Tag 31 – Jesus klingelt

|Werbung wegen Namensnennung, unbezahlt|

Das Buch, das ich euch heute vorstelle, habe ich letztes Jahr von Sandra zu Weihnachten bekommen, mit dem freundlichen Hinweis „Vielleicht kannst du es nächstes Jahr für etwas gebrauchen“. Nun hat sie ja nicht ahnen können, dass in diesem Jahr fast die ganze Jugendarbeit mehr oder weniger brachliegt oder zumindest ganz anders abläuft als „normal“.

Aber doch, ich kann das Buch sehr gut gebrauchen, um damit ein bisschen schrägen evangelischen Humor und menschelnde Nachdenklichkeit in die Zeit der Dunkelheit zu bringen und natürlich, um es euch heute ans Herz zu legen.

Es beginnt schon schräg, wenn Gott meint, dass er eine Frau braucht und die Engel (wenn es denn unbedingt sein muss…) offensichtlich ganz andere Vorstellungen von der passenden Kandidatin haben als der Höchste selbst. Es geht weiter mit den unkonventionellen Ideen, wenn Gott der gesamten Welt die Energiezufuhr abdreht, damit die Menschen mal wieder zur Ruhe kommen und endet noch längst nicht mit dem „Brausefabrikanten“, der einen Mann im roten Mantel durch die Kamine schickt, aber die Besorgung der Geschenke an die Eltern der Kinder delegiert.

Lauter unkonventionelle Geschichten rund um das Thema Weihnachten mit allen möglichen Fragen, die Gott hypothetisch haben könnte zu der Art und Weise, wie wir heute meinen, dass Weihnachten so und nicht anders gefeiert werden müsste. Aber auch sehr nachdenkliche Impulse gibt das Buch, zum Beispiel in der Geschichte „Jakob lächelt“, in der es um das Verhältnis von Leben und dem Schmerz geht, der zum Leben nun mal dazugehört.

Das Buch ist für alle, die gern über den Tellerrand sehen, die sich auch mal ungewöhnliche Gedanken machen zu den Themen, die seit Jahrhunderten anscheinend in Stein gemeißelt sind oder die es einfach mögen, andere Blickwinkel einzunehmen. Ganz bestimmt nicht geeignet ist es dagegen für Menschen, die ihren Glauben absolut setzen, keine Abweichungen von Althergebrachtem dulden und zum Lachen in den tiefsten Keller gehen.

Bibliografische Angaben: Susanne Niemeyer, Jesus klingelt, Herder Verlag, ISBN 978-3-451-03215-8, € 10,- (Österreich € 10,30)

Ohne Humor geht es nicht

Zunächst mal bitte ich um Entschuldigung für zwei Tage Pause beim Talk-Boxing. Am Sonntag haben die Vorbereitungen für unseren DIY-FAQ-Baukastengottesdienst mich auf Trab gehalten:

Oben die Zutaten für das „Bistro“ nach dem Gottesdienst, unten alle Zutaten für Fürbitte, Klage und Freude…

Gestern hat mich das Wetter geflasht sowie die Erlaubnis der Orthopädin, mit Spaziergängen das Zeitalter der Bewegung wieder einzuläuten. Und deswegen bin ich mit Kathrin, die für die Gemeinde Ostergrüße verteilt hat, mitgetöltert. Ungefähr einen ganzen Kilometer! Danach war ich fertig. Aber auch glücklich.

Nun zum heutigen Bild: Unsere Ehe hält jetzt schon 28 Jahre. Einige Geschirrtücher, die wir zur Hochzeit bekommen haben, sind auch noch in Ordnung. Andere haben deutliche Löcher. Auf jeden Fall ist dieser Werbespruch ziemlich humorvoll und bietet nebenbei auch noch Stoff (nicht nur zum Abtrocknen, sondern auch) zum Nachdenken. Ist es vielleicht so, dass wir an Geschirrtücher ziemlich begrenzte Erwartungen haben, an unsere Ehe aber sozusagen die Erwartung knüpfen, sie müsse ziemlich universell einsetzbar sein? Ach, ich weiß nicht und es wird mir auch zu philosophisch. Danach ist mir heute nicht.

Deswegen wende ich mich der Textkarte zu. Vor Lachen gebogen setze ich jetzt mal mit Lachkrampf gleich. Vor ein paar Tagen war das erst. Edgar, Kathrin und ich saßen nach dem Essen noch gemeinsam am Tisch und Kathrin imitierte jemanden. Ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr, wen. Es kann sich genauso um einen Lehrer oder eine Lehrerin ihrer Schule gehandelt habe wie es sein kann, dass sie mich nachgemacht hat. Aber es war in jedem Fall total gut getroffen und sehr witzig.

Davor habe ich mich tatsächlich vor Lachen ausgeschüttet, als mir klar wurde, dass ich nicht einfach nur Zerrungen in den Oberschenkeln hatte und dass es langwieriger und auch einschneidender sein würde, wieder einigermaßen hergestellt zu werden. In dem Moment war Lachen das Einzige, was mich vom Heulen abgehalten hat.

Und jetzt du…

Bild- und Textkarten: ©Neukirchener Verlag (Bibliographische Angaben siehe Beitrag „Talk-Boxing“)

PS: Die Limonade oben im Bild habe ich privat gekauft. Mit der Firma habe ich keinerlei Verträge und bekomme keine Provision.