Altweibersommer und leise Melancholie

Hunderunden am frühen Morgen geben Zeit zum Nachdenken und Sinnieren.

Während Lucy und Kalle hier und dort „Zeitung lesen“, habe ich Muße, über Gott und die Welt mit mir selbst ins Gespräch zu kommen.

Und stelle fest, dass ich um diese Jahreszeit immer wieder dieselbe Empfindung habe: eine leise Melancholie, weil der Sommer sich so langsam auf seinen Abschied vorbereitet mit kürzer werdenden Tagen, mit sanftem und schmeichelndem Licht. Bis auf Mais und Rüben sind die Felder abgeerntet und werden schon für die nächste Aussaat vorbereitet. Manchmal drängelt sich schon der Herbst dazwischen, der in den Startlöchern steht und wirft einen Sturm in die Landschaft.

Aber der Sommer hat auch noch Kräfte, er mag sich noch nicht so ganz verabschieden und beide schmücken einträchtig das Land: mit Hagebutten, Brombeeren, Äpfeln, Birnen und Pflaumen, mit ersten bunten Blättern und aufblühenden Astern.

Neben der Melancholie steht die Vorfreude, auf stürmische Tage, die ich mit einem guten Buch und einem heißen Kakao beende, auf das Durchgepustet-werden beim Spaziergang, auf den bunten und den ungemütlichen Herbst. Auf die Beobachtung des Vergehens und des Ruhens.

Wie wunderbar ist doch dieser immerwährende Kreislauf des Lebens.

Und wie ignorant und überheblich sind wir Menschen, diesem ewigen und gut durchdachten Prinzip unseren Willen aufzuzwingen….

Die Schönheit von Regen

Ein Sonntagmorgen im August, nicht mal halb sieben. Ich wache auf und höre es draußen leicht tröpfeln.

Es regnet ganz sachte vor sich hin, der Regen murmelt eine leise Melodie.

Wie schön wäre es, wenn ich jetzt mit dem Foto die Geräuschkulisse und den würzigen, frischen Geruch nach Erde hier einstellen könnte…..

Dieser Regen tut gut, lässt durchatmen , wäscht den Staub aus der Luft.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende 😊

Nur die Harten kommen in den Garten?

Nicht mal Mittag, im Schatten 30 Grad, und unser Dicker will nach draußen. Am liebsten in die Sonne legen. Wenn man dann auf seinem Fell Spiegeleier braten kann und ihn wieder reinlotst, legt er sich wieder vor die Tür und jammert. Lucy übrigens auch. Aber die ist alt, schwarz und muss zurzeit auch noch einen Kragen tragen. Alles keine guten Voraussetzungen für draußen.

Überall in den sozialen Medien, In Fernsehen und Tagespresse wird darauf hingewiesen, dass man seine Hunde nicht der prallen Sonne aussetzen soll und sie nicht im Auto lassen usw. Alles gute und richtige Tipps, die ich unseren beiden Spezialisten vielleicht mal vorlesen sollte. Aber ob sie dann besser verstehen, warum ich sie damit quäle, dass sie lieber in der Waschküche (da ist „nur“ 26 Grad) auf dem relativ kühlen Steinboden liegen sollen? Ich wage es zu bezweifeln…