Unberechenbar -3.1.2021

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abc.etüden 2021 01+02 | 365tageasatzaday

Zu Beginn des neuen Jahres verbinde ich wieder das Angenehme mit dem Nützlichen. Bei Christiane gibt es wieder neue ABC-Etüden und nach längerer Pause bin ich mal wieder dabei. Ich versuche die Herausforderung zu meistern, die Wortspende von Ludwig Zeidler ( Zetermodio, weichmütig, backen) mit meinem Lesetagebuch in Einklang zu bringen. Ich musste glücklicherweise nur ein ganz kleines bisschen um die Ecke denken. Wie es mir gelungen ist, mögen andere beurteilen😉:

Der Technikwahn hat sich in unser Leben eingeschlichen. Immer schneller kommt immer leistungsstärkere Technologie auf den Markt. Die Technik um der Technik willen führt einerseits zur Entfremdung, andererseits zur Verselbständigung des Technikglaubens. Selbst hochkomplexe Börsenvorgänge werden inzwischen von Software erledigt, viel schneller, als die bestens ausgebildeten Analysten nachvollziehen können. Wenn dann in einer Software ein Fehler steckt, suchen die Menschen aber trotzdem ganz weichmütig bei sich selbst das Fehlverhalten (Irgendwie stimmt es ja auch, der Fehler sitzt immer vor dem Bildschirm, die Frage ist nur, vor welchem? Weiser Ausspruch meines softwareentwickelnden Ehemannes)

 Zu denken gibt mir der Satz „Die Vielfalt der Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung schenkt, bedeutet in anderen Bereichen unseres Lebens auch einen Verlust an Vielfalt – und eine Vereinheitlichung des Lebens.“ (S. 40/41) Ein ganz profanes Beispiel ist die Verengung der Meinungsvielfalt, die mir in „sozialen“ Medien angeboten wird, ich komme aus meiner Filterblase kaum noch raus, weil mir nichts anderes vorgeschlagen wird. Dagegen finde ich es ja noch erheiternd, dass mir der Algorithmus des großen amerikanischen Krämerladens einen blauen Gartenschlauch ans Herz legen will, weil ich mich mal für Bücher über Patchworknähen interessiert habe…

Weiter geht es mit dem Streckengeschäft. Was das ist? Große und kleine Geschäfte haben immer weniger Lagerplatz, weil der teuer ist und eingelagerte Ware einen hohen Finanzeinsatz bedeutet. Immer mehr wird „just in Time“ geliefert, was im Endeffekt nichts anderes heißt, als dass unsere Kochtöpfe, Kameras oder Autoersatzteile in Sattelzügen gelagert sind und unsere Autobahnen, Rastplätze, Bundesstraßen etc. verstopfen. Die Auswirkungen dessen spürten wir letzten Frühjahr, als das Klopapier auf einmal überall war, nur nicht in den Regalen der Geschäfte. Folge: Alle schrien Zetermordio und wenn dann mal tatsächlich was zu bekommen war, wurde gehamstert. Ähnlich sah es bei Mehl und Hefe aus. Wir können mindestens noch das komplette Jahr 2021 Brot backen!

300 Wörter

Wenn ihr neugierig geworden seid:

Harald Lesch/Thomas Schwartz, Unberechenbar – das Leben ist mehr als eine Gleichung, Herder Verlag, ISBN 978-3-451-39385-3, € 18,- (Österreich € 18,60) [Und nicht vergessen: bitte beim lokalen Buchhändler eures Vertrauens bestellen😉]

Unberechenbar -2.1.2021

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Ab Seite 27 beschäftigt sich das Buch mit der These „Warum Komplexität etwas Tolles ist“. Da bin ich ja mal gespannt. Im letzten Jahr hatte ich eher das Gefühl, dass diejenigen, die alles möglichst vereinfachen wollen, viel Zuspruch bekommen…

