15. Dezember

Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel. (Jesaja 7,14)

Immanuel bedeutet „Gott ist mit uns“. Dieses Zeichen verspricht der Herr durch Jesaja dem verzagten König Ahas von Juda. Der ist in einer verzwickten Situation. Feinde bedrohen Juda und Jerusalem von allen Seiten. Er sieht keinen Ausweg mehr, keine Zukunft.

Ein Kind? Ein neugeborenes Baby sogar? Was, bitte, soll denn ein Kind bewirken können? Und doch: Ein jedes Kind, jedes Neugeborene, ist ein untrüglicher Zeiger in die Zukunft. Wie soll es denn weitergehen, wie soll es Zukunft geben, wenn nicht durch Kinder? Die Geburt eines Kindes ist das Zeichen schlechthin, dass ein Neuanfang stattfindet.

Damals, für König Ahas, war es das Zeichen in die Zukunft, und auch heute ist es nicht anders. Selbst dann, wenn wir uns heute oft fragen, in welche ungewisse und schwierige Zeit unsere Kinder hineingeboren werden…

Ohne Kinder stirbt auch das letzte bisschen Hoffnung. Ohne Kinder ist die Zukunft tot!

14. Dezember

Doch wer glaubt schon unserer Botschaft? Wer erkennt, dass der HERR es ist, der diese mächtigen Taten vollbringt? Gott ließ seinen Diener emporwachsen wie einen jungen Trieb aus trockenem Boden. Er war weder stattlich noch schön. Nein, wir fanden ihn unansehnlich, er gefiel uns nicht! Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet. Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte. Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft – und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir alle irrten umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Der HERR aber lud alle unsere Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er duldete es ohne ein Wort. Er war stumm wie ein Lamm, das man zur Schlachtung führt. Und wie ein Schaf, das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles widerspruchslos ertragen. Man hörte von ihm keine Klage. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und grausam hingerichtet. Niemand glaubte, dass er noch eine Zukunft haben würde. Man hat sein Leben auf dieser Erde ausgelöscht. Wegen der Sünden meines Volkes wurde er zu Tode gequält! Man begrub ihn bei Gottlosen, im Grab eines reichen Mannes, obwohl er sein Leben lang kein Unrecht getan hatte. Nie kam ein betrügerisches Wort über seine Lippen. Doch es war der Wille des HERRN: Er musste leiden und blutig geschlagen werden. Wenn er mit seinem Leben für die Schuld der anderen bezahlt hat, wird er Nachkommen haben. Er wird weiterleben und den Plan des HERRN ausführen. Wenn er dieses schwere Leid durchgestanden hat, sieht er wieder das Licht und wird für sein Leiden belohnt. Der Herr sagt: »Mein Diener kennt meinen Willen, er ist schuldlos und gerecht. Aber er lässt sich für die Sünden vieler bestrafen, um sie von ihrer Schuld zu befreien. Deshalb gebe ich ihm die Ehre, die sonst nur mächtige Herrscher erhalten. Mit seinen starken Kämpfern wird er sich die Beute teilen. So wird er belohnt, weil er den Tod auf sich nahm und wie ein Verbrecher behandelt wurde. Er hat viele von ihren Sünden erlöst und für die Schuldigen gebetet« (Jesaja 53,1-12)

Ja. Ich weiß. Ein langer Text, der die Geduld strapaziert. Dieser Abschnitt ist der zweite Teil des vierten „Gottesknechtliedes“ aus dem Jesajabuch. In poetischer Form wird in diesen Liedern auf das Kommen des Gottesknechtes hingewiesen, also auf das Leben und Sterben Christi. Und das 500 Jahre vorher…

Übrigens wieder ohne Foto, denn für das, was hier ausgedrückt wird, finde ich nichts angemessenes. Manchmal muss man halt an seine Grenzen stoßen.

Gartenrückblick 2019

So sah es vor ein paar Tagen früh morgens im Garten aus. Nachtfrost hatte das über den Sommer zu lang gewachsene Gras in ein kleines Kunstwerk verwandelt.

