Tschüss und auf ein Neues

Ein neuer Tag bricht an…

Uff. Abgearbeitet…! Ausgerechnet dieses Jahr war auch noch einen Tag länger als „normal“. Ich habe noch einmal nachgelesen, wie ich 2019 verabschiedet habe. Im Rückblick kann ich sagen: Ich habe so schief gelegen wie die Astrologen bei der Überlegung, was mich 2020 den größten Teil des Jahres beschäftigen könnte. Naja. Leben ist, was passiert, während wir andere Pläne machen. 

Mein erster Beitrag des Jahres 2020 dagegen, der hat sich auf gewisse Weise bestätigt, aber so heftig hätte ich es mir nicht vorgestellt. Wobei ich selbst und meine Familie noch sehr gut durch das Jahr gekommen sind. Wir wurden vor dem Virus (bisher) bewahrt, wir hatten alle jederzeit Arbeit, kein Grund zum Klagen also.

Trotzdem ist einiges passiert, was mich Dinge überdenken ließ, die uns sonst so selbstverständlich erscheinen. Zum Beispiel die Fähigkeit des Laufens. Wenn die auf einmal weg ist, fällt man in ein Loch. Die Überwindung, die es mich zunächst gekostet hat, einen Rollstuhl zu benutzen (wobei ich doch wusste, dass es nur übergangsweise sein würde), und noch mehr Überwindung, ihn in der Öffentlichkeit einzusetzen, brachte mir eine ungewohnte Perspektive ein: Bei Menschen, die mich nur flüchtig kennen, war Unsicherheit zu spüren: Sie wussten ja nicht, was ich wusste und überlegten sich, ob das jetzt zukünftig die „neue Anja“ sein würde. Wie sollten sie mit mir umgehen? Andere, die ein wenig mehr Einblick ins Geschehen hatten, freuten sich, dass ich (nach dem energischen Anstupsen durch Edgar, nicht aus eigenem Antrieb) eine so pragmatische und praktische Lösung gefunden hatte. Hey, und inzwischen kann ich zwar immer noch nicht so richtig vor einem ernsthaften Angreifer oder einem Lavafluss weglaufen, aber ein paar Tanzschritte zu „Jerusalema“ klappen schon wieder😄.

Von diesen ganzen Ereignissen wusste ich Anfang 2020 glücklicherweise noch nichts, als ich enthusiastisch mit einigen Freundinnen eine Ausmist-Challenge ins Leben rief. Über den ganzen Problemen, die im Laufe des Jahres über uns hereinbrachen, ist die Challenge zwar ziemlich lange gelaufen (zumindest bei denen, die auf zwei Beinen unterwegs waren), aber irgendwann bekamen andere Dinge Priorität und das ist natürlich auch ok. Unnötig zu erwähnen, dass ich alle meine Pläne für den Garten um ein Jahr verschoben habe.

Immerhin konnten wir im Juli eine knappe Woche Segelurlaub machen, ein Highlight des Jahres und eine kostbare (was für ein tolles Wort: es beinhaltet das volle Auskosten einer Sache oder Situation mit allen Sinnen) Zeit des unbeschwerten Zusammenseins mit mehreren Leuten. Das zweite Highlight war im September, da heirateten Julia und Jonas während einer kurzen Zeit des Aufatmens, als es zumindest möglich war, eine kleine Feier mit Eltern und Geschwistern zu gestalten. Ja, und selbst eine sehr schöne Konfirmationsfeier für Kathrin hatten wir in einer ungewohnten Jahreszeit, aber bei schönstem Wetter Anfang Oktober. Aller guten Dinge sind drei.

Über manche Gruppen unserer Gesellschaft werde ich kein weiteres Wort mehr verlieren, da haben wir uns schon zur Genüge ausgetauscht, oder?

Aber das bringt mich jetzt zu etwas, was ich für das kommende Jahr wichtig finde: Eine breite gesellschaftliche Diskussion über vieles, das in den letzten Jahren schon fürchterlich falsch gelaufen ist und im Endeffekt zu der aktuellen Spaltung beigetragen hat. Es ist nicht mehr damit getan, dass man irgendwann im nächsten September irgendwo ein bis zwei Kreuze auf langen Listen macht. Wir müssen reden, über das, was uns wichtig ist.

Zum Beispiel ein gut aufgestelltes Gesundheitssystem mit ordentlich ausgebildeten und adäquat bezahlten Akteuren anstelle von Klinikverbünden im Besitz von Aktiengesellschaften, die ihren Aktionären möglichst viel Profit bringen sollen. Natürlich gibt es das Gebot des ordentlichen Wirtschaftens, aber Gesundheit sollte nicht vom Shareholder Value abhängig sein.