Wie ist eigentlich unser Verständnis von Technik? Bestimmen wir Menschen über sie oder hat sie uns im Griff? Stehen wir ihr fasziniert oder eher skeptisch gegenüber? Technologien beherrschen inzwischen einerseits den Alltag und machen uns damit teilweise Angst, andererseits ist es erwiesenermaßen auch so, dass der Einsatz von Technik den allgemeinen Wohlstand nährt. Inzwischen durchdringt Technologie unser Leben so komplex, dass es zwar Einzelpersonen unter Umständen möglich ist, sich der Zivilisation durch Flucht zu entziehen, aber ganze Gesellschaften schaffen das nicht (mehr), weil dann von heute auf morgen zu vieles nicht mehr funktioniert. (Es ist ja schließlich auch nicht alles auf einmal entstanden, also kann ein eventueller Rückweg auch nur schrittweise erfolgen.)

Ich stelle mir das so vor: Wenn wir eine Bergwanderung unternehmen, dann gehen wir davon aus, wenn wir auf dem höchsten Punkt angekommen sind, geht es auf der anderen Seite mit einem zumindest ansatzweise ähnlichen Schwierigkeitsgrad wieder runter vom Berg. Was würde aber passieren, wenn wir oben unvermittelt vor dem Abgrund stünden, aber bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst hätten, dass wir entweder eine Ausrüstung zum Abseilen oder aber einen Gleitschirm brauchen, um wohlbehalten ins Tal zu kommen? Und während wir noch oben an der Kante stehen, darüber grübelnd wie es weitergehen kann, drängen von hinten immer mehr Bergwanderer heran und schieben uns unaufhaltsam weiter an den Abgrund…! Bräuchten wir als Wander-oder Weltgemeinschaft jetzt nicht ganz dringend einen Weg, der sich in Serpentinen zurück ins Tal schlängelt, um geordnet wieder vom Berg zu kommen? Angesichts des Klimawandels stellt sich zudem die Frage, ob für die Suche nach so einem Weg überhaupt noch Zeit ist. Oder ob, um bei dem Beispiel zu bleiben, so viele Menschen in den Abgrund stürzen müssen, dass am Ende ganz wenige weich gepolstert auf dem Leichenberg unendlich vieler anderer landen? Ich weiß, das klingt sehr makaber, aber im Endeffekt läuft es aktuell darauf hinaus.

Ab Seite 31 erzählt H. Lesch von einem Gespräch, das er mit einem Mann führte der an der Entwicklung des sogenannten „Quantencomputers“ beteiligt ist. Der Quantencomputer ist der Stein des Weisen oder die Eierlegende Wollmilchsau und wer ihn als erstes hat, beherrscht das Internet. Er ist irre schnell, unheimlich leistungsfähig und fast „unknackbar“ (S. 32). Dabei fällt mir ein: Die TITANIC wurde auch als unsinkbar beworben…

H.L. unterhielt sich also mit dem Entwickler und fragte ihn, wie er Verantwortung für die Folgen der ungeahnten Möglichkeiten der Technologie übernehmen würde. Die Antwort des Mannes empfinde ich als hochgradig erschreckend und ignorant: „Ja, aber das ist doch Technik. Ich entwickle Technik – was die Leute dann damit machen, das geht mich nichts an. Darüber mache ich mir keine Gedanken.“ Waaah! Ich wünsche mir die Zeit der Universalgelehrten zurück! Ich wünsche mir (mehr) Wissenschaftler (solche wie Harald Lesch), die nicht nur ihr reines Fachgebiet beherrschen, sondern sich darüber hinaus auch mit den soziologischen, ethischen, philosophischen und wirtschaftlichen (Spät-)Folgen ihrer Arbeit auseinandersetzen!

Fortsetzung folgt…

Harald Lesch/Thomas Schwartz, Unberechenbar – das Leben ist mehr als eine Gleichung, Herder Verlag, ISBN 978-3-451-39385-3, € 18,- (Österreich € 18,60) [Und nicht vergessen: bitte beim lokalen Buchhändler eures Vertrauens bestellen😉]

Unberechenbar – 1.1.2021

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Worum geht es? „Das Wohl aller in derGesellschaft und das Wohl der Gesellschaft als Ganzes. Aber auch [um] das Wohl des Einzelnen, ganz konkret, alltagstauglich und lebensnah.“ (S. 12)

Es geht NICHT um die Beantwortung aller Fragen, sondern um die Suche nach Antworten. Die unter Umständen neue Fragen aufwerfen.

