Regenpause

Vor langer Zeit bedeutete das Wort „Regenpause“, dass wir nicht auf den Schulhof mussten, sondern im Klassenzimmer oder auf den Fluren sitzen und dort Karten spielen, lesen oder stricken durften. Heute heißt es, dass ich meiner Schulter, die nach Monaten des Besserns seit einiger Zeit wieder Zicken macht, einen Tag Ruhe gönne.

Das sonnige Wetter der letzten Tag hatte dafür gesorgt, dass ich mich eifrig auf die ersten Gartenarbeiten des Jahres stürzte: Schneiden, Holz aufsammeln, das noch von den Stürmen herumlag, vertrocknete Brennnesseln des letzten Jahres zusammenharken… Und ungeachtet der Tatsache, dass manche Bewegung nicht so durchführbar war, wie ich es wollte, war ich glücklich und zufrieden damit, draußen herumzuwerkeln.

Naja, also Pause heute. Aber als ich am Morgen aus der Haustür trat und den unvergleichlichen Duft in die Nase bekam, den einsetzender Regen auf trockenen Böden verursacht, da spürte ich auch einen Glücksmoment. Ich konnte ihn schnuppernd genießen, denn Freude und Glück kann sich in sehr gegensätzlichen Situationen zeigen. Das rufe ich mir gerade jetzt in Erinnerung, wo in der Außenwelt Pandemie mit wieder einmal steigenden Inzidenzzahlen einerseits und ein näher rückender Krieg andererseits herrschen. Denn wann können wir zufriedene, ja glückliche Momente besser gebrauchen als in solchen Situationen? Sie erscheinen uns kostbar, vielleicht genießen wir sie sogar aus lauter schlechtem Gewissen (dass es uns persönlich noch gut geht) nur sehr vorsichtig, aber gleichzeitig auch viel intensiver als in sowieso schon überschwänglichen Zeiten.

Nur mal so beim Krautsalat schnippeln in den Montagmorgen gedacht.

Imagine…

Tag 2 des Unvorstellbaren. Ja, ich weiß, dass unsere Illusion von Frieden schon immer eine solche war. Aber wie fragil diese Illusion ist, das hat mich irgendwie umgehauen. Denn obwohl ich selbst in einer relativ friedlichen Epoche aufgewachsen bin, so fallen mir doch heute wieder längst in Vergessenheit geratene vergangene Gespräche ein, die ich als Kind/Jugendliche mit meinem Vater führte, der als sehr junger Mann in die Wehrmacht eingezogen wurde und als Fernmelder an dem unseligen Russlandfeldzug teilnehmen musste. Verweigern konnte er übrigens nicht, das hätte höchstwahrscheinlich standrechtliche Erschießung bedeutet.

Niemals ließ er bei seinen Erzählungen Zweifel daran, dass Krieg das größte Verbrechen der Menschheit ist. Von Gegenden wie dem Donbass und der Krim erzählte er auch, dass es wunderbare Landschaften hätten sein können (und dass es unglaublich viele Mücken gab), wenn sie nicht so vom Krieg gezeichnet wären und vor allem, dass die Menschen dort ihm so sehr leid getan hätten für das, was sie erleiden mussten. Er hat in dem Zusammenhang auch nie von „Feinden“ gesprochen. Sein wichtigstes Anliegen war nach dem Krieg die Überzeugung, dass so etwas nie wieder passieren darf. Denn, so sagte er einmal: „Am Ende sind alle Verlierer, auch die, die anscheinend gewonnen haben.“

„Im Krieg töten sich Menschen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich kennen, aber nicht töten.“ Menschen, die Gemeinsamkeiten haben wie Familien, Freunde, Hobbys; Menschen, die in einer besseren Welt als Nachbarn hätten leben können, samstags gemeinsam ihre Kinder auf dem Sportplatz anfeuern und danach im Garten einer Datsche grillen. Menschen, die sich gegenseitig unterstützen könnten und sich von ihrem Leben erzählen, die zusammen lachen, Musik machen, von Kunst, Kultur und Gastfreundlichkeit profitieren und sich wertschätzen sollten.