Oder Schulen, die (auch und gerade an jeder Milchkanne, Herr Scheuer!) mit stabilen und leistungsfähigen Internetleitungen und modernen Endgeräten ausgestattet sind, um auf Herausforderungen der Zukunft zu reagieren. Eine Lehrerausbildung, die ebenfalls gut gerüstetes Lehrpersonal hervorbringt, Administratoren, die sich um Hardware etc. kümmern. Und weniger Dogmatismus (ich weiß nicht, ob es dieses Wort bisher überhaupt gab, aber ich bin der Meinung, ein -ismus ist für das, was da läuft, die passende Bezeichnung)  in den Kultusministerien.

Oder eine gut ausgebaute Infrastruktur im ÖPNV, Steuern auf Flugbenzin, damit durch gestiegene Flugpreise der Umstieg auf die Bahn attraktiv wird. Denken und Planen in die Zukunft statt auf Technologien von vor 40 Jahren zu setzen. (Btw, hätte vor ca. 100 Jahren das Totschlagargument „Arbeitsplätze“ schon gegolten, hätte sich das Auto nie durchgesetzt und wir würden heute noch mit der Pferdedroschke fahren. Interessantes Gedankenspiel…)

Eine anerkennende Wertschätzung der Landwirtschaft und ihrer Produkte. Solange viele Verbraucher nur die billigsten Lebensmittel in möglichst großen Mengen haben wollen, solange wird auch zu ebendiesen Bedingungen hergestellt. (Während ich das hier schreibe, blockieren Landwirte mit ihren Traktoren die Zentrallager eines großen Discounters. Weil die Butter dort billiger werden soll. Warum…?) Das Umdenken muss natürlich im Landwirtschaftsministerium auch stattfinden, aber vor allem muss es in unser aller Köpfen passieren. Auch die Verstädterung hat sicher dazu beigetragen, dass so mancher von uns nicht mehr weiß, wie Lebensmittel produziert werden. Aber es liegt doch in unserer Hand, diesen Zustand zu ändern. Es geht nicht an, immer nur auf andere zu verweisen. Und ich gebe offen zu, dass ich da auch noch Entwicklungspotenzial habe, obwohl ich ein Landkind bin. 

Es gibt noch viele weitere Beispiele und es gibt zum Glück sehr viele Menschen, die sich in irgendeinem Bereich einbringen und dafür sorgen, dass „ihr“ Thema nicht vergessen wird. Es ist ganz logisch, dass nie die gesamte Gesellschaft mit ihrer Meinung deckungsgleich sein wird, das wäre auch überhaupt nicht wünschenswert. Aber mein großer Wunsch, meine Utopie ist: Wir reden wertschätzend miteinander statt uns gegenseitig niederzubrüllen. Wir hören einander zu statt uns ins Wort zu fallen. Wir bewegen miteinander etwas statt gegeneinander zu blockieren. Wir erlernen wieder die mühsame Arbeit der fruchtbaren Debatte und der Kompromissfindung. Wünschen darf man ja…

Vor allem wünsche ich euch allen ein friedliches und gesegnetes Jahr 2021 und möglichst viel Gesundheit.

Mein kleines (Weihnachts-)licht

Weihnachten 2020 – mit welchen Ansprüchen war dieses Fest im Voraus überfrachtet worden. Irgendwie ja auch verständlich, denn dieses Jahr hatte uns schon so vieler Dinge beraubt, die uns seit vielen Jahren unverzichtbar erscheinen: Der Freiheit, jederzeit überall Kinos, Theater, Konzerte zu besuchen. Den Sommerurlaub mit dem Flugzeug in alle Welt mussten die meisten von uns streichen. Essen gehen wurde größtenteils eine etwas ungemütliche Veranstaltung mit Abstand und vielleicht sogar zwischen Plexiglaswänden… Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie häufig wir diese Freiheiten überhaupt in Anspruch nahmen, damals, vor der Pandemie. Wir konnten es aber zumindest theoretisch fast jederzeit.

Wenn wir uns im November alle „ein bisschen“ einschränken, dann können wir Weihnachten feiern wie gewohnt, so hatten es uns die MinisterpräsidentInnen Ende Oktober ausgemalt: im Kreis der gesamten Familie, mit allen, die uns lieb und wertvoll sind, die wir vielleicht lange nicht sehen konnten. Mir kam es so vor, als würde dieses ganze Weihnachten romantisch verklärt. Hoffentlich ein bisschen Schnee, rechtzeitig zum Kirchgang an Heiligabend, warme Lichter, Glockenklang, Weihnachtslieder und ein gemütliches Zuhause, wo im liebevoll geschmückten Wohnzimmer die Bescherung stattfindet. Ein Bild wie von der Werbeindustrie gezeichnet.

