Wohin geht der Weg?

Das Bild strahlt erstmal Ruhe aus. Keine Menschen, die mir die Sicht auf die Wegweiser verstellen. So weit, so gut. Aber es sind eben immer noch viele Möglichkeiten, viele Wege, die ich gehen kann. Will ich Herausforderung, also bergauf, mit einem aufregenden Höhenprofil? Oder brauche ich nach einer anstrengenden Zeit eine Abwärts-Etappe, die mich wieder zum Boden zurück bringt? Manchmal kann bergab sogar anstrengender sein als bergauf. Manchmal fühle ich, mein Weg sollte in der nächsten Zeit geradeaus gehen, ohne auf und ab, mit Ruhe und Überblick.

Und was frage ich Jesus, vielleicht sogar, während ich vor diesen Wegweisern stehe? Vielleicht frage ich ihn, ob es tatsächlich so ist, dass er meinen Weg bereits vorgezeichnet hat. Und was er tut, wenn ich mich zwischendurch entschließe, doch die andere Abzweigung zu nehmen. Lässt er mich dann trotzdem noch ans Ziel gelangen? Bugsiert er mich nach einiger Zeit sogar auf Umwegen wieder dorthin, wo er mich haben möchte?

Weil ich ja ein ziemlich wissbegieriger Mensch bin, fallen mir sicher noch mehr Fragen ein. Wie einem Kind, das seinen Eltern auf jede beantwortete Frage zwei neue Fragen stellt.

Und jetzt du…

Bild- und Textkarten: ©Neukirchener Verlag (Bibliographische Angaben siehe Beitrag „Talk-Boxing“)

Talk-Boxing

Seit Dienstag Vormittag hatte ich zu nichts Lust. Was war passiert? Ich hatte meinen turnusmäßigen Termin beim Rheumatologen und dabei erfahren, dass die Sehnenrisse mit großer Wahrscheinlichkeit durch die Erkrankung verursacht wurden (wobei, beide Seiten auf einmal ist schon ziemlich einzigartig, aber bitte, ich kann ja nicht immer Durchschnitt sein…) Außerdem eröffnete er mir, dass es auch zukünftig zu Problemen mit den im Körper reichlich vorhandenen Sehnen kommen könne und dass möglicherweise der rechte Oberschenkel nicht wieder seine volle Kraft erreichen könne. Vor allem dann nicht, wenn ich zu früh wieder durchstarte. Ich hätte es ja ahnen können, aber es hat mich trotzdem aus den Socken gehauen. Und führte zu akuter Lustlosigkeit.

Aber lange schmollen mag ich ja auch nicht mit meinem widerspenstigen Körper, immerhin müssen er und ich es ja hoffentlich noch lange miteinander aushalten. Außerdem hatte Sandra mir am Samstag zu denken gegeben, als sie meinte, ich könne ja auf Instagram Buchempfehlungen geben. Prinzipiell gute Idee, aber bei meiner Lektüre die letzten Wochen („Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“, „Die Angstprediger“, „Warnung aus dem weißen Haus“) wirkt das eher abschreckend.

Doch dann fielen mir die Talk-Boxen ein, die ich eigentlich für Kathrins Konfirmation gekauft hatte, weil ich mit ihrer Hilfe ein paar Tischgespräche anstoßen wollte. Ich habe jetzt für zwanzig Tage jeweils eine Bildkarte und eine Frage/Denkanregung herausgesucht und veröffentliche jeden Tag so ein Paar.

Logisch, auch meine Gedanken dazu werde ich hier aufschreiben. Und ich lade dich ein, dir beides anzusehen und dann zu Bild und/oder Text einen Kommentar entweder hier im Blog oder auf Instagram abzugeben. Dabei gibt es grundsätzlich keine Denkverbote. Löschen werde ich aber Kommentare, die bestimmte Menschengruppen diffamieren, die rassistisch oder volksverhetzend sind oder die allgemein verletzend gegenüber anderen Personen sind. Da behalte ich mir als Inhaberin des Blogs vor, das digitale Hausrecht auszuüben.

Erwünscht ist es dagegen, auch mal über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich Gedanken zu machen, ob die Sichtweise anderer ebenso ihre Berechtigung haben wie die eigene. Ich gestatte dir sogar ausdrücklich, deine Meinung nicht absolut zu setzen 😉

Im nächsten Post geht es los.

Bibliographische Angaben:

Foto-Talk-Box 2, Neukirchener Verlag , ISBN 978-3-7615-6633-6, 18 €

Talk-Box Vol. 6, Neukirchener Verlag , ISBN 978-3-7615-5950-5, 16 €