Tag 22 – Good night stories for rebel girls

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Es ist nicht mehr brandneu und es gibt auch inzwischen drei Bände. Aber es ist ein Buch, das Mädchen inspirieren kann, ihre Fähigkeiten zu entdecken. Die Bücher sind sehr vielseitig aufgestellt, es finden sich bekannte Frauen wie (natürlich) Angela Merkel und Michelle Obama, aber auch solche, die heute auf Anhieb niemand mehr auf dem Schirm hat, zum Beispiel die Pharaoninnen Hatschepsut und Kleopatra.

Frauen, die in den Naturwissenschaften Pionierleistungen vollbrachten zu einer Zeit, als sie noch nicht einmal überall studieren durften, wie Maria Sybilla Merian oder Marie Curie.

Daneben werden natürlich auch Frauen des geschriebenen Wortes vorgestellt, großartige Schriftstellerinnen ebenso wie mutige Journalistinnen. Frauen, die in (Extrem-)Sportarten in vermeintliche Männerdomänen eingebrochen sind, wie Ashley Fiolek (Motocrossfahrerin), Amelia Earhart (Flugpionierin), Amna al Hadad (Gewichtheberin) oder Jessica Watson, die mit 16 Jahren Einhand (also ganz allein) die Welt umsegelte.

Aber auch Frauen, die es in unterschiedlichen kreativen Berufen zu internationaler Anerkennung gebracht haben, Sängerinnen, Tänzerinnen, Malerinnen und mehr. Auf ganz unterschiedliche Arten: Zum Beispiel durch die Sängerinnen Joan Jett (Rock), Maria Callas (Oper) oder Sonita Alizadeh (Rap).

Jede dieser Frauen ist mit einer Textseite und einer Illustration porträtiert, gerade genug, um neugierig zu machen. Und durch die Vielseitigkeit ist für alle etwas dabei, was bestärken kann: In einer Welt, in der bis heute an viel zu vielen Stellen Frauen in der zweiten Reihe stehen statt gleichberechtigt neben den Männern, macht es einen Unterschied, ob Mädchen zu selbstbewussten Frauen heranwachsen. Die Geschichten machen Mut, dass vieles erreichbar ist, selbst wenn die Voraussetzungen nicht immer perfekt sind, manchmal sogar aus verzweifelten Situationen heraus.

Nicht nur für Töchter, auch für Mütter (und Väter) eine tolle Sammlung an Appetithäppchen!

Bibliografische Angaben: Elena Favilli und Francesca Cavallo, Good night stories for rebel girls, Carl Hanser Verlag, ISBN 978-3-446-25690-3, € 24,- (Österreich € 24,70)

Frauen und Männer, Bücher und Glaube

Witzig. Bis eben wusste ich nicht WIE VIEL diese beiden Karten miteinander zu tun haben…

Ich liebe Bücher. Als Buchhändlerin wäre es ausgesprochen dämlich, es nicht zu tun. Man wird ja auch nicht Koch, wenn man keinen Wert auf gutes Essen legt, oder?

Jedenfalls mag ich dieses Fenstermotiv sehr gern. Ich mag nur nicht die Vorstellung, jedes Mal die ganzen Bücher wegzuräumen, wenn das Fenster geputzt werden muss… Die Besitzer dieses Hauses zeigen schon ziemlich offensiv nach Außen, wofür ihre Herzen schlagen. Sogar auf eine Weise, dass auch die Buchtitel von außen lesbar sind. Cool.

Zeigen wir immer der Öffentlichkeit, was uns wichtig ist? Sei es die Beziehung zu Partner oder Partnerin, sei es die Liebe zu unseren Kindern oder Freunden. Oder auch das Vertrauen in Gott und Jesus?

Es gab eine Zeitlang immer wieder Bücher, die das Verhältnis von Frauen und Männern zum Thema hatten: „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“ zum Beispiel. Oder „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“. Und viele andere. Schon an den Titeln ist es zu erkennen, es wird genussvoll mit Klischees gespielt. Dabei wissen wir alle ja eigentlich ganz genau, dass das Leben viel bunter ist als jedes Blau/Rosa-Klischee uns weismacht.

Ähnlich ist es auch mit der Textaussage auf der unteren Karte. Fällt Frauen das Glauben denn tatsächlich leichter? Oder gehen sie offener mit dem Thema um?

In der Jugendarbeit merke ich, dass es um die Zeit der Konfirmation herum anscheinend für Mädchen einfacher ist, ihrem Glauben Ausdruck zu verleihen. Auch im Sonntagsgottesdienst sitzen häufig mehr Frauen als Männer. Andererseits kommt es mir so vor, als ob in den Leitungspositionen der Kirchen (nicht nur bei den Katholiken) immer noch mehr Männer als Frauen zu finden sind. Also, so ganz eindeutig kann man es einfach nicht sagen. Auch hier gilt wohl: Jeder Mensch hat seine eigenen Ausdrucksweise. Und die orientiert sich sicher eher an der persönlichen Prägung des Menschen als am Geschlecht.

Und jetzt du…

Bild- und Textkarten: ©Neukirchener Verlag (Bibliographische Angaben siehe Beitrag „Talk-Boxing“)