Wertekanon

Im Oktober werden wir zum ersten Mal Großeltern. So weit, so schön. In den letzten Tagen habe ich allerdings bei der täglichen Zeitungslektüre einige Male schlucken müssen: So bei der Meldung, dass in Ostwestfalen junge Eltern keine Kinderärzte finden, die noch neue Patienten aufnehmen.
Dass Eltern 50 km fahren müssen, um mit den Babys unterzukommen. Wie macht man das, wenn man kein Auto hat? Termine nach der Erreichbarkeit mit den Öffis buchen? Eventuell mit dreimal umsteigen? Wenn denn überhaupt eine adäquate Anbindung da ist…
Oder dass man erst nach mehreren Monaten ärztliche Versorgung findet. Während sich zuhause die bösen Briefe der Krankenkasse stapeln, dass man die Termine zur Vorsorgeuntersuchung und zu den Grundimpfungen hat verstreichen lassen.

Aber selbst wenn man das Glück hat, rechtzeitig eine Hebamme, einen Geburtsvorbereitungskurs (inzwischen gehört sogar regional eine offene Geburtsstation im Krankenhaus zu den Unwägbarkeiten) und auch noch eine kompetente kinderärztliche Versorgung zu finden, dann scheitert man möglicherweise beim ersten Fieberanfall am Mangel an Fiebersäften für Babys und Kleinkinder. Ich mag nicht spekulieren, aus welchen Gründen es passiert, aber immer weniger Hersteller produzieren diese recht simplen, aber wichtigen und effektiven Medikamente.

Und nicht zum ersten Mal frage ich mich, was da eigentlich genau schiefläuft. Werden vielleicht von den Krankenkassen zu viele „Behandlungen“ bezahlt, die zwar nice to have sind, aber mehr als haarscharf an einer sinnvollen Grundversorgung vorbeischrammen?
Warum ändert sich nichts an dem Schlüssel, der für die Zuteilung von Praxis-Standorten herangezogen wird, wenn seit vielen Jahren mehr Kinder betreut werden müssen, sich die Häufigkeiten der Pflichtuntersuchungen mehren, mehr Impfungen durchgeführt werden müssen, immer mehr Kinder auch mit psychischen Problemen Hilfe brauchen?
Was läuft schief in der Medizinerausbildung, wenn erstens immer noch zu viel Wert auf den Abi-Durchschnitt gelegt wird und zweitens fertige Ärztinnen und Ärzte nicht in die Versorgung ländlicher Gebiete wollen oder gar ganz ins Ausland abwandern? Meiner Meinung nach auf allen beteiligten Seiten zu viel. Aber das wäre einen eigenen Beitrag wert.

Irgendetwas in unserem Wertekanon sorgt dafür, dass auf der einen Seite anscheinend immer mehr Kinder zu kleinen Prinzen und Prinzessinnen erzogen werden, deren Eltern ihren Lebenssinn darin finden, ihre Kids bis zum Abi zu pampern (ich übertreibe hier bewusst ein wenig) und auf der anderen Seite immer mehr Kinder von Armut – bis hin zur Obdachlosigkeit – oder gesundheitlicher Vernachlässigung bedroht oder betroffen sind.

Oder kommt mir das nur so vor, weil es nur die Extremfälle in die Medien schaffen, wir überhaupt so sehr von Medien und Meinungen umgeben sind und weil das ganz normale Mittelmaß ganz gern unterschlagen wird? Ich hoffe schon fast, dass der Grund darin liegt.
Ich gestehe, ich bin ratlos.

Reblog eines wichtigen Anliegens

Vom chronischen Fatigue Syndrom hatte ich schon gehört, da ich mich im Umfeld der Autoimmunerkrankungen Rheuma und MS mit dem anfallsartigen Auftreten von Müdigkeit beschäftigt hatte. Aber ganz ehrlich: so richtig die Folgen durchdrungen hatte ich nicht.

Als ich heute früh auf dem Umweg über Christiane diesen Blog entdeckt habe, ging mir einmal mehr durch den Kopf, dass unser Gesundheitssystem zwar grundsätzlich ein sehr ordentliches ist, aber es doch Bereiche gibt, wo die zunehmend ökonomische Orientierung dazu führt, dass menschliche Schicksale hintenüber fallen. (Wie gesagt, ich möchte mit mancher Erkrankung auch nicht in den USA oder in GB leben, da fällt vermutlich noch viel mehr hinten runter als bei uns.)

Trotzdem sei die Frage hier einmal mehr gestellt: Ist das hohe Gut Gesundheit etwas, worüber im äußersten Fall Aktionäre von Gesundheitskonzernen oder Pharmazieimperien entscheiden sollen? Bitte nicht falsch verstehen, auskömmliches Arbeiten und Forschen muss sein. Wenn etwas Gewinn dabei herausspringt, um ihn dann zu reinvestieren, auch sinnvoll. Aber diesen ganzen Bereich als eine Hochleistungskuh zu betrachten, die immer mehr gemolken werden kann, ist ganz sicher ein Irrweg. Nur mal so zum Nachdenken…

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