Bitte versteht mich nicht falsch, an alledem ist überhaupt nichts verkehrt, wenn man es in der Familie immer so macht, sich alle dabei wohlfühlen und niemand sich dafür verbiegen muss. Verkehrt wird es dann, wenn alle Erwartungen, die sich das ganze Jahr lang nicht erfüllt haben, auf dieses „heilige Fest der Familie“ gelegt werden. Wenn unbedingt noch ein bisschen „Heile Welt“ sein muss, um dieses vermaledeite Jahr zu einem einigermaßen guten Abschluss zu bringen. Wenn Traditionen herhalten müssen, um Erwartungen zu erfüllen.

Was bedeutet Weihnachten denn heute noch? Ungeachtet der Tatsache, dass auch ich stundenweise im Einzelhandel arbeite, dass es mir vor allem sehr viel Spaß macht, für die unterschiedlichsten KundInnen genau das richtige Buch zu finden, macht es mich traurig, dass an Weihnachten immer stärker Geschenke den Zweck erfüllen, den eigentlich ganz andere Werte erfüllen sollten. Zeit, zuhören, Gemeinsamkeit. Ganz abgesehen von der eigentlichen Bedeutung von Weihnachten: Hoffnung ins Dunkel zu bringen, nicht mit einem großen und mächtigen König, sondern verkörpert von einem kleinen, hilflosen Kind, in Armut geboren.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, in diesem Jahr war der Advent für mich bisher eine ganz besondere Zeit. Zeit, darüber nachzudenken, wie privilegiert doch die allermeisten von uns sind, selbst dann, wenn wir finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, selbst wenn wir keine große intakte Familie haben, die uns Halt gibt. Sogar dann noch, wenn nicht wenige von uns in eine ungewisse Zukunft blicken, nicht wissen, was zum Beispiel mit dem Arbeitsplatz wird. Denn im Gegensatz zu sehr vielen Menschen auf der Welt und auch in unserem Land haben wir, die dieses lesen können, ein Zuhause, mit fließendem Wasser, mit Heizung und mit einem Kühlschrank, in den wir hineingreifen können, wenn wir Hunger haben. Wir sind über vielfältige technische Möglichkeiten mit anderen Menschen verbunden. Wie bescheiden auch immer, wir sind relativ behütet.

Wenn ich durch die Straßen fahre, genieße ich auch die geschmückten Häuser (solange es nicht so übertrieben ist wie in einigen amerikanischen Weihnachtsfilmen😉), habe aber für mich selbst beschlossen, recht zurückhaltend zu sein, was die Beleuchtung angeht.

In Betlehem, vor 2000 Jahren, da war es ein einziger heller Stern, der den Weg wies. Für mich ist es eine kleine Kerze, die in der Finsternis das Licht bringt, die Hoffnung aufzeigt, es wird nicht für immer dunkel sein. Mein eigenes kleines Licht reicht, gemeinsam mit den vielen tausend kleinen Lichtern der Anderen ergibt es das Lichtermeer, das uns die Hoffnung bringt.

Ein kleiner Musiktipp dafür:

Bruce Springsteen with the Sessions Band – This Little Light of Mine (Live In Dublin) – YouTube

(Es gibt unterschiedliche Versionen. Ich habe mich für diese entschieden, weil ich den „Boss“ mag und die Performance als sehr kraftvoll empfinde)

Ich wünsche euch von Herzen gesegnete Weihnachten, auch und gerade dann, wenn dieses Jahr alles anders ist.

Annuschka/Anja

Ratlosigkeit Dezember 2020

Dass ich bekennende Zeitungsleserin bin, habe ich vermutlich schon mal erwähnt. Ob ich auch erwähnte, dass ich zunehmend ratloser werde, wenn ich sie morgens aufschlage, weiß ich dagegen nicht so genau. Diese Ratlosigkeit liegt aber nicht an der mangelnden Qualität unserer Tageszeitung, sondern an den Meldungen, die aus diversen Landes- und Bundesministerien kommen und natürlich für die Allgemeinheit zu verbreiten sind.

Seit Ende Oktober habe ich mitunter das Gefühl, so manches politische Personal hat recht unterschiedliche Auffassungen von „gemeinsam“ oder „einheitlich“ und ähnlichen Werten. Es ist aber auch nicht ganz einfach, bedenkt man, dass in Deutschland so ziemlich immer irgendwo irgendein Wahlkampf herrscht. Und im Wahlkampf, das wissen wir aus Erfahrung, ist sich jede/r selbst der oder die Nächste. Daher sollte es mich eigentlich nicht wundern, dass meist der Tonergeruch vom Ausdruck der Papiere noch nicht verflogen ist, wenn sich einzelne Bundesländer von gemeinsamen Positionen wieder in Details oder sogar bei grundsätzlichen Regelungen verabschieden.

