde ich doch noch ein bisschen sentimental philosophisch. Seit meiner frühen Kindheit stand seitlich vom Haus eine kleine Fliederhecke, die alljährlich im Frühjahr herrlich lila blühte. Seit ungefähr 10 Jahren musste ich in jedem Jahr etwas von dieser Hecke ausbuddeln, weil der Flieder immer weiter kaputtging. Aber zumindest an einer Stelle trieben neue Stämmchen aus den alten Wurzeln, so dass ich mich in ein paar Wochen wenigstens ein kleines bisschen über den duftenden Flieder freuen kann. Die abgeschnittenen Stämme des alten Flieders hatte ich in längeren Stücken dekorativ zwischen die Stauden rundum gelegt, die sind inzwischen zu begehrten Lebensräume für Asseln und andere Krabbeltiere geworden.

So. Pause beendet, Herausforderung angenommen und beantwortet, jetzt geht es weiter. Von den Brennnessel- und Gierschwurzeln, die ich heute ausgrabe, könnte ich glatt heute Abend meine Familie durchfüttern…

Zauber…

Eine neue Woche mit dem Fotoprojekt von Wortman. Das Wort lautet ZAUBER. Das erste, was mir einfiel, war die erste Zeile „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ des Gedichtes Stufen von Hermann Hesse. Aber es gibt ja auch noch ganz andere zauberhafte Momente.

Ganz persönlich erlebe ich immer wieder eine Art von Zauber, wenn ich mitten in der freien Natur unterwegs bin. Ein Zauber, der vom Staunen und der Ehrfurcht herrührt: So unglaublich vielfältig, bunt, formenreich, winzig klein oder riesig groß ist unsere Welt! Daher habe ich für diese Woche ein paar Fotos aus dem Müritz-Nationalpark herausgesucht, die ich für geeignet halte, dieses Staunen ein wenig zu illustrieren.

Der erste Frühjahrs-Vollmond, also der Vollmond vor Ostern, über dem Useriner See hat mich immer wieder fasziniert.
Die Morgensonne, die verheißend den neuen Tag ankündigt, voller Entfaltungsmöglichkeiten.
Die Havel zwischen Ziegenwinkel und Görtowsee im Herbst. Aus der Perspektive im Kajak ist der Mensch ganz klein und in die Landschaft eingebettet. Ruhe, nur von Vogelgezwitscher und den leisen Geräuschen der eintauchenden Paddel unterbrochen (wenn man nicht gerade in den Sommerferien unterwegs ist). Der Geruch nach Waldboden, Wasser und Pilzen. Dann und wann ein Tier, das dich genauso neugierig beäugt wie umgekehrt.

Ich höre jetzt mal besser auf, bekomme gerade einen akuten Anfall von Sehnsucht gepaart mit Augenpipi…

Regenbogen und Freudentränen

Von innen nach außen und von außen nach innen. Texte und Fotos

ROYUSCH-UNTERWEGS

Reiseberichte, Radtouren, Wanderungen, Bilder und mehr ....

Kommunikatives Lesen

Rezensionen zu aktuellen Büchern aus den Beststeller-Listen

Gnubbels kleine Gedankenwelt

Wenn man niemanden zum Reden hat aber die Gedanken und Erlebnisse einfach raus müssen...

Unterwegs ist das Ziel

Ausflugsziele und DIY Anleitungen

Allerlei Gedanken

von Monika Huber

Sterntaler

Die Ostsee unter Segeln entdecken

Ich lese

Bücher sind die Freiheit des Geistes

Charis {ma}

Intuition ist besser als gar kein Plan ...

Schnippelboy

Ein Tagebuch unserer Alltagsküche-Leicht zum Nachkochen

Birthes bunter Blog-Garten

Grüner Garten-Frische Küche-Bunte Alltagswelt

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