Beim Aufräumen meiner Fotofestplatte sind mir wieder einige Momentaufnahmen des Gartenjahres 2019 begegnet, die exemplarisch dafür sind, was ich dieses Jahr alles nicht getan habe. Aber sieh selbst:

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Mein Rosenbogen, den ich vor einigen Jahren aus der alten Leiter gebaut habe (davon existieren auch Fotos auf dem Blog, in der Seitenleiste rechts…). Da ich im April mit dicken Fingern zu kämpfen hatte, habe ich die Rosen nicht zurückgeschnitten. Sie dankten es mir mit einer schier unendlichen Blütenfülle den ganzen Sommer über.

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Direkt in der Nachbarschaft der Rosen gediehen die Disteln sehr gut. Meine Hoffnung, dass sich viele Schmetterlinge dort wohlfühlen würden, hat sich allerdings leider nicht erfüllt. Trotz raupenfreundlicher Brennesseln und anderer Futterpflanzen gab es 2019 viel weniger Schmetterlinge in meinem Garten. Ich hoffe sehr, das geht nächstes Jahr nicht so weiter… 😦

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In einer anderen Ecke gingen Rosen, Brombeeren und Brennesseln eine wehrhafte Lebensgemeinschaft ein. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass es sehr schmerzhaft war, sie bändigen zu wollen. Aber sieht ziemlich idyllisch aus, finde ich.

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Überhaupt, diese Rosen… Diese riesige Wildrose ist über die Jahre aus einem kleinen Wurzelrest einer veredelten Rose entstanden, die ich ungefähr im Jahr 2009 entfernen musste, weil sie vor sich hin kümmerte. Muss wohl eine Astrid-Lindgren-Rose sein („Sei frech, wild und wunderbar“)

Inzwischen dienen ihre Hagebutten den Vögeln als Winterfutter, im Sommer fühlte sich dort allerlei Kleingetier wohl:

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Dieses Prachtstück

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ist eine Damaszenerrose, die mindestens ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat. Sie existiert, seit ich denken kann. Vor ungefähr 20 Jahren habe ich sie umgepflanzt. Ein Experiment, das zum Glück gelungen ist. Und eine logistische Leistung, denn ich musste fast einen Bombenkrater buddeln für den Wurzelstock. Die Schubkarre reichte kaum für den Transport. Die Rose blüht zwar nur einmal im Jahr, aber der Duft….

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Eher durch Zufall ist diese Kombination entstanden. Die Rose habe ich gepflanzt an der Stelle, der Fingerhut ist auf einmal dort gewachsen, und der Farn sowie das Pfennigkraut breiten sich sowieso ungefragt überall aus.

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Auf dem ehemaligen Sandplatz (dort lagerten wir den Bausand während der Bauarbeiten auf dem Hof) wächst alles langsam wieder zu. Außer schnödem Gras fühlen sich dort auch Hornveilchen, Günsel und wilder Meerrettich wohl.

Ach, wenn ich diese Bilder sehe, mag ich meinen wilden Garten eigentlich ganz gern. Und viele Tiere auch. Trotzdem gibt es im Frühjahr 2020 einen neuerlichen Versuch, die Wildnis ein bisschen zumindest einzufangen. Aber jetzt kommt erstmal der Winter, Zeit zum Planen…

13. Dezember

Zieht ein durch die Tore der Stadt, zieht ein! Ebnet einen Weg für das Volk, das unterwegs ist zur Stadt. Baut eine Straße, räumt die Steine aus dem Weg! Stellt ein Feldzeichen auf, das alle Völker sehen können!« Hört, was der HERR verkündet! Seine Stimme dringt bis zum Ende der Erde: »Sagt den Menschen auf dem Berg Zion: Euer Retter kommt! Den Lohn für seine Mühe bringt er mit: sein Volk, das er sich erworben hat; es geht vor ihm her. (Jesaja 62,10-11)

Jetzt bist du dran! Lies den Text und schaue in dich, welches Bild oder welche Videosequenz sich vor deinem inneren Auge abspielt…

(Schließlich geht es hier nicht nur um vorgekaute Gedankenspiele 😉 )

 