Teilweise kann ich das rein gefühlsmäßig sogar nachvollziehen, wenn sich die norddeutschen Bundesländer mit wenig Bevölkerung pro Quadratkilometer und entsprechend wenig Infektionsgeschehen fragen, warum sie genauso handeln sollen wie Bundesländer mit extremen Ballungsgebieten. Aber rational gesehen stellt ein einheitliches Vorgehen erstens ein Vorbild dar für Werte, die von der Allgemeinheit erwünscht sind (wie zum Beispiel Solidarität), zum anderen wird eine gewisse Gleichbehandlung und Gerechtigkeit hergestellt und drittens müssen sich die Menschen, die beispielsweise in einem Bundesland wohnen und in einem anderen arbeiten, nicht ständig fragen, wie sie wo zu handeln haben.

Nach neun Monaten Pandemie würde ich mir auch dringend wünschen, dass es einen Fahrplan gäbe, wie man als Gesellschaft gut durch den gesamten Winter kommen kann, statt jetzt quasi den Countdown für einen Impfstoff herunterzuzählen, der kein sofortiges Allheilmittel darstellt.

Nach neun Monaten Pandemie würde ich mir sehr dringend wünschen, dass mancher Widerspruch gelöst oder zumindest so erklärt würde, dass es alle nachvollziehen können. Warum zum Beispiel von offiziellen Stellen empfohlen wird, den ÖPNV zu meiden, wo es möglich ist, aber den Schülerscharen wird zugemutet, im Rahmen einer eingeforderten „Bildungsgerechtigkeit“ jeden Tag zweimal in vollkommen überfüllten Bussen auszuharren.

Nach neun Monaten Pandemie würde ich mir extrem wünschen, dass in den Bildungsministerien nicht nur auf den Bildungsauftrag gepocht würde, auf das Recht der SchülerInnen auf gute Bildung, sondern auch ihr Arbeitsschutz und der des Lehrpersonals in den Mittelpunkt gestellt würde. Vor allem, da ich seit dem Jahr 1999 Kinder in der Schule habe und mich des Öfteren das ungute Gefühl beschleicht, dass es mit diesem Beharren auf Bildungsgerechtigkeit in den letzten 20 Jahren (egal unter welchen Koalitionen in den Landtagen) nicht immer so weit her war wie ausgerechnet dieses Jahr. Wo ich mich außerdem frage, warum offenbar die Erkenntnisse und Vorschläge von Lehrern, Eltern und Schülern, wie die Organisation von Schule aussehen könnte, um möglichst viele Interessen zu beachten, nicht gefragt sind. Wohlgemerkt, es geht um den SchulALLTAG, nicht um abstrakte pädagogische Konzepte. Wer ist denn am Alltag näher dran als die genannten Gruppen? (Die das bisher in bemerkenswert geduldiger Weise mitmachen.)

Nach neun Monaten Pandemie würde ich mir so sehr wünschen, dass in diesem Land weniger auf die Aktienkurse von Dax-Konzernen geschielt wird, wenn die Hilfen verteilt werden. Und mehr auf die einzelnen Menschen geblickt, die, jeder nach seiner Ausbildung, nach ihrem Engagement, nach deren Fähigkeiten, dieses Land am Laufen halten. Auch auf die Menschen, denen diese aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aus den unterschiedlichsten Gründen verwehrt ist. Möglicherweise hätte das auch zur Folge, dass sich nicht immer mehr „ganz normale“ Menschen den extremen Bewegungen zuwenden, die derzeit den öffentlichen Raum für sich beanspruchen.

Nach neun Monaten Pandemie verliere ich das Verständnis dafür, warum so viele Einrichtungen schließen müssen, die viel Personaleinsatz und Geld investiert haben, um anderen Menschen Ablenkung und Freizeitgestaltung zu ermöglichen: Restaurants, Kinos, Theater… Ja, es mag hier schwarze Schafe gegeben haben, trotzdem ist in diesen öffentlichen sozialen Begegnungsräumen doch besser eine Kontrolle (nicht nur vom Ordnungsamt, auch soziale Kontrolle durch die Leute gegenseitig) der Abstände möglich als wenn sich die Gruppen in Partykellern treffen. Ganz davon abgesehen werden viele Menschen, die wirklich gern arbeiten möchten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, nicht nur mit der Billigung, sondern der erklärten Absicht der Politik in die Grundsicherung geschickt. Welche Auswirkungen das auf die seelische Gesundheit das hat, kann überhaupt noch nicht abgesehen werden.

Ich habe einen Traum (und fühle mich deswegen keineswegs wie Martin Luther King), dass es eine breite politische und gesellschaftliche Bewegung gibt, die den Mut hat, aus der vermaledeiten Wachstumsspirale des Neoliberalismus herauszuwachsen. Die erkennt, dass Wachstum nicht zwangsläufig mehr kurzfristigen Konsum, mehr Infrastruktur, mehr Umsatz, mehr versiegelte Landschaft… bedeutet. Ja, ich weiß, damit mache ich ein Fass auf. Aber träumen darf ich doch.

