Neues Lesetagebuch: Countdown

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Am 23. Juni 2022 – also heute – habe ich ein neues Buch begonnen. Während ich das hier schreibe, zeigt meine Wetterstation 28 Grad im Schatten auf der Nordseite unseres Hauses an. Für morgen sind schwere Gewitter angekündigt.
Die ersten schweren Waldbrände sind unter Kontrolle gebracht, insgesamt gab es noch nie so früh im Jahr so hohe Waldbrandgefahr.

Alles das veranlasst mich, wieder einmal ein Lesetagebuch auf dem Blog zu führen. Es geht um „Countdown“. Kein Thriller, auch wenn sich der Titel danach anhört, sondern das neueste Buch von Mojib Latif. – Hm. Vielleicht doch ein Thriller, aber real?

Hier ein paar Auszüge aus dem Vorwort:
Mit Die Grenzen des Wachstums hatte der Club of Rome den Menschen die Augen geöffnet. Der Bericht machte klar, dass ein „Weiter so wie bisher“ keine Option sei, dass man die Erde also nicht beliebig ausbeuten könne. Doch nach Erscheinen des Berichts hatten die Menschen ihre Augen gleich wieder geschlossen, um in diesem Bild zu bleiben. Denn die Trends haben nicht nur angehalten, sie haben sich sogar noch beschleunigt. Wir haben die planetare Geisterfahrt fortgesetzt, vor der der Club of Rome schon vor einem halben Jahrhundert gewarnt hat. Heute sind sich die allermeisten Expertinnen und Experten darin einig, dass der Club of Rome mit seiner Warnung recht gehabt hatte. 50 Jahre später nähern wir uns tatsächlich den Wachstumsgrenzen, und einige haben wir längst überschritten. Das ist überall auf der Welt spürbar, vor allem, aber nicht ausschließlich, an den dramatischen Auswirkungen der sich beschleunigenden und erwiesenermaßen von der Menschheit verursachten globalen Erwärmung, im Folgenden auch Klimawandel genannt. Die globale Erwärmung und ihre Auswirkungen stehen im Vordergrund dieses Buches. Infolge der steigenden Temperaturen häufen und intensivieren sich Wetterextreme rund um den Globus, unter denen Jahr für Jahr mehr Menschen zu leiden haben. Die Begrenzung des Klimawandels ist eine riesengroße Herausforderung für die Menschheit, und das in jeder Hinsicht: technologisch, finanziell und kulturell. […] Warum kommen wir nicht vom Wissen zum Handeln? Was läuft schief, und warum kommen wir so gut wie nicht voran, wenn es um die Begrenzung des Klimawandels geht und um andere globale Probleme, vor denen die Menschen stehen? Niemand bestreitet doch den Mangel an Nachhaltigkeit und dass unsere Lebensweise nicht zukunftsfähig ist. […]
Sollten wir als Gesellschaft nicht die Offenheit haben, uns nicht allein auf das zu konzentrieren, was wir wissen, sondern auch danach zu fragen, was wir nicht wissen? Was haben wir zur Herbeiführung des Wandels übersehen? Viele Jahre lang glaubten wir – auch in Teilen der Wissenschaft, und ich will mich hier nicht ausnehmen –, dass Wissen allein zum Handeln führe. Zum Beispiel, dass wissenschaftliche Daten, wie die in der Abbildung 1 gezeigten, eine starke Geschichte erzählen und ein Umdenken in der Klimapolitik bewirken würden.

Wie wir inzwischen hinlänglich wissen, führt das Wissen nicht zum Handeln, und wenn, dann viel zu zögerlich. Deswegen möchte ich hier gern ein paar Denkanstöße des Autors anführen und meine Gedanken dazu teilen.
Wusstet Ihr eigentlich, dass ziemlich genau vor 30 Jahren schon einmal ein junges Mädchen den Mächtigen der Welt kräftig die Leviten gelesen hat?

Übrigens war sie 2012 auch wieder dabei und zog eine teilweise katastrophale Bilanz. Zu einem Zeitpunkt, als Greta noch lange nicht ans Streiken dachte.

