Ist ja doch schon einiges zusammengekommen

Heute Nachmittag habe ich den Sonnenschein genutzt und bin mit meinen gesammelten Werken auf die Wiese gegangen. Einigermaßen erstaunt habe ich zur Kenntnis genommen, dass ich schon einige Projekte fertig habe. Es fehlen hier sogar Stücke, die schon verkauft oder verschenkt sind.

Bei den Kissenhüllen

sowie bei den Kleinteilen wie Utensilos oder Mug Rugs

ist auch die Preisfindung nicht weiter schwierig.

Bei Tischsets, Tischläufern oder erst recht bei den Mitteldecken gerate ich aber schon mal ins Schwimmen, da frage ich mich immer, ob die Preise, die eigentlich sowohl Material- als auch Arbeitskosten abbilden, überhaupt realistisch sind.

Das gilt vor allem auch für diese frühsommerliche Decke, die ich heute fertiggestellt habe. Allein das Quilten hat fast drei Stunden gedauert…

Die großen Decken, mit denen man sich selbst oder sogar ein Bett zudecken kann, habe ich bisher nur verschenkt. Eine solche Decke benötigt je nach Größe Stoffe für 100 € plus/minus, dazu Füllmaterial und mindestens 20 bis 30 Stunden Zeit.

Ich muss wohl einfach mal ins „kalte Wasser springen“ und dann schauen, wie es angenommen wird. Ist ja nicht so, dass ich mit solchen Problemen alleine dastehe, andere haben es bereits geschafft und ihre Nische und Zielgruppe gefunden.

Eine hat jedenfalls „Platz genommen“ und fühlte sich wohl:

Ob sie gemerkt hat, dass die Blaubeeren nicht echt sind?

Ein folgenschwerer Tag…

Ich hatte es angekündigt. Angedroht? Nein, eher versprochen. Und heute habe ich nach mehreren Tagen Recherche, einem Telefonat mit unserem Steuerberater und einem weiteren mit der IHK dann Nägel mit Köpfen gemacht.

Und um auch hier zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, mache ich gleich noch eine abc-Etüde aus meiner Ankündigung. Hier der Link zur Schreibeinladung:

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2020/05/17/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-21-22-20-wortspende-von-kopf-und-gestalt/

Heute habe ich die Gewerbeanmeldung bei unserer Stadtverwaltung abgegeben. Ein kleiner Nebenerwerb, damit ich mein Hobby weiter betreiben und hoffentlich auch ein wenig finanzieren kann. Denn ich nähe schon seit einigen Jahren sehr gern. Seit dem doppelten Sehnenriss diesen Frühjahr sitze ich so gut wie jeden Tag an der neuen Maschine. Wer näht, kennt das Dilemma: Wo man auch ist, das nächste Stoffgeschäft wird aufgesucht. Als Mitbringsel muss wenigstens ein schönes Muster gekauft werden. Alte Bettwäsche und Herrenhemden werden gehamstert wie bei manch anderem das Klopapier.

Und wenn man dann alle seine Schätze verarbeitet, dann ist schnell das Haus mit Patchworkarbeiten aller Art dekoriert. Das geht so nicht, nicht auf die Dauer. Ich habe allerdings festgestellt, dass es Interesse gibt, so liebevoll in Handarbeit zusammengestückelte Teile zu erwerben, gern auch als individuelles Geschenk. Also probiere ich es – fallen kann ich dabei eigentlich nicht. Einen festen Zeitplan habe ich nicht dabei, ich sehe, wie es sich ergibt. Und wenn sich irgendwann herausstellt, dass es doch nicht klappt, ist es auch nicht schlimm. Dann bin ich mal wieder um eine Erfahrung reicher und habe immerhin viel Zeit verbracht mit Dingen, die mir nicht nur Spaß machen, sondern auch gut tun. Und schon das ist ein Wert an sich.

Der Unfall (der eigentlich ja gar keiner war) und Corona dienten mir offensichtlich als Katalysator für diesen kleinen Traum. Wie ich eben bei Alice gelesen habe, bin ich da wohl nicht die Einzige… Bin gespannt, was mit dem nächsten Träumchen passiert (wie vermutlich jede Buchhändlerin würde ich gern mal als Autorin groß rauskommen 😅)

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