Ich befürchte, wir hätten diese Chance eventuell im Frühjahr gehabt. Und ich befürchte, wir haben sie erstmal wieder verpasst. Ich wünschte, jemand würde mich eines Besseren belehren.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Übrigens: Trotz allem Unbehagen halte ich mich weiterhin an die Regeln, die bestehen. Nicht, weil ich ein „Schlafschaf“ bin, sondern weil ich gerade keine andere Möglichkeit sehe. Denn eins ist klar: Wenn ich nur mich selbst und meine persönliche „Freiheit“ sehe, dann gerät die Gesamtheit der Gesellschaft aus meinem Blickfeld. Denn außer dem, was ich hier beschrieben habe, gibt es unheimlich viel, was ich einfach nicht überblicken kann.

Ein kleines Beispiel: Die Gesundheitsämter haben um diese Jahreszeit normalerweise unter anderem die Aufgabe, Kinder auf ihre Schulfähigkeit zu untersuchen. In diesem Jahr sind sie damit vollauf beschäftigt, Kontakte nachzuverfolgen, teilweise von Menschen, die ihre Grundrechte so sehr eingeschränkt sehen, dass sie sich mit Gleichgesinnten ohne Masken und Abstand auf den Marktplätzen der Republik tummeln. Ich mag mir nicht ausmalen, wie viele Kinder in den nächsten Jahren darunter zu leiden haben, dass sie nicht die Förderung erhalten, die sie eigentlich bräuchten, um eine gute Schullaufbahn zu durchleben. Schwupp, da ist sie dann wieder, die fehlende Bildungsgerechtigkeit…! Nur dieses Mal mit anderen Vorzeichen. Du verstehst, was ich meine?

PS: Ich bitte um Entschuldigung. Der Frust musste mal raus. Ich kann nicht immer nur Optimistin sein.

Zu einer anderen Zeitrechnung

Heute hat irgendjemand auf dem Blog diesen Beitrag aufgerufen. Ich wusste nicht mehr, wann ich ihn erstellt hatte oder wovon er handelt, deswegen habe ich mal nachgesehen. Ich hätte auf irgendwann letzten Herbst getippt und damit grandios falsch gelegen.

Erstaunt las ich, was ich am frühen Morgen des 1. Januar 2020 geschrieben habe, denn es kommt mir so weit weg vor. In einem anderen Leben? So krass eher nicht, aber es war eben in der Zeitrechnung „vor Corona“ – zumindest war Corona zu der Zeit noch etwas Exotisches, weit weg in China und es betraf uns nicht. Was müssen die auch so komische Sachen essen? Kann uns ja nicht passieren…

So schnell ändern sich Dinge, Situationen, Lebensentwürfe.

Aber darum geht es doch überhaupt nicht. Ein sorgenfreies Leben, immer auf der Sonnenseite, nie stolpern, nie fallen. Wie langweilig wäre das denn? Und wie sehr würde das Gute dadurch abgewertet, wenn es nie schwierig würde… Ich könnte das Schöne, was mir geschieht, nicht wertschätzen, wenn ich nicht auch die andere Seite kennen würde. 

Das habe ich „damals“ geschrieben. Und auch dieses:  Ich bin gespannt und neugierig auf dieses neue Jahr.

Ob ich mir wohl in meinen kühnsten Träumen ausgemalt hätte, was das Jahr 2020 so alles mit sich bringt? Und ob ich dann auch so enthusiastisch und voller Erwartung gewesen wäre? Ich vermute, beides eher nicht. Aber der Absatz davor, der stimmt meiner Meinung nach immer noch. Obwohl es im Moment immer mehr Menschen gibt, die nur das „Gute, Schöne, Einfache“ wollen, diverse Schwierigkeiten aber ganz gern in andere EU-Länder verlagern wollen (oder am besten ganz raus aus Europa), als Auswüchse einer „Diktatur“ sehen oder sie am besten ganz leugnen.

Ich frage mich deshalb, war das Jahr bisher wirklich nur schlecht? Abseits von Beschränkungen (denen, die zum Infektionsschutz dienen ebenso wie meinen persönlichen durch den Unfall) gab es doch auch in diesem Jahr unheimlich viele schöne Begebenheiten. Situationen, die von Verständnis und Empathie getragen warten, Solidarität, unverhoffte Ruhepausen für die Umwelt, bei uns in der Familie auch noch eine Hochzeit, selbst die verschobene Konfirmation wird nun bald stattfinden. In meinem Garten ist trotz der phasenweisen Trockenheit vieles gewachsen, sogar mehr und anderes, als ich geplant hatte, aber immerhin, es ist gewachsen und nicht verdorrt.