Kommunikatives Lesen

Rezensionen zu aktuellen Büchern aus den Beststeller-Listen

Gnubbels kleine Gedankenwelt

Wenn man niemanden zum Reden hat aber die Gedanken und Erlebnisse einfach raus müssen...

Unterwegs ist das Ziel

Ausflugsziele und DIY Anleitungen

Allerlei Gedanken

von Monika Huber

Sterntaler

Die Ostsee unter Segeln entdecken

Ich lese

Bücher sind die Freiheit des Geistes

Charis {ma}

Intuition ist besser als gar kein Plan ...

Schnippelboy

Ein Tagebuch unserer Alltagsküche-Leicht zum Nachkochen

Birthes bunter Blog-Garten

Grüner Garten-Frische Küche-Bunte Alltagswelt

Stachelbeermond

Wie das Leben - schön und stachelig

Wortman

Willkommen in den WortWelteN

CoffeeNewstom

Toms Welt des Kaffees

Marthas Momente-Sammlung

Bilder, Gedanken, und Geschichten.

MRS SQUIRREL I WOHNEN - KREATIVES - LIFESTYLE

WOHNEN I GARTEN I DIY I LIFESTYLE

mutter-und-sohn.blog

Kluge Gedanken. Aus dem echten Leben

wortverdreher

Texte und Gedichte zu den Themen Tanzen und Leben

Kulturbowle

KulturGenuss, Bücherlust und Lebensfreude

reisswolfblog

"Bücher bieten keine wirkliche Rettung, aber sie können den Geist davon abhalten, sich wund zu kratzen." - David Mitchell

Spinnradl

... den Faden aufnehmen und weben und schreiben ...

wortwabe

Lies mich! Read me!

Naturgeflüster

Impulse für ein natürliches Leben mit einer seltenen Erkrankung

Taufrisch war gestern

Birgit Jaklitsch: Journalistin, Bloggerin, Autorin

romanticker-carolinecaspar-autorenblog.com

Vorstellung meiner Bücher - Blog: Romanti(c)ker

Linsenfutter

Tier-, Naturbeobachtungen und mehr. Als Hobbyfotograf berichte ich. Stets suche ich Futter für die Linse meines Fotoapparates.

Künstlerhof Lavesum

Einblicke, Geschichten und mehr

Natis Gartentraum

Alles rund um den Garten, Ausflüge und mehr

Meine literarische Visitenkarte

Aus der Feder geflossen und vor die Linse gesprungen

-Naturliebe-

Im Fluss Des Lebens - Altes und Neues wissen

Steinegarten

Pflanzen, Steine und mehr

Die gnädige Frau wundert sich

Szenen eines unordentlichen Lebens

Susis Querbeet

Bücher, Rezensionen, Rezepte, Katzen und mehr

Mein innerer Garten

Leben in emotionaler Instabilität

Wildgans's Weblog

Lese- und Lebensdinge

wupperpostille

...in Verbindung bleiben...

Sustainability

plastic free

Puzzleblume ❀

mit Wurzeln und Flügeln

Reginas Geschichten und Gedichte

Neu: viele Geschichten auch als HÖRGESCHICHTEN

watt & meer

Der Blog watt & meer erzählt von den kleinen und großen Wellen, von Alltag und Urlaub und dem Glück auf 4 Pfoten.

Webgeflüster mit Seele

Der etwas andere Blickwinkel

Hinter den Türen der Stadt

Geschichten mitten aus dem Leben; über Momente die uns prägen, Freude, Schmerz, Hoffnung und Schicksal dem wir täglich begegnen. Ein kleiner Blick ins Innere, ein Blick hinter die Tür.

Burning Paradise.

- Wie konntet ihr das zulassen? -