Noch nicht ganz angekommen

Jahresrückblick auf 2021 in 20 Fotos

Recht gemächlich sind wir ins Jahr geschlittert. Seit einigen Jahren treffen wir kurz vor Mitternacht an Silvester ein paar nette Menschen an der Kirche und läuten eine Viertelstunde lang die Glocken.
Morgens um 4 Uhr war ich schon eine Weile im Reich der Träume, als ich jäh von einem Feuerwehreinsatz geweckt wurde, bei uns im Dorf ist in der Nacht ein Haus abgebrannt. Für die Bewohner, die zum Glück ohne schwere Verletzungen davonkamen, der denkbar übelste Jahresbeginn.
Den Neujahrstag verbrachten wir teilweise schluffig vor dem Fernseher und ergötzten uns im WDR an den Rückblicken auf „unsere“ Jahrzehnte. So alt sind wir nun also schon, dass wir nostalgische Gefühle bekommen, wenn wir augenkrebsträchtige Lifestyle-Dokus aus den 70er und 80er Jahren sehen. Krass!

Der zweite Januar katapultierte mich mit Töchterchen Tochter in die Matrix. Aufatmen, denn nicht nur wir Allerweltsleute werden älter, auch Keanu Reeves ist davon nicht verschont. Aber immer noch ein ansehnlicher Typ (vom Leben gezeichnet, wie man so schön sagt), und im Film wird ja auch durchaus mit dem fortgeschrittenen „Verfall“ kokettiert. Wenn ich allerdings bedenke, dass wir vor einigen Jahren die Mutter-Tochter-Neujahrs-Kino-Tradition mit Filmen wie „Bibi & Tina“ (die wir im Lauf der Jahre alle gesehen haben, wenn auch nicht unbedingt immer an Neujahr), „Frozen“ 1+2 oder „Hilfe, ich habe die Lehrerin geschrumpft“ begonnen hatten… Auch vor der jungen Generation macht der Wandel nicht halt.

Die erste Arbeitswoche ist schon wieder zur Hälfte herum, ich stecke in Inventur- und Jahresabschlussarbeiten, plane das künftige Vorgehen für meine diversen Projekte, schaue ab und zu mal, ob die Kultusministerkonferenz schon was ausbaldowert hat und habe trotzdem ein bisschen Mühe, in dieses neue Jahr hineinzufinden. Und so habe ich heute früh ein wenig in der Bloggeschichte herumgelesen, was ich letztes Jahr Anfang Januar geschrieben habe und es kam mir vor, als ob Murmeltiertag wäre: würde ich das Buch jetzt noch einmal lesen, das ich dort besprochen habe, meine Schlussfolgerungen sähen fast identisch aus.

Das Jahr hat selbst hier bei uns in der Provinz geendet mit „Montags-“ oder „Lichterspaziergängen“, und begonnen hat das Neue damit, dass dieser „Spaziergang“ vor dem Privathaus unserer Landrätin endete. (Die aus den Reihen der „Spaziergänger“ als „Gauleiterin der Herzen“ tituliert wurde! WtF ist mit den Leuten los?!)
Ich bin fassungslos, denn die Frau ist ja qua Amt dazu verpflichtet, Vorgaben umzusetzen, auch wenn sie mit Sicherheit nicht alles auch persönlich sinnvoll findet. Und sie ist Mutter von zwei kleinen Kindern, die überhaupt nichts für die Lage können, aber vollkommen unnötig geängstigt werden. Ebenso wie die unbeteiligten Nachbarn, die sich jetzt auch fragen, ob sie in einer sicheren Umgebung wohnen. Ich glaube kaum, dass es deutschlandweit Menschen gibt, die die aktuelle Situation toll finden, aber so etwas geht gar nicht.

So komme ich nicht weiter. Ich möchte gern durchstarten, aber ich stecke in einem Sumpf aus Erinnerungen, Versatzstücken und Erlebnissen fest. Und ich bekomme meinen Schreibtisch nicht in den Griff; am liebsten würde ich alles runterfegen und neu beginnen. Wo ist der Reset-Knopf?
Also habe ich mir zehn Minuten Zeit genommen und spontan eine Bildergalerie zusammengestellt, mit Fotos, die mir im letzten Jahr wichtig waren und ich hoffe, so einen Abschluss zu finden.