Natürlich hat es auch Fehler gegeben, auf vielen unterschiedlichen Ebenen, wie immer, wenn Menschen Entscheidungen treffen. Einige Entscheidungen haben uns viel zusätzliche Arbeit beschert, während sie viel zu vielen (Künstlern und Selbständigen) die Arbeit komplett unmöglich gemacht haben. Andere treffen bis heute noch die schwächsten Gesellschaftsgruppen (Kinder, Alte, Kranke), wieder andere müssen regelmäßig auf den Prüfstand. Im Vergleich mit anderen Ländern sind wir in Deutschland aber bisher ordentlich durchgekommen. So hat sich die Menschheit seit Jahrtausenden entwickelt, wir erleben augenblicklich eine Art Evolutionsgeschehen im Schnelldurchlauf. Und allen technologischen Errungenschaften zum Trotz sind wir immer noch nicht in der Lage, mit der Geschwindigkeit der Entwicklung verstandesgemäß mitzuhalten.

Es hat ebenfalls ganz sicher unnötig viele traurige Momente für eine Menge Menschen weltweit gegeben, das Jahr hat zu hohe Verluste gebracht, auf persönlicher, auf zwischenmenschlicher, gesellschaftlicher und auf wirtschaftlicher Ebene. Doch nirgendwo steht geschrieben, dass wir immer und jederzeit ein Anrecht auf den geringsten Widerstand oder ein Leben im Schlaraffenland haben. Vielleicht sollten wir als menschliche Gesellschaft einen Paradigmenwechsel herbeiführen:

Natur statt Infrastruktur, Resilienz statt Selbstoptimierung, Gelassenheit statt ständig neue Hypes, Qualität statt Quantität, Freundschaft statt Konkurrenz.

Utopie statt Dystopie…

PS: Das Foto ist heute früh im lippischen Bergland entstanden, wo ich zu einer Einkaufstour bei Direktvermarktern war. Erst jetzt im Großformat habe ich das Bushaltestellenschild entdeckt, das war mir wegen des Gegenlichtes nicht aufgefallen. Aber ich finde, es ist ein schönes Detail: Einfach mal an der Haltestelle stehen bleiben und den Sonnenaufgang genießen!

Bin im Garten

Ich weiß nicht mehr, woher ich diesen Büchertipp habe, vermutlich war es eine Gartenzeitschrift. Oder eine Rezension auf einem anderen Blog.

Im Herbst habe ich mir das Buch dann gekauft und es ist erstmal auf den SUB gewandert. Zu Beginn der Adventszeit ist es dann auf dem Nachttisch gelandet und hat mich jeden Abend in den Schlaf geleitet. Abend für Abend las ich mich durch die Experimente einer Frau, die mit Mitte 50 die Gartenleidenschaft gepackt hat.

Manchmal nicht ganz neidlos, denn sie hat das geschafft, was ich seit einigen Jahren versuche: jeden Tag im Garten verbracht. Inklusive Muskelkater, Fehlschlägen und unglaublichen Glücksgefühlen.

Oft musste ich schmunzeln, wenn ich mich selbst wiedererkannte, vor allem in den Szenen, wenn sie online oder in Katalogen nach neuen Pflanzen, Saatgut, aber auch Geräten suchte. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich alle ihre Vorschläge und Quellen ausprobiert habe…😜

Unter anderem hat die Lektüre dazu geführt, dass ich wieder ganz optimistisch plane für 2020. Und mir ein Gartentagebuch angelegt habe, um meine eigenen Experimente oder Wetterbeobachtungen zu notieren.

Sinnigerweise hab ich seit vorgestern mal wieder starke Schmerzen in der rechten Schulter und kriege den Arm nicht höher als zur Bäckertheke (konnte heute früh kaum mein Wechselgeld in Empfang nehmen🥺).

Aber das passt schon, denn dieser 4. Januar zeigt, dass er stürmen kann. Den Flieder, der seit ich denken kann in der Nähe des Hauses steht, seit zwei Jahren aber den Heldentod stirbt, mach ich dann ein anderes Mal weg.

Während es draußen weht und dem Geräusch nach auch etwas hagelt, sitze ich mit einem breiten Schal um die Schultern gemütlich in meinem Ohrensessel. Und habe soeben das Buch zu Ende geschmökert.

Das gesamte Buch war schon lesenswert, aber in ihrer Rückschau auf das Gartenjahr im Dezember wird Meike Winnemuth regelrecht philosophisch. Ich kann ihren Gedankengängen da gut folgen, bin glatt versucht zu sagen: wer chronisch unzufrieden ist oder andere Zivilisationsübel mit sich rumschleppt, der sollte Gartenarbeit auf Rezept verordnet bekommen.

Ich liebe den Satz „Ich habe monatelang auf einen Kohlrabi gewartet, den man in jedem Supermarkt für 99 Cent kaufen kann,…“

Denn dieser simple Satz drückt fast alles aus, worum es viel zu selten geht: sich des Wertes unserer Lebensmittel bewusst zu sein. In dieser und anderen Pflanzen einen essentiellen Bestandteil des Lebens zu sehen und nicht nur etwas, das im Discounter im Angebot eingekauft wird und im schlimmsten Fall nach drei Wochen im Gemüsefach in die Tonne wandert.