12. Dezember

Heute ohne Beitragsbild. Ich hab zwar einige 1000 Fotos, aber hierfür ist leider kein passendes dabei, also ist Kopfkino angesagt:

Steh auf, Jerusalem, und leuchte! Denn das Licht ist gekommen, das deine Finsternis erhellt. Die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir wie die Sonne. Dunkle Wolken bedecken die Erde, alle Völker leben in tiefer Nacht. Doch über dir leuchtet das Licht des HERRN auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Andere Völker werden von diesem Licht angezogen, ihre Könige eilen herbei, um den strahlenden Glanz zu sehen, der über dir aufgegangen ist. (Jesaja 60,1-3)

Hey, das funktioniert! Beim Lesen entfaltet sich vor meinem inneren Auge das Bild von schlaftrunkenen Menschen im Dunkeln, nur in der Bildmitte wird ein Teelicht entzündet. So wie bei einer Kerze, deren Docht sehr kurz ist, flackert es zunächst klein und unsicher, jederzeit bereit, wieder zu erlöschen. Aber dann legt die entstehende Wärme mehr Docht frei, die Flamme wird selbstsicherer und heller und strahlt immer weiter in die Dunkelheit hinein. Und von überall her kommen staunende Menschen, die das Licht gesehen haben und nun wissen wollen, was es damit auf sich hat…

Eine Utopie? Ich hoffe nicht. Zumindest bei mir eher ein eindringlicher Wunsch. Beinhaltet es doch Neugier, Wissensdurst und Vertrauen ebenso wie die Sehnsucht nach Licht und Wärme…

 

11. Dezember

Heute freue ich mich so richtig, denn es ist einer meiner liebsten Verse aus der gesamten Bibel dran:

Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind.

Darum halte ich jetzt auch die Klappe und genieße es einfach nur. Ich hoffe, du auch!

PS: Jesaja 9,1

10. Dezember

Jedes Tal soll aufgefüllt, jeder Berg und Hügel abgetragen werden. Alles Unebene soll eben werden und alles Hügelige flach. Denn der Herr wird kommen in seiner Macht und Hoheit. Alle Menschen werden ihn sehen. Er selbst hat es angekündigt.

Unmittelbar an den Vers von gestern anschließend.

So wünschen es sich die maßgeblich beteiligten Herren im Verkehrsministerium bestimmt auch 😉

Ich hör‘ jetzt mal lieber auf, wer weiß, was mir sonst noch respektloses einfällt.

9. Dezember

Hört! Jemand ruft: „Bahnt dem Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut eine Straße durch die Steppe für unseren Gott!“

Das sagt Jesaja (40,3).

Funkstille bei mir. Ich weiß gerade nicht, ob ich einfach zu müde bin, aber das einzige Bild, was mir dabei in den Sinn kommt, ist die Vermutung, dass Jesaja sich nicht auf unseren Bundesverkehrsminister oder den Bahnchef bezieht.

Fortsetzung folgt morgen…

8. Dezember

Ein bekanntes Bild wird uns heute vor Augen gestellt:

Ich suche die verlorenen Schafe und bringe alle zurück, die sich von der Herde entfernt haben. Wenn sich eines der Tiere ein Bein bricht, will ich es verbinden, und die kranken pflege ich gesund.

Hesekiel (Kap. 34,16a) ist der Prophet, der uns diese Worte im Namen Gottes zuspricht. Auch er wirkte zur Zeit des babylonischen Exils, und im gesamten Kapitel 34 lässt er sich darüber aus, was Gott ihm mit dem Bild des Hirten aufgetragen hat. Nämlich, dass eigentlich die Anführer des Volkes Israel die Hirten sein und sich gut kümmern sollten. Aber stattdessen bereicherten sie sich auf Kosten der Herde.

Heute möchte ich das Augenmerk jedoch mal nicht so sehr auf das lenken, was rund um den Vers alles angeprangert wird. Vielmehr freue ich mich über die Zusage, die darin steckt, in diesem einzelnen Vers:

Gott geht auch denen nach, die sich von der Herde oder von ihm entfernt haben. Er gibt niemanden auf, er kümmert sich. Das gibt vielen Menschen Hoffnung.