Fürs erste lasse ich euch heute mit diesen Infos allein, und für alle, die mitlesen möchten, hier die bibliographischen Angaben:
Mojib Latif, Countdown, Herder Verlag, ISBN 978-3-451-39271-9, € 22,–
Erhältlich in der örtlichen Buchhandlung☺

Bettlektüre

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Gerade frisch erschienen ist dieser Ökothriller bei Goldmann, und es gab tatsächlich ein bettfreundliches (mal vom Umfang des Buches abgesehen) analoges Leseexemplar. Gemütlich im Bett liegend kurz vorm Einschlafen mag ich einfach nicht per Reader lesen. Da kann man sich ja überhaupt nicht den Daumen einklemmen, wenn man beim Lesen sanft entschlummert…

Nach längerer Zeit war dieses mal wieder ein Thriller, der mich richtig gepackt hat. Es geht nicht um einen blutrünstigen und kaltblütigen Psychopathen, der massenmordend durch Skandinavien zieht, sondern um einen innerlich zerrissenen Menschen, den sein Tun selbst anwidert, der aber keinen anderen Weg weiß. Einen Typen also, mit dem sich die Leser sogar ein Stück weit solidarisieren können. Und um seine Jäger, besonders einen jungen FBI-Datenanalysten, der den altgedienten Ar…löchern unter den Schlapphüten nicht einfach so folgen will.

Und es geht um den Klimawandel, den näher rückenden Point of no Return, der jede Möglichkeit zum Anhalten der Erderwärmung nimmt.

Da es bereits von Anfang an recht schnell offensichtlich ist, wer in dem Plott mit wem sympathisiert, war ich skeptisch, ob ab der Mitte des Buches eine Hängepartie beginnen würde, die sich bis zum absehbaren Ende hinzieht, aber ich wurde immer wieder angenehm überrascht. Nicht mal so sehr, weil die Handlung mich atemlos hinterherhecheln ließ, sondern weil sie immer mal mit Hakenschlagen eine neue Wendung nahm. Es gibt Bücher mit mehr Tempo, keine Frage. Es war eher so, dass die philosophischen Fragen um Schuld, Vermeidung von Opfern oder Kollateralschäden das Hirn auf Trab hielten.

Das Buch dürfte vor allem LeserInnen von Frank Schätzing oder Marc Elsberg gefallen. Ein intelligentes Katz und Maus-Spiel, das man trotz aller Spannung gut vor dem Einschlafen lesen kann.

Bibliographische Angaben:

David Klass, Klima; Goldmann Verlag, ISBN 978-3-442-49180-3, € 13,–

Tag 23 – Wie viel wärmer ist 1 Grad?

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Ihr seht schon, das Thema „Klima“ lässt mich dieses Jahr nicht los. Ob es daran liegt, dass dieses drängende Problem von dem bösen C-Wort so an den Rand gerüpelt wurde? Fakt dürfte es jedenfalls sein, wenn es nächstes oder übernächstes Jahr Impfungen oder sogar Medikamente gegen das Virus geben wird, dann haben wir die Klimathematik immer noch an der Backe. Selbst dann, wenn diesen gesamten Winter alle Skilifte stillstehen sollten oder auch 2021 keine unbeschwerte Flugreise in warme Gefilde möglich ist…

Nicht nur für Kinder, auch für Eltern und andere Bezugspersonen ist es zunächst wichtig, den Unterschied zwischen Wetter (kurzfristig) und Klima (da braucht es schon mindestens 30 Jahre für) zu kennen. Das Buch ist stark visuell aufgebaut, alles wichtige wird mit kurzen Texten und einprägsamen Bildern erklärt. Dazu gehört auch, nicht nur bei den Basics (also zum Beispiel: wie entsteht Regen und was ist ein Hochdruckgebiet) stehenzubleiben, sondern auch den menschlichen Einfluss durch weltweiten Warenverkehr, Reisen, exotische Nahrungsmittel, wachsender Energiebedarf… darzustellen. Und dann wiederum bietet es auch Ansätze, wie alle von uns die (und sei es noch so kleine) Möglichkeit haben, sich aus der Konsumspirale zu befreien und den persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern.

Es ist ein Buch, mit dem sich idealerweise die ganze Familie auseinandersetzt, denn Kinder können uns Erwachsenen sehr gut auf die Sprünge helfen, damit wir uns ernsthaft darum kümmern, unseren Nachkommen keine vollkommen kaputte Lebensumgebung zu hinterlassen. Die Generationen können sich so gegenseitig zu einem besseren Umgang mit Ressourcen erziehen. Aber eben nicht mit erhobenem Zeigefinger.

Bibliografische Angaben: Scharmacher-Schreiber/Marian, Wie viel wärmer ist 1 Grad?, Beltz & Gelberg, ISBN 978-3-407-75469-1, € 14,95 (Österreich € 15,40)

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