Geh da endlich weg…

… und gib mir meine Kaustange wieder!

Jeden Morgen bekommen Lucy und Kalle eine Kaustange aus Rinderhaut. Zum Zähneputzen und um die Zeit bis zum Frühstück zu überbrücken.

Heute war Kalle so ungeduldig, dass er seine verloren hat und sie unter das Klavier gerutscht ist. Also legte er sich vor das Klavier und wartete. Aber weder krabbelte die Kaustange von sich aus ans Tageslicht, noch ging das Klavier aus dem Weg. Zwischendurch schaute er mich bittend an, aber ich kam auch nicht dran.

Okay, er bekam eine andere. Und ich muss wohl mit dem Staubsauger und der schmalen Düse ran, denn dieses Klavier braucht mindestens zwei starke Männer, um es zu bewegen…

Immerhin brachte mich diese kleine Episode heute früh zu herzhaftem Lachen. Das ist dieser Tage wertvoll.

Gemeinsam

„Zusammen ist man weniger allein“ ist ein Buchtitel. Lucy und Kalle gehen sich zwar auch gern mal aus dem Weg, und ihre Kissen im Flur liegen an unterschiedlichen Plätzen, aber es gibt auch Situationen, wo sie sich sehr einig sind.

Zum Beispiel, wenn sie in der Küche vor der Heizung liegen und darauf warten, dass sie nach unserem Mittagessen ein Stückchen trockenes Brot bekommen. (Auf dem Foto links oben und rechts unten.) Oder wenn sie darauf warten, dass Kathrin von der Schule nach hause kommt (links unten), wobei Lucy zwischendurch gern mal ihre Aufmerksamkeit Richtung Nachbarschaft richtet, um zu hören, was die Hündin nebenan zu erzählen hat.

Geht es aber um Banane aus dem Kong (rechts oben) oder die Mittagsruhe an einem lauschigen Plätzchen (rechts mittig), dann genießen sie das lieber jeder für sich.

Hunde sind halt auch nur Menschen.

Oder vielleicht sollte ich eher sagen: Menschen sind halt auch nur Hunde…😜

Nur die Harten kommen in den Garten?

Nicht mal Mittag, im Schatten 30 Grad, und unser Dicker will nach draußen. Am liebsten in die Sonne legen. Wenn man dann auf seinem Fell Spiegeleier braten kann und ihn wieder reinlotst, legt er sich wieder vor die Tür und jammert. Lucy übrigens auch. Aber die ist alt, schwarz und muss zurzeit auch noch einen Kragen tragen. Alles keine guten Voraussetzungen für draußen.

Überall in den sozialen Medien, In Fernsehen und Tagespresse wird darauf hingewiesen, dass man seine Hunde nicht der prallen Sonne aussetzen soll und sie nicht im Auto lassen usw. Alles gute und richtige Tipps, die ich unseren beiden Spezialisten vielleicht mal vorlesen sollte. Aber ob sie dann besser verstehen, warum ich sie damit quäle, dass sie lieber in der Waschküche (da ist „nur“ 26 Grad) auf dem relativ kühlen Steinboden liegen sollen? Ich wage es zu bezweifeln…

Kommunikation ist alles

Lucy (die Schwarze) und Kalle (rate mal…) reagieren gerne wie Schwerhörige oder Faultiere, wenn ich sie rufe. Dann reagieren sie am schnellsten auf „Papa“, denn der hat die beste „Schimpfstimme“. Aber gerade habe ich eine Kehlkopfentzündung und ich stelle fest, sie verstehen und befolgen auch Zeichensprache, und zwar nicht nur die Kommandos, die sie von klein auf auch als unterstützende Zeichen gelernt haben…

Ach, ich könnte sie gerade knuddeln, nee doch nicht, ich höre gerade, dass Lucy Kalle wieder mal lautstark erziehen will und er sich rächt, indem er sie an den Ohren zieht.