Und das Bild finden wir immer wieder, im Psalm 23, aber auch später bei Jesus, der sich als den „Guten Hirten“ bezeichnet in den Ich-bin-Worten und der das Gleichnis vom verlorenen Schaf erzählt.

7. Dezember

Heute ist Jeremia dran: (Kap. 29, 11-14a)

Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der Herr, werde euch Frieden schenken und euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch erhören. Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich euch.

Du siehst, mit den Prophetien ist das so eine Sache: Es gefällt uns nicht immer, was sie uns auf die Nase binden. Gott sagt durch Jeremia ganz klar, dass er es ist, der uns den Frieden schenkt. Nicht die Nato, keine multilateralen Verhandlungen, kein Abschreckungsszenario mit Atomwaffenarsenalen. Solange wir uns allein auf solche Ideen und Dinge verlassen, wird es den wahren großen Frieden nicht geben. Denn diese menschlichen Werkzeuge arbeiten nicht mit dem , was sich Gott für uns wünscht: Hoffnung und Zukunft. Sie arbeiten mit dem Recht des Stärkeren, mit Drohung und Abschreckung.

Gott wünscht sich so sehr, dass wir ihn suchen, dass wir uns ihm anvertrauen und bei ihm eine Heimat finden. Deswegen wiederholt Jesus die Zusage, dass Gebet erhört wird, dass die Tür uns offen steht, dass wir ihn finden können, auch zum Ende seiner „Bergpredigt“ noch einmal sehr eindringlich.

Buchhändlerkrankheit

Ich habe lange nicht über Bücher geschrieben. Das heißt aber nicht, dass ich nicht lese…

Meinen aktuellen Stapel der Bücher, die ich durchlese, aus denen ich mir Infos hole, die ich angefangen habe, die meine Wartezimmerlektüre sind oder die schlicht noch darauf warten, dass sie an der Reihe sind, siehst du auf dem Foto.

Zu manchen kann ich sagen: eure Zeit kommt noch. Zum Beispiel „Teufelskrone“ von Rebecca Gablé. Das habe ich mir nach Erscheinen sofort für den Herbsturlaub gekauft, aber dann vor lauter schönem Wetter, Hunderunden, guten Gesprächen usw nicht geschafft. Und nun habe ich beschlossen, alle Waringham-Bücher erst noch mal als Hörbücher (super bei Hausarbeit, Kochen und Backen!) der Reihe nach durchzuhören, ehe ich mich daran mache.

Oder „Origin“ von Dan Brown. Das hat uns unser zukünftiger Schwiegersohn schon vor einiger Zeit geschenkt und ich freue mich auch schon darauf, aber für Dan Brown muss ich in einer besonderen Stimmung sein (Ehrlich gesagt, in den üblicherweise genutzten Online-Kanälen kursieren zurzeit so viele erdachte Verschwörungstheorien, dass die literarischen noch etwas warten müssen…)

„Das Weihnachtsdorf“ von Petra Durst-Benning werde ich, wie es sich gehört, auch an Weihnachten lesen. Und ich werde es mit Tee oder Kakao und Plätzchen regelrecht zelebrieren. Im Schaukelstuhl oder im Ohrensessel. Weil die Maierhofen-Romane einfach nur die Seele streicheln und guttun.

„Landleben“ von Hilal Szegin habe ich bereits angefangen und mit Vergnügen zur Hälfte gelesen, bis dann aber

„Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ von Christian Henrich-Franke dazwischenkam. Daraus brauchte ich eigentlich „nur“ einige gezielte Informationen zur Wirtschaftswunderzeit, allerdings konnte ich es nicht lassen, mich daran festzulesen. Das ging so lange gut, bis ich in einer Zeitschrift („Joyce“) auf eine Anzeige stieß, die mich regelrecht triggerte:

„Warum ich da noch hingehe“ von Christina Löffler, eine der Gründerinnen der Jesus Freaks. Mitunter frage ich mich ja auch, warum ich so stur an meiner Gemeinde festhalte. Ist das schon vorgezogener Altersstarrsinn oder ist die Ortsgemeinde, auch wenn man sich des Öfteren aneinander reibt (was durchaus auf Gegenseitigkeit beruht), doch für mich der beste Weg, meinen Glauben zu leben und auch weiterzuentwickeln?