Das Buch ist absolut lesenswert (freudsche Fehlleistung: ich hätte beinahe „lebenswert“ geschrieben😊).

Nicht nur für bekennende Landeier wie mich, sondern auch für horizontale oder vertikale Stadtgärtner, für Gartenfestivalliebhaber, für einfach alle, die schon mal Erde unter den Fingernägeln hatten. Und auch für die, die das sehr unappetitlich finden😉.

Bibliographische Angaben:

Meike Winnemuth, Bin im Garten

Penguin Verlag

978-3-328-60045-9

22€

Hinweis: Das Buch habe ich mir selbst gekauft. Aus Neugier. (Ich glaube, es war Ranga Yogeshwar, der jede Quarks-Folge mit den Worten „Bleiben Sie neugierig“ beendete)

Aufbruch im Nebel

Alle Fotos, die oben als Collage zu sehen sind, stammen von heute früh, ca. viertel nach Acht. Von der Terrasse aus in verschiedene Richtungen aufgenommen. Eigentlich total passend zum neuen Jahr, denn das liegt ja auch noch im Nebel und wir wissen nicht, was uns erwartet.

Ich habe den Tag gestartet mit einem Kaffee und der Bibel. Mal wieder unternehme ich den Versuch, jeden Tag mit einer Mini-Andacht und einem Bibeltext zu starten. Bin mal gespannt, wie lange ich durchhalte, denn an vielen Tagen ist ein solcher Start durch Alltäglichkeiten zum Scheitern verurteilt.

Heute habe ich mich allerdings total gefreut, als ich mich zum Start mit dem Psalm 121 beschäftigen durfte. Seit Beginn meiner Malche-Ausbildung im Spätsommer 2016 begleitet mich dieser Psalm. Immer wieder stolpere ich darüber, dass er mir vor die Füße gelegt wird oder vor die Nase gehalten. Und so ist er zu „meinem“ Psalm geworden:

Ja, ich kenne die Bedenken: Aber so ist es doch nicht. Du hast doch kein stolperfreies Leben, du kennst nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen, Krankheit und Trauer, Bosheiten und Unglück. Und wo ist dann dein Gott?

Aber darum geht es doch überhaupt nicht. Ein sorgenfreies Leben, immer auf der Sonnenseite, nie stolpern, nie fallen. Wie langweilig wäre das denn? Und wie sehr würde das Gute dadurch abgewertet, wenn es nie schwierig würde… Ich könnte das Schöne, was mir geschieht, nicht wertschätzen, wenn ich nicht auch die andere Seite kennen würde. Und wer weiß, was mir außer den kleineren Nickeligkeiten, die mir manchmal den Tag versauen, zustoßen würde, hätte ich nicht die Hoffnung und den Glauben an meiner Seite. Wenn ich nur daran denke, wie oft man im Tagesverlauf unachtsam wird, beim Autofahren, bei der Arbeit, und wie oft gerade so eben nichts passiert…

Heute hat sich der Nebel gelichtet. Es ist ein schöner, sonniger Tag. Ich bin gespannt und neugierig auf dieses neue Jahr.

Rückblick und Ausblick

Schon wieder geht ein Jahr zu Ende. Es kommt mir so vor, als hätte ich erst vorgestern hier gesessen und den Rückblick auf 2018 geschrieben. Und mir ist erst heute früh so richtig bewusst geworden, dass auch ein Jahrzehnt abgeschlossen ist.

Willkommen, Zwanziger Jahre. Werdet ihr wohl auch so ein Tanz auf dem Vulkan wie die Zwanziger des letzten Jahrhunderts? Auf der einen Seite Freizügigkeit, Party, Lebensfreude, neue Errungenschaften, Musik und Kunst aus dem Ausland erobern Deutschland. Aber auf der anderen halt Arbeitslosigkeit, zunehmender Nationalismus, Börsencrash…

Ich weiß es nicht, aber eins ist sicher: Es wird, was wir alle daraus machen. Entpuppen sich Filme wie „Mad Max“, „Minority Report“, „Inception“, „Mississipi Burning“ oder „Gattaca“ als immer wahrscheinlicher? Das wäre allerdings eine gruselige Vorstellung.

Sollten wir das mit dem Klimawandel vergeigen, dann braucht es sicher mehr als einen DeLorean, um „Zurück in die Zukunft“ die Welt zu retten.

