Tragische Corona-Liebesgeschichte – ohne Happy End

Die letzten Wochen habe ich eindeutig zu viele Politik-Podcasts gehört und zu wenig Musik. Heute zum Putzen habe ich mir eine neue Playlist erstellt und siehe da, aus vielen der Songs konnte ich eine tragische Geschichte für die aktuelle Situation zusammenbasteln. Ziemlich denglisch, etwas um die Ecke gedacht, aber immerhin:

Die letzten Monate waren langweilig. Immer saß sie nur dort, Spending my times watching the days go by. Das Bruttosozialprodukt im Eimer, naja, Life is a rollercoaster… Plötzlich bekam sie eine WhatsApp-Nachricht: „Every thing I do, I do it for you, That’s amore!“ Sie schrieb zurück: „Girls just wanna have fun, I wanna dance with somebody„. Er wieder: „I can’t dance“ Etwas unwillig antwortete sie: „Ich gehe tanzen. With or without you!“

Er flehte: „Nein, bitte: Let it be! We don’t need another hero! Aber na gut, ich gehe mit. Alles aus Liebe. I was made for loving you“ Sie dachte nur „What’s love got to do with it?“All for love zog er mit ihr durch die Straßen. Spät am Abend bat er: „Tell me if you wanna go home, Can you feel the love tonight? You’ll be in my heart

Ach was soll’s, dachte sie, Life is for living und I want it that way und ging mit ihm nach Hause. In der Nacht flüsterte er ihr zu: „I wanna see Daylight in your eyes“ und sie fragte neckisch zurück: „Und If tomorrow never comes?“ Doch bald ging die Sonne auf, Morning has broken. Sie hatten dann noch Another day in paradise, doch nach einigen Tagen fragte sie ihn „Every breathe you take funktioniert ja immer schlechter!“ Er kam ins Krankenhaus und ehe sie ihn in Narcotic versetzten, brach es aus ihm heraus: „Stayin‘ alive ist alles was ich will, aber I’ve had the time of my life.“ Als sie ihn unterbrechen wollte, flüsterte er noch: „Don’t stop me now! Ich find dich scheiße! Du trägst keine Liebe in dir! It’s my life, mit dem du gespielt hast! Weißt du, was du tust? Killing me softly! I just died in your arms!“

Am Tag, als Conny Kramer starb, fühlte sie sich wie ein Zombie Out oft he dark. Voller Selbstvorwürfe dachte sie: Warum hatte ich bloß nicht mehr Self control? If I could turn back time… Sie hatte eine Total eclipse of the heart und fragte sich Who wants to live forever?

Am Grab stand sie, die Lady in Black, Black Velvet. Sie entzündete eine Candle in the wind und versprach: „I will always love you.“ Vom Band wurde die Unchained melody gespielt. Sie sinnierte reuig: Werde ich jetzt Livin‘ on a prayer können oder bin ich Losing my religion? Es war doch nur ein Schrei nach Liebe.

So verging der Circle of life, der Winter und der Frühling verging, der Sommer kam ins Land. Everybody dachte, haben wir alles Nur geträumt? What a wonderful world! Sie tanzten Mambo No 5 All summer long, fuhren Ab in den Süden zum Sailing, feierten das Leben Let’s get loud und hofften So soll es bleiben! Wouldn’t it be good? Und so ging es, bis am Ende der Ferien die allgemeine Aufforderung kam: Take me home, country roads!

Uff. Schräg, makaber und das weibliche Wesen kommt eindeutig ziemlich schlecht dabei weg, sorry Mädels. Aber das war die Musikauswahl, nicht ich🤣. Die Männer mögen sich gebauchpinselt fühlen.

Ich versuche in den nächsten Tagen noch ein bisschen mehr Songs für bessere Stimmung zu finden, oder ihr schreibt mir einfach eure Geschichten mit dem Soundtrack eures Lebens…

Einen schönen Sonntag Abend.

Der Soundtrack meines Lebens

Bei einem Streamingdienst habe ich mir eine Playlist angelegt mit vielen Songs, die mir in meiner Jugend und in meinen 20ern viel bedeutet haben. Sie heißt „When I was young“. Denn auch wenn mir das meistens nicht wirklich im Bewusstsein ist, diese Zeit ist einfach vorbei. Bei vielen Songs davon kann ich heute noch sofort mitsingen oder habe sogar das Musikvideo vor Augen (gerade läuft nebenbei „Take on me“ von a-ha, wohl neben „Thriller“ von Michael Jackson das Video, was mir noch am besten in Erinnerung ist).

Es gibt auch solche Songs, die mit ganz anderen Ereignissen verknüpft sind. So hatte ich um die Jahrtausendwende herum ein Album von Sinead O’Connor, das ich mir später nie wieder anhören konnte, ohne an 9/11 zu denken, weil bei den Fernsehbildern der einstürzenden Türme des World Trade Centers immer „Only time“ im Hintergrund abgespielt wurde.

Aber auch dieses gehört dazu:

Die Szenen im Video stammen aus dem Film „Schrei nach Freiheit“ nach dem Buch von Donald Woods, verfilmt von Sir Richard Attenborough

Fast 43 Jahre (am 12. September) ist es her, dass Steve Biko an den Folgen der Misshandlungen starb, die ihm im Polizeigewahrsam zugefügt wurden. Ja, vieles hat sich seither verbessert, die Apartheid ist abgeschafft worden. Aber wer meint, es ist gut geworden, verschließt die Augen vor der Realität, die in den meisten Teilen der Welt und auch hier in Deutschland, bis heute Menschen nach Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung teilt und in Schubladen packt.