Zwischendurch wurde ich konsumbockig (nur nicht bei meinen Bücherkäufen), die Ergebnisse hießen „Ich kauf nix“ von Nunu Kaller und „Ökofimmel“ von Alex Neubacher. In diese Kategorie fällt auch „Frag immer erst warum“ von Simon Sinek. Nur von der gegenüberliegenden Perspektive betrachtet. Und weil ich nicht so viele Augen habe wie die Kartoffeln in meinem Keller, geschweige denn so viel Hirn, um alles gleichzeitig aufzunehmen, warten die drei noch darauf, dass ich mich weniger über solche Marketingstrategien wie „Black Friday“ und „Cyber Monday“ aufrege!

„Digitale Fotografie“ ist eher ein Nachschlagewerk, das nutze ich gezielt, um aus meiner Kamera rauszuholen, was sie alles kann und ich hoffentlich auch in der Lage bin, umzusetzen…

Irgendwann in diesem Herbst fing ich an zu zweifeln, ob ich mit den Impulsen im Jugendgottesdienst die jungen Leute auch wirklich erreiche, ob mein Handwerkszeug reicht und was mir sonst noch dabei helfen könnte. Auf der Suche stieß ich auf den Titel „Einladend predigen“ von Hermann Brünjes. Was soll ich sagen, es hilft mir vor allem bei der Selbstreflektion. Ist das, was ich sage, die Weitergabe des Wortes Gottes oder pflege ich nur meine sozialromantischen Utopien, die ich weitergebe? Denn letzteres ist zwar verständlich, aber nicht das, was an der Stelle im Gottesdienst erfolgen soll. Spannend!

„Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ von Maren Urner wollte eigentlich Edgar haben, wir mussten auch lange darauf warten, weil nach diversen Talkshows das Buch erstmal nachgedruckt werden musste. Leider teilt es noch das Schicksal einiger anderer Bücher: Die medialen Tagesdosen an Hiobsbotschaften und der Sagbarkeit des Unsäglichen lähmen. So sehr, dass dieses Buch auch noch in der Warteschleife hängt. Wie gesagt, Augen und Hirn und so…

Meine „Hoffnung für Alle“-Bibel begleitet mich täglich. Wenigstens momentan, wegen des Adventskalenders. Ich gestehe aber bereitwillig, dass ich es übers Jahr oft nicht schaffe, mir täglich eine Zeit dafür zu reservieren. In der letzten Konsequenz bin ich nämlich zu häufig inkonsequent 😛

Finale!

Meine derzeitige Bettlektüre: „Muttertag“ von Nele Neuhaus. Immer wieder genial finde ich ihre Kriminalfälle, die sich stets mit aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigen. Mit sympathischen Ermittlern, die auch alle ihre Macken haben, aber nicht so überspitzt gezeichnet sind wie einige Fernsehkollegen, die gefühlt seit zwei Jahren alle mehr oder weniger leicht autistisch veranlagt sind. Sondern ganz so wie Durchschnittsmenschen. Amüsant liest sich dann zum Beispiel die kleine Episode, wo geraten wird, die Kollegin Ann Kathrin Klaasen aus Ostfriesland (Klaus-Peter Wolf, die Ostfriesenkrimis…) einzuschalten. Auch hat Nele Neuhaus ihre Hausaufgaben gemacht und flicht immer mal wieder Hinweise auf spektakuläre Kriminalfälle der letzten Jahre in die Handlung ein. Und: Sie ist eine Mutter-Kind-Autorin. Ich mag die Krimis, Kathrin hat die Pferdebücher verschlungen.

