Glück gehabt

Die Schule der Tochter hat gestern ihr Sommerfest abgesagt, weil das NRW-Innenministerium gegen Mittag dringend vor dem Wetter gewarnt hatte. Im Rheinland wurden teilweise schon vor 12 Uhr mittags die Schulen geschlossen. Man wollte nach den Erfahrungen aus dem letzten Sommer offensichtlich kein Risiko eingehen. Das finde ich durchaus nachvollziehbar, wobei die kniffelige Wetterlage ja auch dieses Mal schon einige Tage vorher angekündigt war.

Ich muss gestehen, dass auch ich ein kleines bisschen angespannt öfter am Nachmittag auf die App des Wetterdienstes mit dem Regenradar geschaut habe. Denn unser Dach musste im Februar schon leiden, auch der großflächige „Dachschaden“ an unserer denkmalgeschützten Kirche ist erst seit einigen Tagen wieder komplett behoben (denn da mussten erst erlaubte Materialien gefunden werden). Und außerdem erinnere ich mich immer noch an die Windhose im Jahr 1990, die unseren Westgiebel zum Einsturz brachte.

Kurzum: Bei uns hielt sich alles in Grenzen, aber knapp 100 Kilometer südwestlich von uns, in Höxter, Lippstadt und Paderborn hatten sie nicht so viel Glück, dort zogen (inzwischen vom DWD bestätigt) Tornados durch die Städte.
Was mich beschäftigt: Klar kann ich mich auch an heftige Wetterlagen in meiner Kindheit erinnern. Aber nicht in dieser Häufigkeit und Intensität.
Ich weiß nicht, ob mir die Weiterführung dieses Gedankens gefällt.

Luft und Wasser satt

Alle zwei Nächte Orkanböen, so muss es wirklich nicht weitergehen. Zum Glück flaut der stürmische Wind so langsam ab, statt dessen heißt es an der Weser: „Wasser marsch!“

Heute früh hatte ich in Minden einen längeren Gesprächstermin, der mich mental ziemlich beschäftigte, deswegen fuhr ich danach an die Weser, auf den großen Platz, der als Parkplatz, Kirmes- und Konzertfläche (im September kommen sowohl die Toten Hosen als auch die Ärzte dorthin), als Wohnmobilstellfläche und aktuell Corona-Testzentrum genutzt wird. Aber seht selbst:

Innerhalb der letzten Tage ist die Weser heftig angestiegen, überflutet sind hier der Weserstrand inklusive zwei Beachvolleyballfeldern, teilweise die Disc-Golf-Anlage und eine Zufahrt zum Parkplatz unter der Brücke.

Von links nach rechts: Auf der gegenüberliegenden Flussseite ist bereits der Fußweg und ein Stück des Weserradweges am Glacis überschwemmt. Während dort immer noch die Motorsägen brummen, um vom Sturm umgestürzte Bäume auf den Glaciswegen zu beseitigen, sind die städtischen Mitarbeiter auch parallel damit beschäftigt, Wege zu sperren, weil sie unter Wasser sind. Die Bäume, die auf dem zweiten Bild anscheinend in der Flussmitte stehen, sind normalerweise am Ufer des Weserstrandes zu finden. Und natürlich landet man am Fuß der Treppe eigentlich nicht direkt im Fluss!

Und hier noch ein Blick von der Weserbrücke, im Hintergrund die Fischerstadt mit der alten Stadtmauer (auch die wurde in der Vergangenheit bereits überspült), im rechten Bereich des Bildes sieht man die vor einigen Wochen aufgebaute „Pegelschlange“ (sieht ein bisschen aus wie das Marsupilami), die auf dem Gelände der „Stadtblänke“ steht. Diese wurde als Überschwemmungsgebiet mit Tümpeln vor drei (?) Jahren angelegt. Wenn das Wasser noch weiter steigt, gibt es sogar eine Art Insel in Minden.

Ich merke schon, ich habe total Lust, in den nächsten Wochen hier das eine oder andere Foto einzustellen, das meine Heimat ein bisschen ins Licht rückt, denn wie sie hier im Radio immer sagen, ich wohne im „Schönsten Kreis der Welt“😉

Zum Abschluss noch ein Foto aus unserem Garten, wo sich zumindest an der Zierkirsche schon ein wenig Frühling ausbreitet, wenn auch sturmzerzaust:

Leichter Dachschaden

Eine erste Bestandsaufnahme am Donnerstagmorgen bestätigt mein Gefühl aus der Nacht:

Es hatte sich angehört, als ob das gesamte Dach sich angehoben und wieder gesenkt hätte. Vermutlich war es auch so ungefähr. Die Giebelwand, die auf dem Foto zu sehen ist, lässt übrigens nicht vermuten, dass es sich bei unserem Haus um einen mehr als 200 Jahre alten Bauernkotten handelt. Im Jahr 1990 reichte eine einzelne Windhose aus dem Westen, um den gesamten Giebel zum Einsturz zu bringen. Danach ließen wir die Westwand doppelt hochmauern: innen auf der bestehenden und davor noch eine Klinkerwand vom Boden aus hoch, damit das nicht noch einmal passieren kann.

Einige Dörfer weiter ist nach dem aktuellen Sturm ein ehemaliges Stallgebäude aus genau demselben Grund einsturzgefährdet, bei der weiter stürmischen Lage kann dort nicht mal gesichert werden, um den nächsten Orkan, der für Morgen angesagt ist, zu überstehen.

Naja, Versicherung und Dachdecker wissen Bescheid, aber wann das Loch repariert werden kann, ist noch die Frage. Hier hat es viele Dächer erwischt. Zum Glück ist es ein recht sonniger Tag und solange nicht mehr passiert, ist es auch nicht weiter schlimm. Alles ist gut, solange keine Personen zu Schaden kommen.

Passt auf euch auf!

Sabine kommt…

Heute früh um kurz nach Sieben war draußen das schönste Vorfrühlings-Sonntagmorgen-Wetter. Rundum-Sonnenaufgang, Vogelgezwitscher, einfach schön. Ein Flugzeug hinterließ einen Kondensstreifen von Nordost nach Südwest.

Auch jetzt noch, um Viertel nach Elf, sieht es nach einem ganz normalen Tag aus. Wären da nicht die Warnmeldungen vom Wetterdienst und von NINA, der offiziellen Warn-App. Die Vögel zwitschern etwas leiser, aber ehrlich gesagt, das tun sie immer um diese Uhrzeit.

Sabine soll aus dem Westen kommen, und ich werde mich ab Mittag entweder im Nähzimmer aufhalten oder im Schafzimmer der Bügelwäsche widmen, beide haben Fenster nach Westen. Der Fotoapparat wird gerade noch aufgeladen, damit ich den Beginn des Sturms festhalten kann. Ich bin ziemlich neugierig, weil ich seit einigen Wochen das Wetter ein bisschen genauer beobachte. Etwas „Faszination des Grauens“ könnte dabei im Spiel sein.

Eigentlich könnte ich heute gut zum x-ten Mal den Film „Twister“🌪 ansehen… Nur leider habe ich den nicht auf DVD. Ja, ich bin ziemlich Old school, ich weiß 😁

Also: macht es euch im Haus gemütlich, und hofft mit mir, dass unser Schornstein stehen bleibt😉.

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