Challenge Woche 8

Eine ganz merkwürdige Woche…

Da die Leerung der Papiertonne anstand, habe ich meine vielen rausgerissenen Gartentipps aus etlichen Jahrgängen einschlägiger Zeitschriften entsorgt. Nach dem Motto „Augen zu und durch“. Sonst hätte ich wieder angefangen, alles einzeln zu begutachten und am Ende das meiste behalten. An den Kleiderschrank bin ich auch mal gegangen und die alten Eierbecher waren auch „dran“. Mein altes Schiebehandy rief ebenfalls etwas nostalgische Gefühle hervor.

Den Abschluss der Woche bildete heute aber eine ganz besondere Aktion: die geerbten Eheringe meiner Eltern sowie der Vorsteckring meiner Schwiegermutter haben eine neue Aufgabe bekommen. Aber das ist eine andere Geschichte und soll an einem anderen Tag erzählt werden 😊.

Challenge Woche 7

In dieser Woche gibt es zwei Aussetzer: am Montag sind Daniela und ich gemeinsam mit „Sabine“ durch die Materialsammlung der Jugendarbeit gefegt und haben sozusagen fremdgeräumt. Kreativmaterial wurde (aus)sortiert, Stifte zu anderen Stiften gepackt, alle Bälle und anderen Sportsachen kamen in eine große Alukiste…

Danach war bei mir die Luft raus.

Und am Donnerstag haben Julia und ich einen Ausflug nach Bremen und zum Freizeitheim gemacht. Für die Freizeit im Sommer recherchiert. Das Universum Bremen ist ein tolles Mitmach-Museum, wo man ganz schnell wieder zum Kind wird … . Unser Freizeitheim haben wir auch unter die Lupe genommen. Letztes Ziel war der Landpark in Lauenbrück, aber als wir dort ankamen, regnete es dermaßen, dass wir uns den nicht mehr angesehen haben… Jedenfalls war ich abends so voller Eindrücke, dass nix mehr ging😏.

An den restlichen Tagen gab es ein buntes Durcheinander von Schubladenkram und Einzelteilen. Trotzdem macht es nach wie vor Spaß, sich täglich mit dem angesammelten Krempel eines halben Lebens zu beschäftigen.

Challenge Woche 6

Echt jetzt? Wir sind schon bei Woche 6? Ich musste erst nochmal nachschauen…

Die Woche war ausmist-technisch etwas konfus. Seit November standen große Kartons bei mir im Büro, also richtig große. Und auch gleich sechs (!) Stück davon. In denen hatte Edgar von zwei Hardwarelieferanten neue PCs und Server für Kunden bekommen.  Aber als er zu den Buchhandlungen fuhr, packte er die Rechner ohne diese unförmigen Umverpackungen ins Auto, klar. Und die Kartons standen bei mir und bildeten eine Bastion vor dem Bücherregal. Aber vielleicht kann man sie ja noch gebrauchen?

Selbst wenn, und ich hätte da auch schon eine konkrete Idee, sie müssen auseinandergenommen und von jeglichem Kunststoff befreit werden. Also ran an die Arbeit: Eine Stunde später war aus dem Turmbau zu Lerbeck ein niedriger Stapel Pappe und ein gelber Sack voll Füllmaterial und Packband geworden. Bis einschließlich Freitag widmete ich mich dann wieder diversen Schubladen, sortierte Bedienungsanleitungen und Garantiebelege aus von Haushaltsgeräten, die schon längst über den Jordan sind (dabei fegt mir ganz ungefragt „Swing low, sweet chariot…“ durch den Kopf 🙂 ).

Und jetzt kommt es, tadaaa: ich habe endlich die Abschlussbilanz meiner Buchhandlung geschreddert, von der ich mich auch Jahre nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist nie trennen mochte. Aber ganz ehrlich: Ich habe nichts davon, wenn ich das Dokument meines Scheiterns auch weiterhin aufbewahre. Es nützt niemandem, und außerdem habe ich auch inzwischen akzeptiert, dass Scheitern zum Leben dazugehört, ebenso wie das Gelingende. Zwei Seiten einer Medaille. (kleiner gedanklicher Ausflug: aber beide Seiten zu sehen und auch Scheitern zu akzeptieren, scheint im Moment nicht gerade Hochkonjunktur zu haben…)

Ein alter Schmuckkasten voller Modeschmuck meiner Mutter wurde auch gefilzt und erleichtert. Ich kann mit dem meisten Zeug eh nichts anfangen.

Zuletzt habe ich mich gestern und heute früh mit ganzen Jahrgängen des Hauskreis-Magazins beschäftigt. Ich hatte drei Stapel im Sinn: 1. Kann weg, 2. kann ich für FAQ/Osternacht gebrauchen, 3. Ist vielleicht was für die Kinderfreizeit dabei. Der erste Stapel war zum Glück der dickste. Und dann das Ringen: aber vielleicht kann ich die statt wegzuschmeißen noch fürs bible art journaling gebrauchen… NEIN! Hab ich jahrelang nicht reingeschaut, kommt weg. Und ich habe ja auch noch die Überreste der Stapel 2 und 3, die ich nicht brauche.

Es ist ein gutes Gefühl, etwas geschafft zu haben, auch wenn man es vielleicht nicht so unbedingt sieht wie bei den Kartons. Und in den Stehsammler kommen nun die Yacht-Zeitschriften von Edgar…

Challenge Woche 4

Ich hab das Gefühl, die Wochen gehen immer schneller vorbei. Schon wieder ist es Zeit für den wöchentlichen Rückblick.

Dieses Mal noch eine Porzellandose, von Mama. Früher war da immer entweder Fruchtgummi drin oder Salmiakpastillen oder diese schwarzen kleinen Hustenbonbons in der roten Dose (ich habe gerade akute Wortfindungsstörungen, mir fällt der Name einfach nicht ein). Es ist zu befürchten, dass es nicht die letzte ihrer Art sein wird, denn Mama hatte ein Schrankfach voll mit solchen Bonbonnieren und Co…

Der Kalender von 2018 kam endlich mal in den Müll, denn das längst vergangene Jahr kann auch er nicht zurückholen.

Ein Paar Buchstützen für Kinder (ach ja, auch noch von der Buchhandlung) musste ebenso dran glauben wie ein Paar Kerzenleuchter. Beides geht in die Kiste mit der Aufschrift „Spenden“, ebenso wie diese … Armbanduhr, von der ich nicht mal weiß, wie sie in meine Schreibtischschublade kam. Office-Tools von Tiki Küstenmacher inklusive Fax-Vorlagen hatten ebenfalls ein Dunkeldasein gefristet und sind eindeutig überholt.

Zu guter Letzt kommt heute mal wieder ein Topf Basilikum auf den Kompost. So gern wir alle Basilikum mögen, es scheint nicht auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Egal ob in der warmen Küche oder in der kühleren Waschküche, länger als drei Wochen überlebt das Zeug einfach nicht bei mir.

Ermutigt durch zaghafte Erkundungen meiner Schreibtischschubladen habe ich mich nun entschlossen, ab jetzt eine Schippe draufzulegen: Ab heute nehme ich mir täglich EINE Schublade vor. Das scheint mir eine erträgliche Dosis zu sein, der Kompromiss zwischen „Da muss jetzt dringend mal Ordnung rein“ und „Aber alles auf einmal geht doch auch nicht und so viel Platz hab ich auch gar nicht in der Mülltonne“. Außerdem dürfte sich der Frustrationslevel, so viel unnötigen Kram gehamstert zu haben, im Zaum halten.