Heimat von außen betrachtet

Wir waren im Fernsehen. „Wir“, das heißt in diesem Zusammenhang nicht ich oder meine Familie oder auch nur irgendein besonderer Mensch, sondern „wir“ als Mindener Land, als Mühlenkreis. Als Heimat von Störchen, Wildschweinen, urbanen Wanderfalken und neuerdings auch wieder Bibern.

Im WDR Regionalprogramm wurde die Sendung ausgestrahlt, die ein regional verknüpfter Tierfilmer produziert hat. Vor allem durch viele tolle Luftaufnahmen bot sich mir ein ganz anderer, aber sehr spannender Blick auf meine Heimat, die ich seit über 50 Jahren kenne und doch noch nie in dieser Weise wahrgenommen habe.

Abenteuer Erde: Der wilde Norden: Das Mindener Land | ARD-Mediathek (ardmediathek.de)

Woran hängen wir unser Herz?

„My home is my Castle“ oder „Home is where the heart is“, „heart“scherzhaft gern ersetzt durch irgendwelche angeblich sehr wichtigen Dinge: „Wifi connects automatically“ zum Beispiel.

Zuhause ist dort, wo ich meine alte Jogginghose tragen kann, wo ich selbst die Regeln bestimme, ob jemand mit Schuhen in die Wohnung darf, wo meine Ordnungsprinzipien gelten. Ein Zufluchtsort, Wärme, Schutz, Sicherheit. Hier kann ich die Welt draußen lassen. Wissen wir alle, die ein Zuhause haben, das eigentlich immer zu schätzen?

Oder nehmen wir es wahlweise als selbstverständlich oder meckern auch gern mal dran herum? Dass die Miete zu teuer ist, die Ausstattung eigentlich nicht mehr zeitgemäß, die Wohnlage immer schlechter wird, unsere Immobilien in der Nähe von Windanlagen an Wert verlieren…

Szenenwechsel

„Woran du nun ,sage ich, dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.“ sagte Luther in seinem großen Katechismus. Ein weiser Ausspruch! Also glaubt auch jeder an etwas.

Wenn nicht im Rahmen der Weltreligionen, dann eben: An Börsenkurse. An die Überlegenheit der Naturwissenschaft gegenüber der Theologie. An das fliegende Spaghettimonster oder die große Weltverschwörung. An Kismet, Schicksal, Karma oder den Zufall. Daran, dass er nichts glaubt. Und diesen persönlichen Glauben verteidigt man im Allgemeinen auch sehr vehement.

Ich bin froh, dass ich mein Leben Jesus anvertraut habe. Es befreit mich von dem Druck, die Erfüllerin meines Glaubens sein zu müssen.

Und jetzt du…

Bild- und Textkarten: ©Neukirchener Verlag (Bibliographische Angaben siehe Beitrag „Talk-Boxing“)