Das war er, mein literarischer Rundumschlag zum Ende des Jahres 2019. Ich bin schon megagespannt, was das nächste Jahr bringen wird…

 

6. Dezember

Was von Davids Königshaus noch übrig bleibt, gleicht einem alten Baumstumpf. Doch er wird zu neuem Leben erwachen: Ein junger Trieb sprießt aus seinen Wurzeln hervor. Der Geist des Herrn wird auf ihm ruhen, ein Geist der Weisheit und der Einsicht, ein Geist des Rates und der Kraft, ein Geist der Erkenntnis und der Ehrfurcht vor dem Herrn.

Zwei Kapitel nach der Weissagung von gestern, also Jesaja 11,1-2.

Auch hier spricht die tiefempfundene Sehnsucht Jesajas nach einer höheren Gerechtigkeit. Das Königreich von David und Salomo ist zerstört, Israel in Nord- und Südreich geteilt, die meisten Menschen nehmen es mit dem lebendigen Glauben nicht so genau. Sie erwarten keine Relevanz und kein Eingreifen Gottes in ihrem Alltag. Ziemlich modern.

Sehnen wir uns nicht alle nach umfassender Gerechtigkeit? Nach der Ruhe, Kraft und Weisheit, die für ein gelingendes Leben gebraucht wird?

5. Dezember

Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn „Wunderbarer Ratgeber“, „Starker Gott“, „Ewiger Vater“, „Friedensfürst“. Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen. Wie sein Vorfahre David herrscht er über das Reich, festigt und stützt es, denn er regiert bis in alle Ewigkeit mit Recht und Gerechtigkeit. Der Herr, der allmächtige Gott, sorgt dafür, er verfolgt beharrlich sein Ziel.

Diese Weissagung steht bei Jesaja 9,5-6. Jesaja war ungefähr in der Zeit zwischen 740 und 700 v. Chr. der eindringliche und unbequeme (Gerichts)Prophet in Israel. Soweit zur geschichtlichen Einordnung. Ansonsten möchte ich den Text heute einfach mal so stehen und wirken lassen. Lies es gern mehrmals.

PS: Es ist ziemlich schwierig, Krippendarstellungen zu finden, wo Maria nicht blond und in ein blaues Kleid gewandet ist. Wo die Hirten nicht wie Alpensenner aussehen und die heiligen drei Könige nicht wie Artus, Ivanhoe und der Sarottimohr…

 

4. Dezember

Die heutige Vorhersage steht bei Maleachi und ist der Beginn des dritten Kapitels:

Der Herr, der allmächtige Gott, antwortet: „Ich schicke meinen Boten voraus, der mein Kommen ankündigt und die Menschen darauf vorbereitet. Noch wartet ihr auf mich, den Herrn, ihr wünscht euch meinen Boten herbei, der meinen Bund mit euch bestätigt. Er ist schon unterwegs! Ganz plötzlich werde ich, der Herr, in meinen Tempel einziehen.

Ich gestehe, obwohl Maleachi zu den kürzesten Kapiteln der Bibel gehört, habe ich dieses Buch bisher nicht gelesen. Ich finde die Propheten zuweilen ziemlich schräg. Aber um den Vers in einen sinnvollen Zusammenhang zu bekommen, habe ich mir die  Verse vorher und im Anschluss angeschaut und festgestellt, dass eine ziemliche Aktualität darin liegt:

Unmittelbar voraus geht die Aussage: „Nun, ihr behauptet: „Wer Unrecht tut, gefällt dem Herrn; ihn nimmt er an!“Oder ihr fragt: „Wo bleibt denn Gott? Warum greift er nicht ein und sorgt für Recht?“ Hm. Kommt mir bekannt vor. Mir fallen auf Anhieb einige Staatenlenker ein, die fest davon überzeugt sind, dass sie Gottes Willen erfüllen, dabei aber die Grundrechte der Bevölkerung ihrer Länder mit Füßen treten. Und die Frage „Warum lässt Gott das zu?“ ist wohl das vermeintlich stärkste Totschlagargument gegen den Glauben.

Einige Verse danach kommt dann die klare Ansage Gottes, dass er Gericht halten wird, dass alle, die ungerecht gegenüber ihren Mitmenschen aufgetreten sind, alle, die andere missbraucht haben für ihre Zwecke, alle, die Gott als zahnlosen Tiger gesehen haben, dafür gerade stehen müssen.