Carl Friedrich von Weizsäcker sagte einmal „Die großen Fortschritte in der Wissenschaft beruhen oft, vielleicht stets, darauf, dass man eine zuvor nicht gestellte Frage doch, und zwar mit Erfolg, stellt.“ (S. 13) Andererseits sagte Goethe einst (in FAUST II): „Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr.“ (S.13)

Es dreht sich also um Themen wie Turbokapitalismus und die völlige Öknonomisierung der Welt, Reduktion des Menschen auf sein Funktionieren, Technikwahn, um etwas, was Lesch „Excelisierung des Lebens“ nennt. Allerdings geht es nicht (nur) um Kritik, sondern auch um Lösungsansätze, die eben dieses sind: Ansätze, keine Patentrezepte!

Sehr anschaulich finde ich den Vergleich der Gesellschaft mit wahlweise Karussell oder Biergarten. Beim Karussell werden diejenigen, die nicht weiter mitrasen wollen, gern als Feiglinge dargestellt, während es im Biergarten um Teilhabe geht: Du kannst dein mitgebrachtes Essen dort verzehren, wenn du dir nur ein Getränk leisten kannst, und ihr sitzt alle auf denselben langen Bänken (in Zeiten ohne Corona auch gern mal dicht an dicht), ob ihr nun Banker oder Müllwerker seid, Maßanzug oder zerrissene Jeans tragt.

So weit erstmal für heute. Wenn ihr neugierig geworden seid:

Harald Lesch/Thomas Schwartz, Unberechenbar – das Leben ist mehr als eine Gleichung, Herder Verlag, ISBN 978-3-451-39385-3, € 18,- (Österreich € 18,60) [Und nicht vergessen: bitte beim lokalen Buchhändler eures Vertrauens bestellen😉]

Unberechenbar – Das Leben ist mehr als eine Gleichung

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So. Neues Jahr, neue Idee. Ich hatte Edgar das Buch mit dem obigen Titel von Harald Lesch und Thomas Schwartz zu Weihnachten geschenkt. Ratzfatz hatte er es durchgelesen und gab es mir dann. Gestern früh, als ich noch ganz allein wach in der Küche saß, begann ich zu lesen. Und zwar auf eine ganz spezielle Weise, die ich mir während der Ausbildung in der Malche angeeignet hatte. Damals für theologische Fachliteratur, inzwischen lese ich Sachbücher aller Art gerne mit Kladde und Stift dabei. Ich habe dann immer die Möglichkeit, mir einzelne Gedanken aus dem Buch (und manchmal auch meine Interpretation) aufzuschreiben und muss nicht im Buch herumkritzeln.

Heute kam mir beim Kaffee nach dem Frühstück die Idee, dieses Lesetagebuch anhand des Buches einmal mit euch zu teilen. Ich weiß noch nicht, wohin mich dieser Versuch führen wird, wie es bei euch ankommt, freue mich aber auf jeden Fall über Feedback. Kann ja auch sein, dass ich euch gnadenlos langweile damit, und das möchte ich erstens nicht, außerdem kann ich mir dann die Zeit auch sparen.

Im nächsten Beitrag lege ich los und dann startet dieses Experiment. Zum Satz der Beiträge: Meine Zusammenfassung des Textes in eigenen Worten lest ihr in Normalschrift, Zitate aus dem Buch mit Seitenangabe sind in Anführungszeichen gesetzt und mein eigener „Senf“, der mir dazu durch den Kopf geht, ist in kursiver Schrift. Alles klar?

Wer nicht warten möchte, bis ich das Buch durch habe:

Harald Lesch/Thomas Schwartz, Unberechenbar – das Leben ist mehr als eine Gleichung, Herder Verlag, ISBN 978-3-451-39385-3, € 18,- (Österreich € 18,60) [Und nicht vergessen: bitte beim lokalen Buchhändler eures Vertrauens bestellen😉]

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