Schwarzweiß

Ich wünsche mir da eher, dass Menschen wie „Forrest Gump“ unsere Wege kreuzen und mit ihrer unschuldigen Art unser Leben bereichern. Ich wünsche mir Lehrer, die wie im „Club der toten Dichter“ ihren Schülern Lust auf das Lernen und das Leben gleichermaßen machen. Ich wünsche mir das Erwachen von Empathie in den Köpfen und Herzen vieler Menschen wie bei „Rain Man“. Das Nachdenken über den Wert des Andersartigen, Fremden wie bei „Madame Mallory und der Duft von Curry“. Annahme des Nächsten wie bei „Ziemlich beste Freunde“.

Ich wünsche mir Lebensfreude und Leichtigkeit wie bei „Findet Nemo“ oder „Ice Age“. Und natürlich Mut und Heldentum wie im Marvel-Universum 😉 .

So. Kurze Filmografie. Du weißt jetzt so grob, welche Art von Filmen ich mag, und welche ich eher zwiespältig (an)sehe.

zukunft.jpg

Was mich außer dem teils bangen, teils optimistischen Blick in die Zukunft beschäftigt? Beispielsweise das Nachdenken darüber, wie weit ich zukünftig gehen werde, wenn es um das Selbermachen statt kaufen geht. Ich habe 2019 vieles ausprobiert, manches ist gelungen, anderes ist vollkommen daneben gegangen, wieder anderes braucht wohl einfach Übung. Kleine Kostprobe gefällig?

An der Nähmaschine bekomme ich einiges hin. Keine Kleidung, aber ich kann aus zerschlissener Kleidung und alten Handtüchern etc. neue Dinge schaffen: Putzlappen, Taschentüchertäschchen, Bettüberwürfe, Sitzkissen…

In der Küche klappt das Kochen auf Vorrat inzwischen ganz gut, so dass ich kaum auf Fertig- oder Halbfertigmahlzeiten angewiesen bin, wenn mal keine Zeit zum frischen Zubereiten ist. Marmelade und Gelee sowieso. Joghurt haut inzwischen auch ganz ordentlich hin, aber beim eigenen Quark bin ich an die Grenzen gestoßen. 48 Stunden bei Raumtemperatur, das impliziert, dass diese Temperatur recht konstant ist. Aber unsere Heizung schaltet sich nachts runter. 48 Stunden im Backofen bei 30 Grad verbraucht aber Strom und ist auch nicht ganz zuverlässig zu halten. Omas alte Kochkiste kommt mir in den Sinn, so eine Konstruktion wäre dafür vermutlich hilfreich. Mal sehen, ob ich im Winter die Kühlbox umfunktionieren kann…

Mein bisher größter Reinfall ist vermutlich das Sauerkraut. Zumindest mit dem meisten Kraftaufwand verbunden. Ich bin noch nicht ganz sicher, es riecht noch ganz ordentlich, aber ich fürchte, es schimmelt. Und wenn sich dieser Verdacht als richtig entpuppt, bin ich selbst schuld, denn ich habe nicht penibel darauf geachtet, dass die ganzen Kohlblätter, die zum Abdecken oben drauf kommen, ebenfalls komplett mit Lake bedeckt sind. Zur Strafe darf ich dann den Gärtopf vermutlich lange und gründlich mit Essig bearbeiten, um die Schimmelsporen zu killen. Und dann starte ich einen neuen Versuch.

Insgesamt würde ich aber sagen: 2020 werde ich mir bereits im Vorfeld öfter mal genau überlegen, ob das, was ich selbst machen möchte, wirklich sinnvoll ist, weil ich

alles, was ich mache auch tatsächlich gebrauchen kann (oder Leute kenne, die mir einen Teil davon abnehmen)

mich vorher umfassend informieren kann, um Fehlschläge zumindest zu minimieren

relativ sicher bin, dass meine Bemühungen nicht irgendwie doch umwelttechnisch schlechter in der Bilanz ausfallen, als wenn ich das Produkt kaufe.

    Wenn der Drang zum Selbermachen dazu führt, dass ich Lebensmittel entsorgen muss, weil etwas schiefgegangen ist, nicht schmeckt oder zu viel ist, dann ist das auch keine Lösung. Und wenn der Energieverbrauch zu hoch wird, lohnt es sich auch eigentlich nur, um einmal zu lernen, wie bestimmte Lebensmittel entstehen, um hoffentlich mehr Wertschätzung dafür zu bekommen.

Was alles andere angeht:

Eins ist sicher (nein, nicht die Rente, tut mir leid, Herr Blüm)  – es gibt genug Baustellen, es gibt jede Menge Unsicherheiten, es gibt Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit, Unglauben und Unfrieden.

Aber es gibt auch Glauben, Hoffnung, Liebe und viele Menschen, die sich im Kleinen oder Großen für die Beseitigung der „UNs“ einsetzen. Solange es das gibt, ist noch nicht alles verloren. Darin lege ich meine Hoffnung.

Ein gutes, ein gesundes, ein hoffnungsvolles neues Jahr(zehnt) wünsche ich uns allen.

Ziel