Lichtblick: Seit Montag neue Basistherapie, bis jetzt keine entzündete Mundschleimhaut, weder Durchfall noch Verstopfung, keine Kopfschmerzen und erst recht keine Anzeichen einer Sepsis.

Vorgerücktes Alter

Lucy wird eine alte Dame. Man merkt es daran, dass sie behäbiger wird, nicht mehr so gut hört, wenn man etwas weiter weg ist, zum aufstehen braucht sie deutlich mehr Zeit als früher. Ausnahme: Die Hündin von nebenan bellt. Die Damen sind sich nicht grün und so gibt es immer einen kurzen Adrenalinstoß, der sie ihr Alter und ihre Zipperlein vergessen lässt.

Seit einem halben Jahr hat sie aber leider immer deutlicher Probleme mit der Atmung. Es fing mit exzessivem Schnarchen an, das hat jetzt nachgelassen, dafür japst sie immer ziemlich, als ob wir gerade von einer langen Wanderung an einem heißen Tag zurückgekommen sind. Dabei könnte ich so richtig ausgiebige Spaziergänge selbst noch nicht durchhalten. Dazu kommt eine allgemeine Unruhe, statt entspannt bei uns in der Küche zu liegen, steht sie alle paar Minuten auf und sucht sich einen neuen Platz. Sie reißt selbst im Schlaf manchmal laut nach Luft und auch wenn es nicht nett klingt, sie ist ein richtiger Jammerlappen geworden, wenn etwas nicht so richtig ist für sie. Der Appetit ist ebenfalls sehr wechselhaft.

Ende August waren wir zum Röntgen beim Tierarzt, aber der Befund ist nicht ganz klar. Das Herz ist nicht vergrößert, sie hat auch keine Tumore in der Lunge oder so, „nur“ etwas verkalkte Bronchien. Das Blutbild ist altersgemäß in Ordnung, es ist also auch nicht die Schilddrüse. Es stand die Vermutung im Raum, dass es eventuell Asthma sein könnte, aber eine Woche Kortison brachte keine Besserung. Also weitersuchen. Heute wieder ein Termin in der Praxis, in die wir sie inzwischen nur noch mit einer Mischung aus gut zureden und sanftem Zwang hineinbekommen. Um eine versteckte bakterielle Entzündung auszuschließen, gibt es jetzt eine Woche lang Antibiotika, wenn sich dann immer noch nichts tut, wird ein Herz-Ultraschall gemacht. Ist das auch unauffällig, ist ein CT die letzte diagnostische Lösung (unter Vollnarkose).

Ich frage mich inzwischen, was ist eigentlich der größere Stress und die höhere Belastung für sie? Die Unruhe und Luftnot oder die immer neuen Behandlungen? Die spürbare Angst, wenn wir ihr in den Kofferraum helfen, wo sie auch nicht mehr allein hineinspringen kann.

Ja, sie wird auch langsam ein bisschen tüddelig, manchmal steht sie in der Gegend und weiß anscheinend nicht mehr, warum sie jetzt irgendwo hin gegangen ist. Sie seufzt und jammert, aber die reinen Körperfunktionen sind noch da, sie freut sich nach wie vor in einer Weise, als ob sie einen Propeller im Po hätte, sie genießt es, einfach bei uns zu sein.

Gibt es auch Palliativbehandlung für Hunde? Wenn wir einfach für sie da sind, ihr nur ihre Angst und Unruhe nehmen statt intensive und anstrengende medizinische Behandlungen durchzuführen, kann sie doch hoffentlich noch eine schöne Zeit bei uns haben. Ich weiß es nicht. Es ist das erste Mal, dass wir vor so einer Situation stehen. Unsere erste Katze hat irgendwann Reißaus genommen, als sie zum zigsten Mal wegen einer chronischen Erkrankung in die Klinik sollte und sich zum Sterben irgendwo verkrochen. Die anderen hatten leider tödliche Begegnungen auf der Straße.

Ich bin ratlos und das gefällt mir nicht. Edgar und Kathrin geht es ähnlich.

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