Wir sind versucht, zeitlebens in der kindlichen Zuversicht stecken zu bleiben, dass Jesus unser Freund und Helfer ist, dass er alles gutmachen werde (nein, er wird alles gut machen, das ist ein Unterschied). Den richtenden Gott verschweigen wir gern. Ich auch. Und wisst ihr, warum? Weil wir mit menschlichen Maßstäben messen. Und das, obwohl sich in den letzten Jahren die Erkenntnis durchgesetzt haben dürfte, dass Eltern, die ihren Kindern immer wieder Konsequenzen androhen, sie aber dann nicht anwenden, ihren Kindern damit nichts Gutes tun. Oder dass immer wieder Bewährungsstrafen für notorische Wiederholungstäter ein total falsches Bild der Gerechtigkeit entstehen lassen. Aber Gott, dem höchsten Wesen, gestehen wir das nicht zu.

Wir verstehen „Gericht“ irgendwie immer noch als „Stell dich in die Ecke und schäm dich“. Und wir möchten lieber an die Allversöhnung glauben. Ist romantischer. Und eine schöne Vorstellung.

Aber: Keiner von uns weiß, was kommen wird. Wie es aussehen wird, wenn umfassende Gerechtigkeit geübt wird. Und wir müssen es auch gar nicht. Es reicht, wenn wir hier und jetzt ein Leben führen, in dem wir unseren Mitmenschen mit Respekt begegnen, mit demselben Respekt, den wir uns wünschen. Nicht um uns Pluspunkte im Gericht zu verdienen, das können und müssen wir nicht. Sondern um in diesem Leben zu bestehen und nicht bitter zu werden. Egal, woran wir glauben.

3. Dezember

Es kommt der Tag, an dem ich einen Nachkommen Davids zum König mache, den man wirklich als gerecht bezeichnen kann. Er wird weise regieren und in seinem Land für Recht und Gerechtigkeit sorgen.

So hat es Gott dem Propheten Jeremia (Kap. 23,5) diktiert. Jeremia wirkte zu einer Zeit, als die meisten Israeliten sich von Gott abgewandt hatten. Als Folge davon hatte Gott das Land in die Hände Nebukadnezars fallen lassen. Der babylonische König hatte Jerusalem und das gesamte Land erobert, die wichtigsten Menschen des Volkes waren nach Babylonien verschleppt worden (ca 600-530 v. Chr., das sogenannte „babylonische Exil“)

Auch wenn es für die Menschen, die unter Besatzung litten oder im fremden Land leben mussten, sicher eine sehr schwere Situation war: Im Nachhinein war es eine fruchtbare Erfahrung, denn im Exil durften die Israeliten ihrem Glaubensleben nachgehen. Dort war die Besinnung auf den Glauben dann ganz wichtig, denn alles andere, der Kontakt zu Heimat und Familie/Freunden war abgeschnitten. Ganz nach dem Motto „Not lehrt Beten“ sorgte die Exilsituation dafür, dass die Menschen sich auf den „Marken“-Kern ihres Glaubens besannen und ihn dabei auch von allerlei schmückendem Beiwerk trennten. Es war die Keimzelle des Judentums, wie es heute noch besteht, die Hauptglaubenssätze wurden in dieser Zeit geprägt.

Aber hat das denn für uns heute eine Relevanz? Ich denke schon. Unsere Diskussionen rund um den Themenkomplex Christentum – Glauben – Kirche sind in der letzten Zeit sehr dogmatisch aufgeladen. Beispiele kennt wohl jeder. Müssen wir unser Bild vom Glauben, von der Kirche, eventuell auch (mal wieder) entrümpeln?

Sollten wir nicht wieder eher aus dem Blickwinkel von Christus die Menschen ansehen? Nicht in Schubladen sortieren, sondern so wie er es tat, den einzelnen Menschen ansehen, mit seinen Nöten, Ängsten, Bedürfnissen und mit seinem Scheitern? Und dann voller Liebe (=Respekt) auch dem Einzelnen antworten. Jedem so begegnen, wie auch wir selbst uns Begegnung wünschen?

 

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