Tag 34 – Kingsbridge, Der Morgen einer neuen Zeit

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Du hast viel Zeit? Und magst historische Romane? Dann darfst du diesen Wälzer nicht verpassen, egal, ob du die anderen Romane aus der Kingsbridge-Reihe bereits gelesen hast oder nicht. Das Schöne ist nämlich, dass jeder dieser Titel in einer anderen Zeit spielt, sodass es nicht notwendig ist, eine Reihenfolge einzuhalten.

Historienschmöker sind ja gerade vor Weihnachten immer wieder gefragt. Wenn sich dann zur spannenden Unterhaltung aber auch noch historisches Wissen und Detailtreue (also: umfangreiche Recherche) gesellt, ist für mich zumindest der Lesespaß garantiert. Bei Autoren wie Ken Follett (und auch Rebecca Gablé) begeistert es mich, dass sie es schaffen, eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, die stimmig für die jeweilige Zeit ist, reale Zeitgeschichte einwebt und darin eingebettet absolut tolle Geschichten zu erzählen.

„Der Morgen einer neuen Zeit“ spielt vor der ersten Jahrtausendwende, in einer Zeit, als in England Raubzüge von Wikingern Angst und Schrecken verbreiteten und erzählt die Geschichte eines jungen Bootsbauers, der mit ansehen muss, wie sein Heimatdorf und viele Menschen, darunter seine Geliebte, zerstört werden. Er schafft es zu fliehen und baut sich traumatisiert eine neue Existenz auf. Wie das Schicksal es will, verliebt er sich in eine Normannenprinzessin…

Übrigens ist auch das Hörbuch ein Genuss. Da ich nicht den ganzen Tag nur lesen kann, höre ich es mir aktuell beim Backen, Kochen, Bügeln, Nähen… an. Sonst bin ich ja eher die Vorleserin, hier darf ich einfach mal zuhören.

Bibliografische Angaben: Ken Follett, Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit, Lübbe, ISBN 978-3-7857-2700-3, € 36,- (Österreich € 36,-)

30 Days Book Challenge – Tag 3

Zu meiner heutigen Auswahl, das Thema ist Ein Buch mit einer Zahl im Titel, kann ich nur sagen: Von der Autorin könnte ich Bücher an mehreren Tagen vorstellen. Aber es geht heute um

Das zweite Königreich von Rebecca Gablé. Fraglos ist sie eine meiner Lieblingsautorinnen. Nicht nur, weil ich sie tatsächlich einmal zu einer Lesung eingeladen hatte und sie eine echt sympathische Frau ist. Sie hat ihr Hauptthema, das sich durch viele ihrer Romane zieht, auch studiert, sie ist Kennerin und Liebhaberin der englischen Königshäuser seit der Zeit, als William England eroberte. Und im Gegensatz zu vielen anderen historischen Autoren schafft sie es super, geschichtliche Fakten und schriftstellerische Fantasie zu spannenden (und dabei ganz nebenher auch lehrreichen) Geschichten zu verweben. Und die lassen sich toll lesen, obwohl es sich meist um so richtig dicke Schinken handelt, die kaum unter 800 Seiten auskommen.

Das zweite Königreich erzählt die Geschichte von William dem Eroberer, der 1066 in der Schlacht von Hastings die Macht über England gewann und so den normannischen Einfluss auf Englands damalige Zukunft sicherte. Er hatte durchaus auch anziehende Eigenschaften, war aber durch und durch Machtmensch. Beide Seiten werden im Buch gewürdigt. Das ist auch so etwas, was ich an Rebecca Gablés Art zu schreiben mag: Die wenigsten Menschen sind einfach nur gut oder einfach nur böse, und auch „Helden der Menschheitsgeschichte“ haben ihre Schwachstellen. Sie betreibt keine Schwarzweißmalerei und ist dabei mitunter differenzierter als so manches Geschichtsbuch. Ich wünsche mir mitunter, Geschichtslehrer bekämen im Studium solche Bücher als Pflichtlektüre, ihre späteren Schüler würden es ihnen sicher danken.

Ich habe noch die gebundene Ausgabe, mit einem viele schöneren Cover (meine persönliche Meinung) als die aktuelle Taschenbuchausgabe, die unter der ISBN 978-3-404-17883-4 für 12 € erhältlich ist.

Wenn du mehr von dieser Challenge lesen möchtest, schau doch mal bei Blaupause 7 vorbei.